Aktuelles, Experten - geschrieben von dp am Dienstag, Juni 30, 2020 21:53 - noch keine Kommentare
Anonymisierung: Konsultationsverfahren erfolgreich
Der BfDI, Prof. Ulrich Kelber, dankt für rege Teilnahme
[datensicherheit.de 30.06.2020] Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI), Prof. Ulrich Kelber, hat die Ergebnisse seines Konsultationsverfahrens zur Anonymisierung personenbezogener Daten veröffentlicht. Wichtigste Erkenntnis sei, dass die Anonymisierung von personenbezogenen Daten mit einer entsprechenden Rechtsgrundlage grundsätzlich möglich wäre – auch im Telekommunikationssektor. „Eine Verpflichtung zur unverzüglichen Löschung ist durch eine Anonymisierung erfüllbar, hier ist allerdings ein strengerer Maßstab anzulegen“, erläutert der BfDI.

Foto: Bundesregierung/Kugler
Prof. Ulrich Kelber: Anonymisierung personenbezogener Daten mit entsprechender Rechtsgrundlage grundsätzlich möglich
Rege Beteiligung am Konsultationsverfahren zur Anonymisierung
Professor Kelber freut sich nach eigenen Angaben „über die rege Beteiligung am Konsultationsverfahren“: Man habe viele Stellungnahmen aus Wirtschaft und Wissenschaft, von Behörden und der Zivilgesellschaft erhalten.
BfDI-Positionspapier zur Anonymisierung publiziert
„Die verschiedenen Ansichten spiegeln dabei die Komplexität des Themas wider. Nach Auswertung aller Beiträge veröffentlichen wir jetzt unser Positionspapier, um für mehr Rechtssicherheit bei den von mir beaufsichtigten Stellen zu sorgen. Ich bedanke mich bei allen, die sich an unserem ersten Konsultationsverfahren beteiligt haben.“
Anonymisierung trotz hoher praktischer Bedeutung nur rudimentär geregelt
Der BfDI hatte demnach den Bedarf für eine Positionierung gesehen, „da die Anonymisierung trotz ihrer hohen praktischen Bedeutung nur rudimentär geregelt ist“. Die DSGVO enthalte lediglich den Hinweis, „dass deren Regelungen nicht für anonyme Informationen gelten“.
Analyse abstrakter Datensätze oft ausreichend
Für viele Forschungsprojekte und Geschäftsmodelle sei die Analyse von abstrakten Datensätzen ausreichend, „selbst wenn der Personenbezug aufgehoben wurde“. Die Anonymisierung könne als ein Mittel angesehen werden, im Einzelfall eine Verarbeitung von Daten überhaupt erst zu ermöglichen. Die Beachtung der datenschutzrechtlichen Grundsätze und insbesondere die Gewährleistung eines dem Risiko angemessenen Schutzniveaus seien dabei so wichtig wie selbstverständlich.
Weitere Informationen zum Thema:
BfDI Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit
Anonymisierung – Eine Standortbestimmung zwischen der DSGVO und dem TKG
datensicherheit.de 28.06.2020
DSGVO-Evaluierung: Erfolg mit Verbesserungspotenzial
Aktuelles, Branche, Gastbeiträge - Apr. 30, 2026 17:46 - noch keine Kommentare
Chaos Engineering für die Cyberresilienz: Wie KI kontrollierte Belastungsproben digitaler Systeme ermöglicht
weitere Beiträge in Experten
- Ransomware-Hotspot: Deutschland als Top-Ziel für Erpresser
- Digitale Hygiene: ERGO empfiehlt Routinen zur Stärkung der Datensicherheit
- Schlechte Noten von IT-Entscheidern: Zwischenbilanz zu einem Jahr Schwarz-Rote Digitalpolitik
- Studie von Red Hat: Deutsche Unternehmen abhängig von globalen KI-Anbietern
- Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt: Bitkom-Kommentar zur Bestandsaufnahme der Expertenkommission
Aktuelles, Branche, Studien - Mai 1, 2026 0:34 - noch keine Kommentare
World Password Day 2026: ESET-Empfehlung zur MFA-Nutzung für zentrale Zugänge zu Netzwerken und Konten
weitere Beiträge in Branche
- Einloggen statt Einbruch: Warnung vor cyberkriminellem Trend
- Chaos Engineering für die Cyberresilienz: Wie KI kontrollierte Belastungsproben digitaler Systeme ermöglicht
- FTAPI gibt CRA-Tipps für KMU: Cyber Resilience Act oft ein Buch mit 7 Siegeln
- Sicherheitsmanagement der Digitalen Angriffsfläche: Ganzheitliche Transparenz und kontinuierliche Kontrolle
- BMDS-Zwischenbilanz: Digitalministerium hat nach einem Jahr viel erreicht – und weiterhin noch viel zu tun
Aktuelles, A, Experten, Service, Wichtige Adressen - Jan. 13, 2026 1:08 - noch keine Kommentare
Registrierung bei ELEFAND: Krisen- und Katastrophenvorsorge bei Auslandsaufenthalten
weitere Beiträge in Service
- DigiCert-Umfrage: Manuelle Zertifikatsprozesse führen zu Ausfällen, Compliance-Fehlern und hohen Verlusten im Unternehmen
- Threat Hunting: Bedeutung und Wertschätzung steigt
- Umfrage: 71 Prozent der IT-Entscheidungsträger besorgt über Mehrfachnutzung von Passwörtern
- Fast die Hälfte der Unternehmen ohne geeignete Sicherheitsrichtlinien für Remote-Arbeit
- Umfrage: Bedeutung der Konsolidierung von IT-Sicherheitslösungen



Kommentieren