Aktuelles, Experten, Studien - geschrieben von dp am Dienstag, November 1, 2016 18:33 - 2 Kommentare
DDoS-Attacken: Nur ein Drittel deutscher Unternehmen ausreichend vorbereitet
Ergebnisse der Umfrage von Link11 und TeleTrusT im Kontext der „it-sa 2016“
[datensicherheit.de, 01.11.2016] Im Rahmen der „it-sa 2016“ hat Link11 in Kooperation mit TeleTrusT nach eigenen Angaben eine Umfrage unter 250 IT-Entscheidern und -Beratern durchgeführt. Aktueller Hintergrund ist demnach die umfassende DDoS-Attacke auf den DNS-Service des Anbieters Dyn gewesen, die u.a. zu Serviceausfällen bei Twitter, „New York Times“ und Netflix führte. Während nur 60 Prozent der Unternehmen selbst von einer steigenden Gefahr durch DDoS ausgingen, seien sich 76,5 Prozent der Berater sicher, dass das Risiko in den kommenden zwölf Monaten Opfer einer DDoS-Attacke zu werden, weiter zunehmen werde.
Über 34 Prozent der Unternehmen bereits einmal DDoS-Opfer
Über 34 Prozent der befragten Unternehmen hätten angegeben, bereits einmal Opfer einer DDoS-Attacke gewesen zu sein. Bei den Beratern seien es über 61 Prozent ihrer Kunden gewesen. Beide Gruppen gäben an, dass es die Angreifer nicht bei einem Angriff belassen würden. 35,4 Prozent der befragten Unternehmen seien schon mehr als zehn Angriffen ausgesetzt gewesen.
DDoS-Schutz: Trotz Zuständigkeit wenig Bereitschaft zum Handeln
Fast drei Viertel der befragten Unternehmen sähen die Zuständigkeit für den DDoS-Schutz beim eigenen Unternehmen. Trotzdem verließen sich nur 39 Prozent der Unternehmen auf dedizierte Schutzlösungen mittels Hardware oder Cloud-Schutz. Laut Angaben der befragten IT-Berater planten nur rund 35,3 Prozent ihrer Kunden, innerhalb der nächsten zwölf Monate einen DDoS-Schutz zu implementieren.
Mehrheit der Unternehmen gibt vor, kein Lösegeld zahlen zu wollen
21 Prozent der befragten Unternehmen hätten angegeben, bereits E-Mails von Erpressern erhalten zu haben, 27,8 Prozent der Unternehmen seien noch nicht betroffen gewesen, würden jedoch bereits ein betroffenes Unternehmen kennen. Bei den Beratern seien bereits 32,1 Prozent der Kunden betroffen gewesen.
Bei der Frage, ob das Unternehmen im Falle einer Erpressung „Schutzgeld“ zahlen würde, habe sich eine überraschende Diskrepanz zwischen Unternehmen und Beratern ergeben: Während 86,7 Prozent der Unternehmen niemals zahlen würden, glaubten gerade einmal 38 Prozent der Berater, dass ihre Kunden nicht zahlen würden; 47,5 Prozent gingen davon aus, dass ihre Kunden auch im Notfall z.B. eine Bitcoin-Zahlung an Erpresser leisten würden.
Weitere Informationen zum Thema:
datensicherheit.de, 28.10.2016
DDoS-Angriff auf DynDNS: Vier Lehren für die Sicherheit im Internet der Dinge
datensicherheit.de, 22.10.2016
Schwerpunkt US-Ostküste: Ausfall beim DNS-Provider Dyn nach DDoS-Attacke
datensicherheit.de, 03.05.2016
DDoS-Attacken: Anstieg um das Vierfache im ersten Quartal 2016
2 Kommentare
Carsten Pinnow
Sehr geehrter Herr Borg,
datensicherheit.de ist ein Nachrichtenportal zu den Themen Datenschutz und Datensicherheit. Wir bieten keine Datensicherungsdienstleistung an. Sie können aber im Internet entsprechende Angebote für Privatpersonen finden.
Redaktion datensicherheit.de
Kommentieren
Aktuelles, Experten, Studien - Apr. 28, 2026 0:48 - noch keine Kommentare
Schlechte Noten von IT-Entscheidern: Zwischenbilanz zu einem Jahr Schwarz-Rote Digitalpolitik
weitere Beiträge in Experten
- Studie von Red Hat: Deutsche Unternehmen abhängig von globalen KI-Anbietern
- Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt: Bitkom-Kommentar zur Bestandsaufnahme der Expertenkommission
- Wettbewerbsvorteil für Unternehmen: Digitale Transformation mit KI muss vorangebracht werden
- Speicherung von IP-Adressen: Bitkom begrüßt prinzipiell Gesetzentwurf und fordert Nachschärfung
- Nutzer-Umfrage: Fast 50 Apps durchschnittlich auf jedem Smartphone installiert
Aktuelles, Branche, Studien - Apr. 28, 2026 0:47 - noch keine Kommentare
BMDS-Zwischenbilanz: Digitalministerium hat nach einem Jahr viel erreicht – und weiterhin noch viel zu tun
weitere Beiträge in Branche
- KI-Resilienz: compacer stellt Unternehmen Checkliste mit 5 Schritten bereit
- Phishing-Bedrohung: Geopolitische Krisen als Aufhänger für Hacker-Attacken
- Getrenntes IT- und OT-Monitoring größter operativer Blinder Fleck
- Claude Mythos: Anthropic könnte Büchse der Pandora geöffnet haben
- Mythos verändert alles: Gesamte Angriffsfläche der Unternehmen im Visier
Aktuelles, A, Experten, Service, Wichtige Adressen - Jan. 13, 2026 1:08 - noch keine Kommentare
Registrierung bei ELEFAND: Krisen- und Katastrophenvorsorge bei Auslandsaufenthalten
weitere Beiträge in Service
- DigiCert-Umfrage: Manuelle Zertifikatsprozesse führen zu Ausfällen, Compliance-Fehlern und hohen Verlusten im Unternehmen
- Threat Hunting: Bedeutung und Wertschätzung steigt
- Umfrage: 71 Prozent der IT-Entscheidungsträger besorgt über Mehrfachnutzung von Passwörtern
- Fast die Hälfte der Unternehmen ohne geeignete Sicherheitsrichtlinien für Remote-Arbeit
- Umfrage: Bedeutung der Konsolidierung von IT-Sicherheitslösungen



Kann ich auch als Privat Person bei Ihnen Daten sichern?
Und wenn ja, wie?
Und was kostet das im Monat??
Gruß Wilfried Borg