Aktuelles, Branche - geschrieben von am Samstag, März 28, 2026 0:35 - noch keine Kommentare

Netzwerke der Fluggesellschaften insbesondere durch Osterreiseverkehr und globale Unsicherheiten auf die Probe gestellt

Je höher das Passagieraufkommen an den Flughäfen, desto entscheidender das verlässliche Zusammenspiel von Systemen, Prozessen und Infrastruktur

[datensicherheit.de, 28.03.2026] Laut einer aktuellen Stellungnahme von NETSCOUT ist Deutschland offenbar wieder in Reisestimmung, denn die Nachfrage nach Flugreisen nehme weiter zu. „Im Sommerflugplan 2025 reisten rund 68,5 Millionen Passagiere von deutschen Hauptverkehrsflughäfen ins Ausland – 4,6 Prozent mehr als im Vorjahr.“ Mit einer positiven Entwicklung stiegen jedoch auch die Anforderungen an einen reibungslosen Betrieb. Je höher das Passagieraufkommen, desto entscheidender werde das Zusammenspiel von Systemen, Prozessen und Infrastruktur.

Digitale Infrastruktur der Fluggesellschaften und sonstiger Flughafendienstleistungen unter enormem Druck

Treffen steigende Passagierzahlen zusätzlich auf unvermeidbare externe Störungen, wie etwa Luftraumsperrungen und kurzfristige Flugumleitungen aufgrund anhaltender geopolitischer Konflikte, gerate die digitale Infrastruktur von Fluggesellschaften und sonstigen Flughafendienstleistungen unter enormen Druck.

  • Da viele Einflussfaktoren außerhalb ihrer Kontrolle lägen, stehe die Luftfahrtindustrie mehr denn je in der Pflicht, ihre IT-Systeme gegen vermeidbare Ausfälle zu schützen – insbesondere während intensiver Reisephasen wie jetzt wieder zu Ostern.

Eileen Haggerty, „Area Vice President für Product & Solutions“ bei NETSCOUT, führt in ihrer aktuellen Stellungnahme aus, warum eine kontinuierliche End-to-End-Überwachung für Fluggesellschaften unerlässlich ist, um im Vorfeld der Osterreisezeit die nötige Resilienz zu gewährleisten.

Fluggesellschaften können und sollen Kontrolle über ihre IT-Resilienz behalten

Sie unterstreicht: „Fluggesellschaften können globale Konflikte oder plötzliche Luftraumbeschränkungen nicht beeinflussen, doch sie können Kontrolle über ihre IT-Resilienz behalten. Wenn externe Schocks zu schnellen operativen Kurskorrekturen zwingen, sind vernetzte Backend-Systeme unmittelbar betroffen. Zu diesen Systemen zählen unter anderem die Crew-Einsatzplanung, das Ticketing oder die Gepäckabfertigung.“

  • Das Gleiche gelte für Störungen bei den IT-Diensten am Flughafen, etwa bei der Zuweisung des Bodenpersonals, der automatisierten Passkontrolle und den Fluginformationssystemen. In einer Hauptreisesaison wie eben Ostern verschärfe sich dieser Druck zusätzlich, wenn erhöhte Passagierzahlen bei sehr eng getakteten Zeitplänen die ohnehin komplexen Systeme weiter belasteten.

Um negative Auswirkungen auf die Passagiere zu vermeiden, müssten Fluggesellschaften und andere Flughafendienstleistungen sicherstellen, „dass kürzlich durchgeführte IT-Wartungsarbeiten die operative Effizienz ihrer digitalen Systeme nicht beeinträchtigen“, denn routinemäßige Software- oder Hardware-Updates sollten kein betriebliches Chaos auslösen. Stattdessen könnten IT-Teams durch den Wechsel von reaktiver Fehlersuche hin zu einer kontinuierlichen Überwachung – vor, während und nach der Wartung – veränderungsbedingte Verlangsamungen sofort erkennen und beheben. „Auf diese Weise werden Umsatz, Betrieb und Reputation wirksam geschützt“, so Haggerty.

Flughafendienstleistungen mit so wenig Unterbrechungen wie möglich bereitstellen können

Umfassende End-to-End-Netzwerktransparenz diene längst nicht mehr nur der Vermeidung von Ausfällen, sondern sei entscheidend für Agilität, Resilienz und den operativen Fortbestand. Diese umfassende „Observability“ ermögliche es IT-Teams, die Mittlere Reparaturzeit (MTTR) erheblich zu verkürzen und so die Auswirkungen von IT-Vorfällen zu minimieren.

  • „Bis zu 90 Prozent der MTTR entfallen darauf, die Ursache eines Problems zu identifizieren und zu verstehen. Eine Optimierung dieser Diagnosephase – bekannt als ,Mean Time to Knowledge’ (MTTK) – ist daher maßgeblich, um die Wiederherstellung zu beschleunigen und Flughafendienstleistungen mit so wenig Unterbrechungen wie möglich bereitzustellen.“

Durch eine kontinuierliche Echtzeitüberwachung ihrer digitalen Infrastruktur könnten Fluggesellschaften interne Engpässe identifizieren und beheben, bevor daraus Verspätungen entstehen – „und verhindern so, dass vermeidbare IT-Ausfälle Reisechaos zur Osterzeit verursachen“.

Weitere Informationen zum Thema:

NETSCOUT
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NETSCOUT
Eileen Haggerty / Area Vice President, Product and Solutions Marketing

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