Aktuelles, Branche - geschrieben von cp am Montag, August 29, 2011 22:14 - noch keine Kommentare
CIH-Virus: Bitdefender findet bekannten Virus aus den 1990er-Jahren
Berühmt-berüchtigter „Chernobyl-Virus“ befiel Rechner auf der ganzen Welt und rief sogar Hardware-Defekte hervor
[datensicherheit.de, 29.08.2011] Das alte Sprichwort „Totgesagte leben länger“ scheint laut Bitdefender sogar auf Viren und Trojaner zuzutreffen, denn kürzlich sei der in den 1990er-Jahren Aufsehen erregende „CIH-Virus“ auf einem Microsoft-ftp-Server gefunden worden:
Die berühmt-berüchtigte Malware – auch bekannt als „Chernobyl-Virus“ – befiel vor allem gegen Ende des letzten Jahrtausends Rechner auf der ganzen Welt. Bekannt wurde der Schädling dadurch, dass er als einer der ersten auch Hardware-Defekte hervorrief.
„CIH“ gehöre zweifelsfrei neben dem „ILOVEYOU“- und „Melissa“-Wurm zu den Malware-Klassikern. Benannt ist der Infektor nach seinem Schöpfer, dem Taiwaner Chen Ing Hau. Besonders gefährlich mache ihn die Tatsache, dass er „.exe“-Dateien unter „Windows 95“, „Windows 98“ und „Windows ME“ befällt und komplette Inhalte der Festplatten überschreibe. Anschließend überschreibe er auch das BIOS des Rechners, woraufhin der kompromittierte PC nicht mehr starte. Eigentlich habe dieser Schädling aber als „ausgestorben“ gegolten.
Bitdefenders „E-Threat-Analyst“ Bogdan Botezatu haben den alten Bekannten bei der Suche nach einem Grafiktreiber für spezielle Vergleichstests entdeckt. Plötzlich sei „CIH“ hinter einem „Microsoft File Transfer-Protokoll“ (ftp) aufgetaucht, genauer bei einem Grafiktreiber für „Windows 98“, der heruntergeladen werden könne, um alte Spiele wie „Red Alert“ oder „Quake“ zu spielen.
Auch wenn neuere Rechner mit moderneren Betriebssystemen kaum mehr anfällig seien für CIH, sei die Tatsache erstaunlich, dass sich ein eigentlich als ausgestorben geltender Virus noch nach Jahren im Internet verstecke und wieder auftauche, erklärt Botezatu. Das bedeute, dass Viren, quasi wie unentdeckte Landminen, dem Anwender auch nach langer Zeit noch gefährlich werden könnten.
Aktuelles, Experten - Juli 4, 2026 0:30 - noch keine Kommentare
Reformpaket der Koalition: Bitkom begrüßt „Aufbruchsignal“ zum Durchbrechen des Stillstands
weitere Beiträge in Experten
- Reformagenda: TÜV-Verband fordert Stärkung der Innovation ohne Schwächung der Sicherheit
- Informationsfreiheit: Vermeintliche IFG-Reform könnte De-Facto-Abschaffung bedeuten
- Forscher der TU Berlin machen Weg zur Serienfertigung von Quantenchips frei
- Wenn KI theoretische Risiken in reale Angriffe verwandelt
- Kooperation BAMF-ITZBund: Umzug in hochmodernes Rechenzentrum erfolgreich abgeschlossen
Aktuelles, Branche, Produkte, Studien - Juli 2, 2026 0:57 - noch keine Kommentare
Kaspersky-Umfrage: Online-Betrug betraf 2025 bereits 56 Prozent der Internetnutzer
weitere Beiträge in Branche
- Die eigentliche Herausforderung beginnt erst jetzt: NIS-2-Registrierung genügt nicht
- Wenn KI theoretische Risiken in reale Angriffe verwandelt
- Versteckte Datenverlustrisiken: Hitzewelle als Bedrohung für Festplatten, SSDs und Smartphones
- Sicherheit auf Sommerreisen und Betrugsprävention – KnowBe4 gibt elementare Tipps
- Schatten-KI: Das Problem an der Wurzel packen
Aktuelles, A, Experten, Service, Wichtige Adressen - Jan. 13, 2026 1:08 - noch keine Kommentare
Registrierung bei ELEFAND: Krisen- und Katastrophenvorsorge bei Auslandsaufenthalten
weitere Beiträge in Service
- DigiCert-Umfrage: Manuelle Zertifikatsprozesse führen zu Ausfällen, Compliance-Fehlern und hohen Verlusten im Unternehmen
- Threat Hunting: Bedeutung und Wertschätzung steigt
- Umfrage: 71 Prozent der IT-Entscheidungsträger besorgt über Mehrfachnutzung von Passwörtern
- Fast die Hälfte der Unternehmen ohne geeignete Sicherheitsrichtlinien für Remote-Arbeit
- Umfrage: Bedeutung der Konsolidierung von IT-Sicherheitslösungen



Kommentieren