Aktuelles, Branche, Studien - geschrieben von am Donnerstag, September 19, 2019 16:59 - noch keine Kommentare

Gesundheitsbranche: Digitalisierung ernste Herausforderung

Medizinische Daten aufgrund ihrer Sensibilität wertvoll

[datensicherheit.de, 19.09.2019] Die Digitalisierung stellt die Gesundheitsbranche offensichtlich immer wieder vor Herausforderungen – so auch im neuesten bekanntgewordenen Fall, bei dem millionenfach hochsensible medizinische Patientendaten ungeschützt im Netz gelandet sind. Schon 2017 habe eine Studie der Unternehmensberatung Roland Berger nachweisen können, dass bereits 64 Prozent der Kliniken mindestens einmal von einem Hacker-Angriff betroffen gewesen seien. Hans-Peter Bauer, „Vice President Central Europe“ bei McAfee, geht in seiner Stellungnahme auf die Herausforderungen ein, welchen sich Krankenhäuser im Umgang mit Cyber-Kriminalität stellen müssten, und zeigt Lösungsansätze auf.

McAfee-Bericht „Gefahren für das Gesundheitswesen – Cyber-Kriminelle nehmen das Gesundheitswesen ins Visier“

Abbildung: McAfee

McAfee-Bericht „Gefahren für das Gesundheitswesen – Cyber-Kriminelle nehmen das Gesundheitswesen ins Visier“

Oftmals noch Gefahr der Cyber-Kriminalität unterschätzt

„Medizinische Daten sind durch ihre Sensibilität wertvoll. Oftmals wird die Gefahr von Cyber-Kriminalität unterschätzt, da sie fernab vom alltäglichen Leben lokalisiert wird. Die Gefahr ist jedoch für jeden real. Wenn man die letzten drei, vier Jahre etwa zusammennimmt, hat sich die Anzahl der Angriffe verdoppelt.“

Darkweb: Illegaler Handel mit Patientendaten

McAfee habe bei einer Untersuchung feststellen können, dass im sogenannten Darkweb bereits illegal mit Patientendaten gehandelt werde und eine aktive Nachfrage für diese bestehe. Der Paketpreis für solche Datensätze habe sogar über dem Großmarktpreis für Kreditkartendaten gelegen. Auch Erpressungen seien ein boomender Geschäftsbereich.

Gefahr durch Ransomware

Mögliche Risiken seien unter anderem, dass Unbekannte die Server und Datenbanken von Krankenhäusern verschlüsseln könnten, so dass das Personal nicht mehr auf benötigte Dateien zugreifen könne. Bauer betont: „Diese sind jedoch für die bestmögliche Versorgung von Erkrankten unerlässlich.“

Krankenhäuser müssen Präventivmaßnahmen ergreifen

„Daher müssen Krankenhäuser Präventivmaßnahmen ergreifen, um die Wahrscheinlichkeit eines Datendiebstahls zu verringern. Um die Innovationen, die sich hierdurch ergeben, nicht auszubremsen, können Sicherheitslösungen von IT-Dienstleistern unterstützend wirken, beispielsweise durch den aktiven Schutz der Daten in der Cloud.“ Dafür müssten jedoch alle Beteiligten zunächst die dazugehörigen Risiken verstehen und in die digitale Sicherheit der Patienten investieren.

Weitere Informationen zu Thema:

BR24, 17.09.2019
Millionenfach Patientendaten ungeschützt im Netz

Roland Berger, Juli 2017
Krankenhausstudie 2017

McAfee
Bericht: Gefahren für das Gesundheitswesen / Cyber-Kriminelle nehmen das Gesundheitswesen ins Visier

datensicherheit.de, 19.09.2019
Patientendaten: Luxemburg forciert sicheren Austausch

datensicherheit.de, 18.09.2019
Öffentlich zugänglich Patientendaten: Was Unternehmen nun lernen sollten

datensicherheit.de, 18.09.2019
Jahrelang einsehbar: Millionen von Patientendaten

datensicherheit.de, 21.08.2018
Patientendaten: Datenschützer kritisieren geplante elektronische Übertragung

datensicherheit.de, 17.01.2017
Sensible Patientendaten: Herkömmliche Antivirus-Software schützt nicht ausreichend



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