Aktuelles, Branche - geschrieben von dp am Donnerstag, Mai 12, 2011 19:52 - noch keine Kommentare
Dreckiges Dutzend der Spam-Versender: Asien wird Top-Spammer-Kontinent
Spam wird gefährlicher – Deutschland als Spam-Versender auf Platz 10 abgerutscht
[datensicherheit.de, 12.05.2011] SOPHOS hat für das 1. Quartal 2011 das sogenannte „Dreckige Dutzend“ ermittelt, die weltweit größten Versender von Spam im jeweiligen Quartal:
„Top-Spammer“ blieben demnach die USA, die jedoch im weltweiten Vergleich signifikant weniger Spams verschickt hätten als noch im letzten Quartal. Auch der Anteil des Spams aus Deutschland sei leicht zurückgegangen – von 3,0 Prozent im letzten Quartal auf 2,6 Prozent im 1. Quartal 2011.
Das „Dreckige Dutzend“ des 1. Quartals 2011 im Überblick
Mit 13,7 Prozent komme fast jede siebte Spam-Nachricht aus den USA. Deutschland falle um 0,4 Prozent und damit einem Platz auf Rang 10 zurück. Der Spam-Versand aus Brasilien, Russland und Rumänien verzeichneten einen signifikanten Anstieg im Vergleich zum letzten Quartal.
Während die Länder des „Dreckigen Dutzend“ weitgehend dieselben wie im Quartal zuvor gewesen seien, erweise sich Spam als zunehmend gefährlicher. Die wachsende Popularität von mobilen Plattformen und Endgeräten sowie von „Social Media“ erhöhe nicht nur die Anzahl der Spam-Attacken, sondern biete gute Möglichkeiten für Crackerangriffe. SOPHOS habe zudem einen Anstieg schädlicher Apps festgestellt – damit werden Nutzerprofile in Sozialen Netzwerken wie facebook und twitter infiziert, über die dann unerwünschte Nachrichten versendet werden.
Spam bleibe ein Problem. Die Methoden, mit denen die Spammer versuchten, ihren Gewinn zu maximieren, ändere sich jedoch, so Graham Cluley, „Senior Technology Consultant“ bei SOPHOS. Finanziell motivierte Kriminelle kontrollierten nicht nur „Zombie-Computer“, um Spam-Kampagnen zu starten, sondern auch um Identitäten und Bankkonto-Informationen zu stehlen. Nutzer müssten über die Gefahren aufgeklärt werden, damit sie wissen, was passieren kann, wenn sie auf Links oder Anhänge von Spam-Mails klicken. Viele Computer seien auf diese Weise schon in die Kontrolle von Cyberkriminellen geraten.
Auffallend sei der Anstieg der Spam-Mails aus asiatischen Ländern. Asien hat in diesem Quartal Europa als „Top-Spammer-Kontinent“ abgelöst. Das Spam-Aufkommen bleibe laut Cluley ein weltweites Problem; um die Spams zu bekämpfen, nützten nicht nur aktualisierte IT-Sicherheitslösungen. PC-Nutzer sollten den hinterhältigen Angeboten, die die Spams bewerben, widerstehen. Ansonsten riskierten sie, Teil eines Spam-Botnetzes zu werden, nachdem sich ihr Computer mit Malware infiziert hat.
Weitere Informationen zum Thema:
SOPHOS
The dirty dozen spam-relaying countries revealed
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