Aktuelles, Branche, Studien - geschrieben von dp am Donnerstag, Juni 6, 2019 22:36 - noch keine Kommentare
Messenger-Nachrichten missbraucht, um Facebook-Profile zu kapern
Phishing-Welle: Betrüger verschicken täuschend echt aussehende Nachrichten
[datensicherheit.de, 06.06.2019] Laut Meldungen der Webportale „T-Online“ und „Mimikama.at“ werden derzeit Phishing-Nachrichten von Kriminellen versendet, um Facebook-Nutzer dazu zu veranlassen, ihre Zugangsdaten preiszugeben, damit deren dortigen Profile anschließend gekapert werden können. Christine Kipke, „Managing Director“ bei KnowBe4 warnt, das „Social Engineering“ die größte Bedrohung für Cyber-Sicherheit sei.
Täuschend echt aussehende Nachrichten verschickt
Die Betrüger verschicken demnach täuschend echt aussehende Nachrichten über Facebook-Gruppen, um das Interesse der Nutzer zu wecken und diese zu überzeugen, auf einen eingebetteten Link zu klicken.
Dieser leite sie auf eine gefälschte Facebook-Seite um. Wenn die Facebook-Zugangsdaten eingegeben werden, landeten diese bei den Kriminellen. Für diese sei es dann ein Leichtes, das Facebook-Konto komplett zu übernehmen, so Kipke.
Gezielte Ausnutzung von Ereignissen und Inhalten
„Social Engineering“ bleibe die größte Bedrohung für Cyber-Sicherheit. Der neuer „APWG Phishing Activity Trends Report 2019“ stelle fest, dass im 2. Quartal 2019 rund 181 Million Phishing-Seiten entdeckt worden seien – ein Anstieg um 30 Prozent im Vergleich zum letzten Quartal.
Kipke: „Aber worin liegt das Problem? Die Antwort ist einfach: Angreifer haben verstanden, dass die gezielte Nutzung von Ereignissen und Inhalten, welche die Emotionen der Opfer ansprechen oder beeinflussen, sie dazu bringt, tendenziell irrational zu reagieren.“ Dies komme besonders bei sogenannten Spearphishing-Attacken vor.
Kontinuierliche Information und Schulung empfohlen
„Diese sind deutlich zielgerichteter und die dahinter steckenden Kriminellen scheinen bereits umfangreiche Informationen über das potenzielle Opfer zu besitzen. Social-Engineering-Attacken dieser Art sind nur noch schwer als Phishing-Anfiffe erkennbar. Dies erklärt, warum sie so erfolgreich sind.“
Nur ausreichendes Wissen um die Vielzahl unterschiedlicher Angriffsmethoden durch die kontinuierliche Information und Schulung der Benutzer reduziere die Erfolgswahrscheinlichkeit von Attacken. Denn dann könnten Anwender viel eher ungewöhnliche Inhalte und Elemente in Nachrichten erkennen. Ein kontinuierliches und nachhaltiges Security-Awareness-Training helfe dabei und stärke die „Human Firewall“ eines jeden Einzelnen sowie der gesamten Organisation.
Weitere Informationen zum Thema:
t-online.de, 06.06.2019
„Trojaner Alarm“ / Falsche Rundfunkbeitrags-Mahnung zielt auf Windows-Nutzer ab
MIMIKAMA
Warnung vor dieser Facebook-Nachricht mit dem Link zu arztpraxis . cf
APWG
Phishing Activity Trends Report 1st Quarter 2019
datensicherheit.de, 30.05.2019
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