Aktuelles, Branche - geschrieben von dp am Montag, November 21, 2022 12:02 - noch keine Kommentare
Black Friday: Chris Harris gibt Sicherheitstipps
Vor dem Black Friday sollten Händler ihre Cyber-Sicherheitspraktiken prüfen – um sicherzustellen, dass sie robust und widerstandsfähig sind
[datensicherheit.de, 21.11.2022] Chris Harris, „EMEA Technical Director“ bei Thales, gibt in seiner aktuellen Stellungnahme Sicherheitstipps – nicht nur – für den „Black Friday“. Dieser (wie auch andere Sonderaktionen) führt offensichtlich immer wieder zu einem gewaltigen Anstieg der Online-Transaktionen und macht damit sowohl Verbraucher als auch Einzelhändler zu einem Ziel für Betrüger bzw. Cyber-Kriminelle.

Foto: Thales
Chris Harris: Branche in hohem Maße von hochwertigen, ständig verfügbaren Systemen abhängig, was sie zu einem attraktiven Ziel für Ransomware macht…
Robuste und widerstandsfähige Sicherheit – nicht nur am Black Friday
„Einzelhändler sind aufgrund ihrer Größe, ihrer hochgradig verteilten Infrastrukturen und der großen Anzahl von Online- und POS-Kreditkartentransaktionen ideale Ziele“, warnt Harris. Die Branche sei außerdem in hohem Maße von hochwertigen, ständig verfügbaren Systemen abhängig, was sie zu einem attraktiven Ziel für Ransomware mache – „da viele sensible Daten zur Verfügung stehen, die erbeutet werden können, und geschäftskritische Systeme bei einer Deaktivierung den Betrieb gefährden“.
Harris berichtet: „Tatsächlich nannten die Befragten des Einzelhandels in einer unserer Studien über Datenbedrohungen Malware und Ransomware als die beiden größten Bedrohungen, denen sie ausgesetzt sind.“ Vor dem „Black Friday“ müssten Einzelhändler ihre Cyber-Sicherheitspraktiken neu bewerten, „um sicherzustellen, dass sie robust und widerstandsfähig genug sind – nicht nur für den größten Einkaufstag des Jahres, sondern das ganze Jahr über“.
Wichtigste Tipps für Einzelhandelsunternehmen u.a. zum Black Friday:
1. Das Verhältnis von Risiko und Nutzen verstehen!
Unternehmen müssten sicherstellen, dass eine Skalierung, die zur Bewältigung der gestiegenen Nachfrage erforderlich sei, „nicht auf Kosten der Sicherheit geht“. Es sei nicht in Ordnung, Sicherheits- und Datenschutzrichtlinien zu kompromittieren oder zu umgehen, nur um die Leistung zu steigern, und es müsse im Voraus darüber nachgedacht werden, ob die Datenschutzlösung zusammen mit Frontend- und Transaktionsverarbeitungssystemen skaliert werden soll.
2. Datensicherung diversifizieren!
„Unternehmen müssen wissen, wo ihre Daten gespeichert sind und wie sie geschützt werden sollen.“ Sie müssten sich über den Verbleib ihrer Daten informieren und diese nach Risikostufen klassifizieren, „um sicherzustellen, dass sensible Daten ausreichend geschützt und verschlüsselt sind“.
3. Zero-Trust-Prinzipien verfolgen!
Unternehmen müssten für ihre hochgradig verteilten, hochwertigen Daten und Vermögenswerte sowohl innerhalb als auch außerhalb des Netzwerks den Zugriff mit den geringsten Privilegien einführen. Durch die Segmentierung des Netzwerks und das Prinzip „Never Trust, Always Verify“ könnten Beschäftigte nur auf Daten zugreifen, „für die sie autorisiert sind, nachdem sie ihre Identität verifiziert haben“.
4. MFA implementieren!
Unternehmen sollten eine zusätzliche Sicherheitsebene hinzufügen, z.B. eine Zwei- oder Mehrfaktor-Authentifizierung, „um sicherzustellen, dass nur der berechtigte Benutzer auf das Netzwerk zugreifen kann“.
5. Schulungen zur Cyber-Sicherheit durchführen!
„Menschliches Versagen ist nach wie vor das schwächste Glied in der Sicherheitskette von Unternehmen.“ Diese müssten ein Schulungsprogramm zur Cyber-Sicherheit für ihre Mitarbeiter einführen, „damit diese kompetent und sicher mit den Risiken umgehen können“.
6. „Auf eine gute Cyber-Hygiene achten!
„Es braucht nur einen einzigen Mitarbeiter, der nicht aufpasst, damit Cyber-Kriminelle ein ganzes Netzwerk infiltrieren können.“ Unternehmen sollten sicherstellen, dass ihre Mitarbeiter eine gute „Passworthygiene“ praktizieren, indem sie z.B. keine Passwörter für verschiedene Websites wiederholen. Sie sollten Software einsetzen, „die eindeutige Passwörter generiert, so dass bei jeder Registrierung ein zufälliges Passwort für sie erstellt wird“.
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