Aktuelles, Experten - geschrieben von dp am Donnerstag, September 6, 2012 15:20 - noch keine Kommentare
Protest gegen Meldegesetz: 190.000 Unterschriften an Innenministerien der Länder überreicht
Bündnis „Meine Daten sind keine Ware“ fordert Einwilligungsregelung
[datensicherheit.de, 06.09.2012] Ohne Einwilligung sollten die Meldeämter keine Daten an Adresshändler oder Werbetreibende weitergeben, so die Forderung von Bürgerrechtlern und Verbraucherschützern. Vor der Sitzung des Bundesrats-Innenausschusses hat das Bündnis „Meine Daten sind keine Ware“ mehr als 190.000 Unterschriften gegen das neue Meldegesetz an die Innenministerien der Bundesländer übergeben:
Die Unterzeichner fordern von den Ländern, die Weitergabe von Meldedaten an Adresshändler und Werbetreibende künftig nur mit ausdrücklicher Einwilligung der Bürger zu erlauben. Symbolisch verschlossen Bündnisvertreter bei der Unterschriftenübergabe „Meldeakten“ mit stabilen Vorhängeschlössern.
Das Bündnis „Meine Daten sind keine Ware“ wird getragen vom Kampagnennetzwerk Campact, dem Bürgerrechts- und Datenschutzverein FoeBuD e.V., dem Verbraucherzentrale Bundesverband und der Deutschen Vereinigung für Datenschutz. Es kritisiert, dass Bürgerinnen und Bürger mit dem Gesetz des Bundestags keine Möglichkeit mehr hätten, sich gegen die Weitergabe ihrer Daten zu wehren. Der Bundestag hatte die ursprünglich vorgesehene Einwilligungslösung („Opt-In“) in der aktuellen Gesetzesfassung zugunsten eines nachträglichen Widerspruchsrechts („Opt-Out“) abgeschafft. Durch eine Zusatzklausel wird jedoch selbst dieses Widerspruchsrecht faktisch ausgehebelt.
Jetzt müsse der Bundesrat das Gesetz stoppen – und für mehr Datenschutz sorgen, fordert Karsten Neumann von der Deutschen Vereinigung für Datenschutz. Beim Melderecht dürfe es jetzt keine „faulen Kompromisse“ geben – ohne Einwilligung der Bürger dürften Meldeämter keine Daten an Adresshändler oder Werbetreibende verkaufen, betont Christoph Bautz vom Kampagnennetzwerk Campact. Rena Tangens vom Bürgerrechts- und Datenschutzverein FoeBuD stellte klar, dass Meldebehörden kein „Selbstbedienungsladen für Adresshändler“ seien – Datenschutz im Meldeamt müsse die Regel und nicht die Ausnahme sein. Datenschutz dürfe für Behörden keine Fußnote sein, erklärte auch Gerd Billen, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), – da Bürger verpflichtet seien, ihre Daten bei Meldebehörden anzugeben, müssten sie aktiv um Einwilligung gebeten werden, bevor ihre Daten weitergegeben werden.
Weitere Informationen zum Thema:
Meine Daten sind keine Ware
Unterzeichnen Sie jetzt unseren Appell!
Aktuelles, Experten - Mai 3, 2026 0:39 - noch keine Kommentare
Identify Me: BKA meldet Identifizierung eines weiteren Opfers
weitere Beiträge in Experten
- Physical AI auf dem Vormarsch: KI wirkt in die reale Welt hinein
- eco-Kommentar zu den Eckpunkten des Digitalhaushalts der Bundesregierung
- VDE-Plädoyer für hocheffiziente Rechenzentren zur Stärkung der Digitalindustrie in Deutschland
- Chaos Engineering für die Cyberresilienz: Wie KI kontrollierte Belastungsproben digitaler Systeme ermöglicht
- Ransomware-Hotspot: Deutschland als Top-Ziel für Erpresser
Aktuelles, Branche, Studien - Mai 1, 2026 0:34 - noch keine Kommentare
World Password Day 2026: ESET-Empfehlung zur MFA-Nutzung für zentrale Zugänge zu Netzwerken und Konten
weitere Beiträge in Branche
- Einloggen statt Einbruch: Warnung vor cyberkriminellem Trend
- Chaos Engineering für die Cyberresilienz: Wie KI kontrollierte Belastungsproben digitaler Systeme ermöglicht
- FTAPI gibt CRA-Tipps für KMU: Cyber Resilience Act oft ein Buch mit 7 Siegeln
- Sicherheitsmanagement der Digitalen Angriffsfläche: Ganzheitliche Transparenz und kontinuierliche Kontrolle
- BMDS-Zwischenbilanz: Digitalministerium hat nach einem Jahr viel erreicht – und weiterhin noch viel zu tun
Aktuelles, A, Experten, Service, Wichtige Adressen - Jan. 13, 2026 1:08 - noch keine Kommentare
Registrierung bei ELEFAND: Krisen- und Katastrophenvorsorge bei Auslandsaufenthalten
weitere Beiträge in Service
- DigiCert-Umfrage: Manuelle Zertifikatsprozesse führen zu Ausfällen, Compliance-Fehlern und hohen Verlusten im Unternehmen
- Threat Hunting: Bedeutung und Wertschätzung steigt
- Umfrage: 71 Prozent der IT-Entscheidungsträger besorgt über Mehrfachnutzung von Passwörtern
- Fast die Hälfte der Unternehmen ohne geeignete Sicherheitsrichtlinien für Remote-Arbeit
- Umfrage: Bedeutung der Konsolidierung von IT-Sicherheitslösungen



Kommentieren