Aktuelles, Experten, Studien - geschrieben von dp am Donnerstag, Oktober 21, 2021 18:55 - noch keine Kommentare
Bitkom kommentiert BSI-Lagebericht der IT-Sicherheit 2021
Laut Bitkom-Studie führen Cyber-Angriffe bei 86% aller Unternehmen zu Schäden
[datensicherheit.de, 21.10.2021] Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat am 21. Oktober 2021 seinen Bericht zur Lage der IT-Sicherheit in Deutschland 2021 veröffentlicht. Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung, geht in ihrer Stellungnahme auf die signifikante Bedrohung ein: „Cyber-Angriffe sind zu einer enormen Bedrohung für die deutsche Wirtschaft geworden. Jedes zehnte Unternehmen sieht deshalb laut unseren Erkenntnissen seine Existenz bedroht.“ Der diesjährige BSI-Lagebericht untermauere eindrucksvoll, „wie ernst die Lage für die deutsche Wirtschaft, aber auch für Privatpersonen, Behörden und andere Institutionen ist“.
Bitkom-Warnung: Ransomware-Angriffe auf unsere Wirtschaft besorgniserregend
Cyber-Angriffe hätten laut Bitkom-Studien bei 86 Prozent der Unternehmen in Deutschland zuletzt einen Schaden verursacht. Dehmel erläutert: „Die Wucht, mit der insbesondere Ransomware-Angriffe unsere Wirtschaft erschüttern, ist besorgniserregend und trifft Betriebe aller Branchen und Größen. Die Schäden durch Erpressung, verbunden mit dem Ausfall von Systemen oder der Störung von Betriebsabläufen, sind seit 2019 um 358 Prozent gestiegen.“
Auch Schutzgeld werde mittlerweile im Internet erpresst. Die Angreifer drohten damit, bestimmte Ressourcen gezielt zu überlasten und zum Beispiel Server mit massenhaften Anfragen in die Knie zu zwingen. „Zuletzt waren 27 Prozent der Unternehmen im Land von solchen DDoS-Attacken betroffen.“
Bitkom-Forderung nach zukunftsfähiger IT-Bildung aller Menschen
Dehmel betont: „Darauf müssen wir reagieren. Wir brauchen die Möglichkeit, dass sich jeder Mensch und jedes Unternehmen in Echtzeit über die Cyber-Bedrohungslage informieren kann.“ Dazu müssten wir „Echtzeit-Informationen nutzen und EU-weit in einem zentralen Dashboard sammeln“. Nur wenn Hinweise auf Gefahren sekundengenau gesammelt würden, könnten wir auch umgehend darauf reagieren und uns sowie unsere Wirtschaft besser schützen.
Wesentlich für mehr Cyber-Sicherheit sei auch die zukunftsfähige Bildung aller Menschen. Medienkompetenz und IT-Wissen müssten spätestens ab der Grundschule in die Bildungspläne integriert werden. „Wir brauchen deshalb unbedingt Informatik als Pflichtfach ab Sekundarstufe I“, fordert Dehmel abschließend.
Weitere Informationen zum Thema:
Microsoft
Der Expertenrat
datensicherheit.de, 19.10.2019
BSI: Lagebericht zur IT-Sicherheit 2019 vorgestellt
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