Aktuelles, Branche, Studien - geschrieben von am Montag, Juni 14, 2021 16:12 - noch keine Kommentare

Streaming-Dienste: Hintertüren für Cyber-Kriminelle

2020 erfuhren Streaming-Dienste einen wahren Boom

[datensicherheit.de, 14.06.2021] Ob z.B. „Netflix“, „YouTube“ oder „Play Suisse“ – Streaming-Dienste hätten letztes Jahr, 2020, einen wahren Boom erlebt. Doch Vorsicht sei geboten, denn Cyber-Kriminelle nutzten die neuen Gewohnheiten gezielt aus.

2020 wurde viel Zeit zu Hause und im Internet verbracht – ein Hoch für Streaming-Dienste, aber auch Hacker

HP Deutschland geht in einer aktuellen Stellungnahme auf die Beobachtung ein, dass wir 2020 viel Zeit zu Hause und im Internet verbrachten: „Das hat nicht nur Online-Shops, Streaming-Dienste und Anbieter von Online-Spielen gefreut, sondern auch Hacker.“ Cyber-Kriminelle nutzten unsere neuen Gewohnheiten gezielt aus.
Laut KuppingerCole – einem internationalen Analysten-Unternehmen – sei das Volumen der weltweiten Cyber-Angriffe während der „Pandemie“ um rund 240 Prozent gestiegen. Insbesondere Streaming-Dienste gerieten dabei ins Visier. Auf „Netflix“-User abzielende Phishing-URLs hätten um über 640 Prozent gegenüber 2019 zugenommen – solche auf „YouTube“ abzielenden sogar um über 3.000 Prozent.

Anschauen von Online-Streaming-Diensten auf dem Firmen-Computer

Was für Privatpersonen schon schlimm sei, könne für Unternehmen existenzbedrohend sein. Laut einer Studie von HP hätten 70 Prozent der Büroangestellten den Firmen-Computer für private Tätigkeiten genutzt – wie z.B.:

  • Öffnen von persönlichen E-Mail-Anhänge- oder Webseiten: 55 %
  • Online-Einkauf / Surfen im Internet: 52 %
  • Besuch von persönlichen Social-Media-Seiten: 45 %
  • Anschauen von Online-Streaming-Diensten: 36 %
  • Spiele spielen: 27 %

Christian Slater warnt vor Hacker-Angriffen u.a. über Online-Streaming-Dienste

Dies sei ein „gefundenes Fressen für Hacker“. So könnten diese über die Hintertür „Home-Office“ in Unternehmen eindringen. Denn dezentral arbeitende Mitarbeiter seien nicht mehr ausreichend durch die Unternehmens-Firewall geschützt.
Deshalb sei der Schutz von Endgeräten außerhalb der Firmennetzwerke umso wichtiger. Im neusten HP-Wolf-Security-Video – „A New Breed of Endpoint Security“ – zeigt der Hollywood-Schauspieler Christian Slater demnach mit einem Augenzwinkern, was im Firmennetzwerk passieren kann, wenn zu Hause auf dem Laptop ein falscher Link angeklickt wird.

6 Tipps für mehr Cyber-Sicherheit zu Hause:

Oft seien die Menschen das schwächste Glied in der Cyber-Abwehr. Darum gebe es einige einfache, aber effektive Verhaltensregeln, um sich vor Hackern zu schützen. Sechs Tipps dazu von Stefan Dydak, Security-Experte von HP:

  1. Installieren Sie eine Firewall, ein Antiviren-Programm und auf all Ihren Geräten die neusten Updates (Router, PC, Smartphone, Drucker etc.).
  2. Trennen Sie die private und geschäftliche Nutzung von Geräten.
  3. Behalten Sie Ihre Internet-of-Things-Geräte zu Hause („Alexa“, Smart TVs, Spielkonsolen usw.) in einem Gastnetzwerk und Ihre Firmengeräte in Ihrem Heimnetzwerk. Stellen Sie sicher, dass sowohl WIFI als auch Router mit einem starken Passwort geschützt sind.
  4. Sperren Sie Ihren Computerbildschirm (Tastenkombination [Win]+[L]), wenn Sie ihn verlassen, decken Sie Ihre Kamera bei Nicht-Gebrauch ab und konfigurieren Sie alle Ihre Geräte so, dass nur die jeweils benötigte Funktionalität (z.B. „Bluetooth“) aktiviert ist.
  5. Verwenden Sie die von Ihrem Arbeitgeber bereitgestellte Multifaktor-Authentifizierung. Dies sollte eine spezielle Software und/oder physische Token beinhalten.
  6. Wenn Sie sich mit Ihrem Firmennetzwerk verbinden, nutzen Sie dazu einen VPN-Zugang.

Weitere Informationen zum Thema:

datensicherheit.de, 16.04.2020
Video-Streaming-Portale: Spoofing auf dem Vormarsch

HP WOLF SECURITY, 2021
BLURRED LINES AND BLINDSPOTS

hp auf YouTube, 11.05.2021
HP Wolf Security: A New Breed of Endpoint Security | Security | HP



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