Aktuelles, Branche - geschrieben von am Montag, Juni 4, 2012 16:15 - noch keine Kommentare

Kaspersky Lab veröffentlichen detaillierte Analyse der C&C-Infrastruktur von Flame

Infizierte Computer können Daten und sensible Informationen stehlen

[datensicherheit.de, 04.06.2012] Kaspersky Lab meldete am 28. Mai 2012 die Entdeckung von Flame, ein Schadprogramm, das aktiv als Cyberwaffe genutzt wurde, um Organisationen in mehreren Ländern anzugreifen. Flame wurde während einer Untersuchung entdeckt, die von der zur UNO gehörenden Internationalen Fernmeldeunion (International Telecommunication Union – ITU) in Auftrag gegeben wurde. Die Analyse des Schadprogramms zeigt nun, dass es sich bei Flame um das bis dato größte und komplexeste Toolkit zum gezielten Angriff auf Organisationen handelt. Flame wurde zur Cyberspionage eingesetzt. Infizierte Computer können Daten und sensible Informationen stehlen, um sie dann an einen von Flames Comand-and-Controll-Server (C&C) zu schicken.

In Zusammenarbeit mit GoDaddy und OpenDNS konnten die meisten der infizierten Domains, die von der Flame-Infrastruktur genutzt wurden, in einer so genannten Sinkholing-Operation untergraben. Die folgenden Details fassen die Analyseergebnisse zusammen:

  • Die bereits seit einigen Jahren genutzte C&C Infrastruktur von Flame wurde kurz nach der Enthüllung der Malware-Existenz offline genommen.
  • Aktuell gibt es mehr als 80 bekannte Domains, die von Flame für C&C-Server und mit ihnen verbundenen Domains genutzt wurden und die zwischen 2008 und 2012 registriert wurden.
  • Während der vergangenen vier Jahre haben Server, die die Flame-C&C Infrastruktur stellten, zwischen verschiedenen Orten gewechselt, darunter Hongkong, Türkei, Deutschland, Polen, Malaysia, Lettland, Großbritannien und die Schweiz.
  • Die Flame C&C Domains wurden mit einer beeindruckenden Liste von falschen Identitäten und einer Vielzahl von Einträgen registriert. Die Einträge reichen bis ins Jahr 2008 zurück.
  • Gemäß der Sinkholing-Operation von Kaspersky Lab stammten die infizierten Computer aus verschiedenen Regionen im Mittleren Osten, Europa, Nordamerika und dem asiatisch-pazifischen Raum.
  • Die Angreifer hinter Flame scheinen ein hohes Interesse an PDF-, Office- und AutoCad-Plänen – gehabt zu haben.
  • Die Daten, die auf die Flame-C&C-Server hochgeladen wurden, nutzten relativ simple Verschlüsselungsalgorithmen. Gestohlenen Dokumente wurden mit der Open-Source-Software Zlib und einer modifizierten PPDM-Komprimierung verdichtet.
  • Von allen Windows-Systemen scheinen Rechner mit Windows 7 64 Bit am effektivsten vor Flame zu schützen.

Während der vergangenen Wochen kontaktierte Kaspersky Lab Teams von IT-Sicherheitsfachleuten, so genannte CERTs (Computer Emergency Response Team), in verschieden Ländern, um sie über die C&C-Domains von Flame sowie die IP-Adressen von infizierten Servern zu informieren.

Mitarbeiter von politischen CERT-Institutionen können unter theflame [at] kaspersky [dot] com weitere Informationen zu Flame anfordern.

Weitere Informationen zum Thema unter:

securelist.com
The Roof Is on Fire: Tackling Flame’s C&C Servers



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