Aktuelles, Experten, Studien - geschrieben von dp am Dienstag, Mai 12, 2026 0:53 - noch keine Kommentare
Cybersicherheitsmonitor 2026: Jeder zehnte Verbraucher im Vorjahr von Cyberkriminalität im Alltag betroffen
Der nun vorliegende „Cybersicherheitsmonitor 2026“, eine repräsentative Befragung vom BSI und ProPK, beleuchtet das Schutzverhalten der Bevölkerung und ihre Betroffenheit von Cyberkriminalität
[datensicherheit.de, 12.05.2026] Nach Erkenntnissen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) informieren sich viele Menschen über ihre persönliche IT-Sicherheit erst im Ernstfall: Der nun vorliegende „Cybersicherheitsmonitor 2026“, eine repräsentative Befragung des BSI und des Programms „Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes“ (ProPK) beleuchtet demnach das Schutzverhalten der Bevölkerung und ihre Betroffenheit von Cyberkriminalität. Dabei zeige sich auch: Allein in den vergangenen zwölf Monaten sei gut jeder Zehnte (11%) von einer Straftat im Internet betroffen gewesen – der häufigste Tatbestand bleibe Betrug beim Onlineshopping. Für den „Cybersicherheitsmonitor“ erheben BSI und ProPK gemeinsam das Informations- und Schutzverhalten der Bevölkerung sowie ihre Betroffenheit von Cyberkriminalität. Die diesjährige Befragung sei vom 6. bis zum 12. Januar 2026 durchgeführt worden. „Dabei wurden 3.060 Personen ab 16 Jahren bundesweit befragt und die Ergebnisse anhand der Bevölkerungsstrukturmerkmale Alter, Geschlecht, Bundesland und Bildung in Deutschland gewichtet.“

Foto: BMI, Hennig Schacht
Claudia Plattner: Viele Menschen wollen sich sicher online bewegen, brauchen dafür aber niedrigschwellige Informationen
Im Digitalen Raum Schutz gegen Cyberkriminalität
Die BSI-Präsidentin, Claudia Plattner, führt aus: „Cybersicherheit muss im Alltag von Verbraucherinnen und Verbrauchern einfacher, präsenter und verständlicher werden! Viele Menschen wollen sich sicher online bewegen, brauchen dafür aber niedrigschwellige Informationen. Diese liefern wir – etwa indem wir Anleitungen für Sicherheitsmaßnahmen im digitalen Alltag bereitstellen und Lehrkräfte befähigen, das Thema in ihren Unterricht zu holen.“
- Zugleich dürfe die Verantwortung nicht allein bei den Nutzern abgeladen werden: Hersteller und Anbieter digitaler Geräte und Anwendungen müssten sichere Produkte und Dienste zum Standard machen.
Dr. Stefanie Hinz, Landespolizeipräsidentin und Vorsitzende des ProPK-Programms, kommentiert: „Cyberkriminalität ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen – sei es durch gefälschte E-Mails oder Betrug beim Einkauf im Internet. Um den Methoden der Täterinnen und Täter den Boden zu entziehen, macht die Polizei deren Vorgehensweisen transparent. Das Zusammenspiel aus Prävention, Aufklärung und entschlossenem Vorgehen der Strafverfolgungsbehörden trägt entscheidend dazu bei, den Digitalen Raum sicherer zu machen.“
In Ergänzung zum „Cybersicherheitsmonitor“ zwei neue „Checklisten für den Ernstfall“
Besonders häufig hätten Betroffene im Vorjahr (2025) Betrug beim Onlineshopping sowie -banking, Fremdzugriffe auf Online-Accounts und Phishing erlitten. Zugleich hätten sich deutliche Lücken beim Schutzverhalten gezeigt: Nur 14 Prozent informierten sich regelmäßig über Cybersicherheit, während sich 40 Prozent nur hin und wieder damit beschäftigten.
- Unter den gängigen Schutzmaßnahmen seien zudem nur starke Passwörter sowie Antiviren-Programme mehr als der Hälfte der Befragten (55 bzw. 54%) überhaupt bekannt. Die Folgen von Cyberkriminalität seien für Betroffene jedoch oft spürbar: 88 Prozent berichteten von einem Schaden, ein Drittel von finanziellen Verlusten (33%).
Im Rahmen ihrer Kooperation bauten BSI und ProPK auch ihr Unterstützungsangebot weiter aus. Neben allen Ergebnissen des Cybersicherheitsmonitors fänden sich auf den Websites der Partner auch zwei neue „Checklisten für den Ernstfall“: Diese sollen Verbrauchern niedrigschwellige Orientierung in den Fällen von Betrug beim Onlineshopping und Identitätsdiebstahl geben.
Weitere Informationen zum Thema:
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
Auftrag: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist die Cybersicherheitsbehörde des Bundes und Gestalter einer sicheren Digitalisierung in Deutschland.
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
Die Leitung des BSI: Die Präsidentin – Claudia Plattner
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
Cybersicherheitsmonitor 2026: Jede zehnte Person allein im Vorjahr betroffen / Befragung zur Cybersicherheit
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Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes
Baden-Württemberg, Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen
Landespolizeipräsidentin Dr. Stefanie Hinz
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