Aktuelles, Branche, Studien - geschrieben von cp am Donnerstag, Dezember 4, 2014 14:50 - ein Kommentar
Palo Alto Networks: Drei große Trends zur Threat-Prevention im Jahr 2015
Mehr Malvertising und CVEs sowie verstärkte Nachfrage nach Plattformlösungen erwartet
[datensicherheit.de, 04.12.2014] Palo Alto Networks geht für das Jahr 2015 von drei großen Trends im Bereich „Threat-Prevention“ aus. Einer davon sei die Zunahme von „Malvertising“ – also die Verbreitung von Malware über Online-Werbung. Mindestens von gleichbleibender wenn nicht gar eher zunehmender Bedeutung werde die Zahl der „Common Vulnerabilities and Exposures“ (CVEs), also bekannter Schwachstellen und Sicherheitslücken, sein. Des Weiteren sieht Palo Alto Networks im Enterprise-Security-Markt einen Trend zu integrierten Plattformlösungen anstelle von Standolone- und UTM-Sicherheitslösungen (Unified Threat Management).
Einsatz vermeintlich legitimer Mittel für umfassende Angriffe
„Malvertising“ als Angriffsmethode gibt es schon seit einigen Jahren. Zuletzt wurden im September und Oktober 2014 die Internetriesen Yahoo! und AOL kompromittiert. Den Angreifern gelang es so, mehrere Tausend US-Dollar pro Tag zu erbeuten.
Die Verwendung von „Malvertising“ als Angriffsmethode deutet auf eine Abkehr von aufwändiger Trickserei wie „Spear-Phishing“ und „Packet-Sniffing“ zugunsten einer Technik hin, die einen legitimen Geschäftsprozess für die Verbreitung von Malware nutzt, erläutert Palo Alto Networks. Dieses Verfahren ermögliche Angreifern den Zugriff auf potenziell Millionen von Benutzern – mit minimalem Aufwand. Weit verbreitete Geschäftskanäle mit wenig bis gar keiner Sicherheit würden daher verlockende Ziele für die Angreifer darstellen. Es werde eine sorgfältige Koordination erfordern, um diese Kanäle sicherer zu machen.
Zunahme bei Zero-Day-Exploits mit dem Fokus auf Legacy-Code
Sichere Programmiertechniken gehörten mittlerweile zum Alltag der Softwareentwickler – mittels statischer und dynamischer Analyse würden Schwachstellen in Code und Geschäftslogik identifiziert und behoben, bevor die Anwendung veröffentlicht oder aktualisiert wird. Klar sei laut Palo Alto Networks, dass Sicherheitslücken die Anwendungsintegrität beeinträchtigen und damit das Vertrauen der Kunden und deren Geschäft. Es sei daher einfacher und viel billiger, Schwachstellen bereits im Entwicklungszyklus zu beheben. Allerdings bedeute dies auch, dass „Legacy-Code“ viel teurer zu warten sei, auch wenn eine Sicherheitslücke noch nicht in „freier Wildbahn“ ausgenutzt wurde. Da Black-Hat-Hacker zudem immer kreativer würden, werde die Zahl der CVEs im Jahr 2015 auf hohem Niveau von 2014 bleiben, wenn nicht sogar steigen.
Stärkere Verschmelzung von IPS- und Firewall-Funktionalität
Da im Enterprise-Markt zunehmend die Vorteile eines echten plattformbasierten Sicherheitsansatzes erkannt würden, sei ein zunehmender Abschied der Anbieter von Standalone- und UTM-Sicherheitslösungen zu erwarten.
Es gebe ohnehin keinen besseren Weg, um die Wirksamkeit von IPS-Lösungen (Intrusion Prevention System) zu erhöhen, als die Kombination mit anderen defensiven Techniken wie Entschlüsselung, Dekomprimierung, Anwendungs-ID, Benutzer-ID, Data-Loss Prevention und „Sandboxing“. Der Marktwandel vom herkömmlichen IPS zum „Next-Generation-IPS“ und zur „Next-Generation-Firewall“ plus „-IPS“ habe bereits begonnen, aber es würden noch mehr Innovationen erforderlich sein, um mit „den Bösen“ Schritt halten zu können. Damit werde die integrierte Alleskönner-Plattform, die keine Benutzerinteraktion erfordert und sowohl in Rechenzentren als auch in der Cloud eingesetzt werden kann, zunehmend attraktiver, so Palo Alto Networks‘ Prognose.
Weitere Informationen zum Thema:
datensicherheit.de, 20.02.2014
Managed Security Services: NTT Com Security und Palo Alto Networks schließen globale Vereinbarung
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