Aktuelles, Branche, Studien - geschrieben von dp am Freitag, August 19, 2011 19:51 - noch keine Kommentare
Cyber-Kriminelle nehmen Gamer mit 2,4 Millionen Schadprogrammen aufs Korn
Schwarzmarkt für Verkauf virtueller Spielgegenstände
[datensicherheit.de, 19.08.2011] KASPERSKY lab hat nach eigenen Angeben bisher 2,4 Millionen einzigartige Schadprogramme identifiziert, die gegen Gamer gerichtet seien:
Vor einem Jahr habe der IT-Sicherheitsexperte noch 1,8 Millionen explizite Exemplare von Gaming-Malware gezählt. Die meisten Schadprogramme seien sogenannte „Keylogger“, mit denen Spieler-Account-Daten abgegriffen werden. Dies geht aus der Präsentation „Gaming the Security – Daily Hacker Tales“ von Christian Funk, Virenanalyst bei KASPERSKY lab, hervor. Die meisten Schadprogramme im Gaming-Bereich attackierten Online-Rollenspiele, so Funk. Über gestohlene Accounts könnten Spielcharaktere sowie deren Ausstattungsgegenstände wie virtueller Güter gekapert und für bares Geld verkauft werden.
Gamer im Visier: 2,4 Millionen einzigartige Schadprogramme identifiziert.
Der Markt für den Verkauf von virtuellen Spielgegenständen ist vorhanden. Nach einer KASPERSKY-Hochrechnung würden allein über eBay im Jahr circa 11,5 Millionen Euro mit dem Verkauf von legalen und illegalen Gaming-Gegenständen umgesetzt. eBay sei dabei nur ein Verkaufskanal – sie gingen davon aus, dass die Dunkelziffer beim Umsatz von Spiele-Account-Daten noch viel höher liege. Da der Missbrauch von illegal verkauften Spielgütern nicht nachhaltig verfolgt werde, sei der Handel mit gestohlenen Account-Daten weniger risikoreich als beispielsweise mit gestohlenen Kreditkarteninformationen, erklärt Funk.
Neben Schadprogrammen attackieren Cyberkriminelle die Gaming-Gemeinschaft und ihre virtuellen Schätze gerne mit Phishing-Mails. Die Methode dabei sei oft denkbar einfach. Offizielle E-Mails der Spieleindustrie würden fast zu hundert Prozent kopiert und als Phishing-Mail missbraucht, um an Account-Daten zu gelangen. KASPERSKY lab empfiehlt den Einsatz von Spam-Filtern sowie die Eingabe von Internetadressen über die Tastatur beziehungsweise die Verwendung von Bookmarks. Generell sollten Nutzer niemals auf in E-Mails enthaltene Links klicken.
Weitere Informationen zum Thema:
KASPERSKY lab
„Gaming the Security – Daily Hacker Tales“
Aktuelles, Experten - Jan. 15, 2026 0:56 - noch keine Kommentare
Geister-Fabriken: Dark Factories zur Erhaltung industrieller Wertschöpfung in Deutschland
weitere Beiträge in Experten
- Gruppenchats: Deutsche durchschnittlich in fünf Messengern präsent
- Vom Schlachtfeld bis zum Serverraum: Neuerscheinung zu Europas Rolle im Cyberkrieg
- Internationale Datentransfers unverzichtbar: Unternehmen benötigen Rechtssicherheit
- Registrierung bei ELEFAND: Krisen- und Katastrophenvorsorge bei Auslandsaufenthalten
- DATEV-Datenpanne: Probe-Lohnabrechnungen landeten bei falschen Empfängern
Aktuelles, Branche, Studien - Jan. 13, 2026 0:58 - noch keine Kommentare
Grey-Swan-Risiken: Kaspersky skizziert acht plausible Szenarien mit potenziell hohem Cyberrisiko
weitere Beiträge in Branche
- Cloud-Migration und Identity Security: Digitale Transformation, Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit sind vereinbar
- Bitdefender-Rat an Unternehmen: 2026 von Reaktion zur Prävention wechseln
- Cybersicherheit und Digitale Souveränität: Wie Europa die Kontrolle zurückgewinnen kann
- Zur erfolgreichen Digitalen Transformation muss 2026 IT-Sicherheit endlich Chefsache werden
- Ransomware-Angriffe auf Unternehmen: Zwischen den Jahren lauern viele Gefahren
Aktuelles, A, Experten, Service, Wichtige Adressen - Jan. 13, 2026 1:08 - noch keine Kommentare
Registrierung bei ELEFAND: Krisen- und Katastrophenvorsorge bei Auslandsaufenthalten
weitere Beiträge in Service
- DigiCert-Umfrage: Manuelle Zertifikatsprozesse führen zu Ausfällen, Compliance-Fehlern und hohen Verlusten im Unternehmen
- Threat Hunting: Bedeutung und Wertschätzung steigt
- Umfrage: 71 Prozent der IT-Entscheidungsträger besorgt über Mehrfachnutzung von Passwörtern
- Fast die Hälfte der Unternehmen ohne geeignete Sicherheitsrichtlinien für Remote-Arbeit
- Umfrage: Bedeutung der Konsolidierung von IT-Sicherheitslösungen




Kommentieren