Aktuelles, Branche, Studien - geschrieben von dp am Samstag, März 21, 2026 8:37 - noch keine Kommentare
Zimperium warnt vor neuer Banking-Malware-Welle: 1.243 Apps kompromittiert
Zimperium-Sicherheitsforscher stufen aufgedeckte cyberkriminelle Aktivitäten als Bestandteil ausgeklügelter und skalierbarer Kampagnen ein
[datensicherheit.de, 21.03.2026] Zimperiums aktueller Sicherheitsreport über Mobile-Banking hat demnach 34 Malware-Familien identifiziert, welche 1.243 Apps für Bank-, Finanz- und „Kryptogeld“-Geschäfte in 90 Ländern kompromittieren – diese neue Sicherheitsstudie zeige, dass Mobile-Banking-Apps die größte Gefahr für Finanzbetrug seien. So verbreite sich in Deutschland die neue Schadsoftware „Crocodilus“ besonders schnell – dieser „Android“-Banking-Trojaner habe sich auf die Geräteübernahme, Raub von Bankdaten und den Diebstahl von „Kryptowährungen“ spezialisiert.

Abbildung: Zimperium
„2026 Banking Heist Report“: Dokumentation einer gewachsenen Bedrohungslandschaft, welche klassische Verteidigungsmechanismen grundlegend aushebelt
Bedrohungsakteure entwickeln Angriffskampagnen kontinuierlich weiter
Im Laufe des Jahres 2025 habe das „zLabs“-Team von Zimperium 34 aktive Malware-Familien identifiziert, welche mobile Anwendungen von 1.243 Finanzinstitute in 90 Ländern gefährdeten.
- Die Zahl der mit „Android“-Malware gesteuerten Finanztransaktionen sei im Jahresvergleich um 67 Prozent gestiegen. Zimperium-Sicherheitsforscher sehen darin „keine isolierten Vorfälle“, sondern stufen solche Aktivitäten als „Bestandteil ausgeklügelter und skalierbarer Kampagnen“ ein.
Bedrohungsakteure entwickelten ihre Angriffskampagnen kontinuierlich weiter, um App-Sicherheitskontrollen zu umgehen und betroffene Organisationen sowie ihre Kunden zu schädigen.
Zentrale Ergebnisse der aktuellen Zimperium-Studie im Überblick:
- In Deutschland seien insgesamt 48 Malware-Familien aufgespürt worden – die Malware-Familie „Crocodilus“ stelle dabei eine neue Gefahr dar. Diese mobile Schadsoftware nutze „Blackout“-Modi, welche „Android“-Mobilgeräte im ausgeschalteten Zustand anzeigten, während tatsächlich heimlich Geldüberweisungen durchgeführt würden.
- Die meisten Mobilangriffe in Europa erfolgten über ausgeklügelte 2FA-Bypass-Tools wie „Teabot“ und „Godfather“.
- Hauptangriffsziel seien die USA: Dort gebe es weltweit die meisten attackierten Finanz-Apps – mittlerweile würden 162 Banking- und Fintech-Apps ins Visier genommen.
- „TsarBot“, „CopyBara“ und „Hook“: Diese drei Malware-Familien zusammen visierten mehr als 60 Prozent der weltweit untersuchten Banking- und Fintech-Apps an.
- Nach dem Betrug ist vor der Erpressung: In jedem zweiten Fall verfügten die analysierten Malware-Familien auch über Möglichkeiten zur finanziellen Erpressung – beispielsweise mit Ransomware-Funktionen zur Verschlüsselung aller Daten eines infizierten Endgeräts.

Foto: Zimperium
Krishna Vishnubhotla: KI-Technologien beschleunigen die Entwicklung von Schadsoftware, die zuvor hochqualifizierten Angreifer vorbehalten war
Weiterentwicklung der Mobile-Banking-Malware kann zu vollständiger Kontrolle über mobile Gerät führen
Der nun vorliegende „2026 Banking Heist Report“ dokumentiert laut Zimperium „eine gewachsene Bedrohungslandschaft, die klassische Verteidigungsmechanismen grundlegend aushebelt“. Die Ergebnisse verdeutlichten, dass Betrug nicht erst auf dem Server, sondern bereits auf mobilen Endgeräten beginne. Finanzinstitute könnten skalierbare Betrugsversuche verhindern und gesetzliche Sicherheitsregularien einhalten, „indem sie Mobil-Apps gegen ,Reverse Engineering’ härten, die Laufzeit-Integrität sicherstellen und Geräterisiken analysieren“.
- „KI-Technologien beschleunigen die Entwicklung von Schadsoftware, die zuvor hochqualifizierten Angreifer vorbehalten war. Die enorme Weiterentwicklung von Mobile-Banking-Malware bedeutet, dass nicht nur Passwörter gestohlen, sondern die vollständige Kontrolle über ein Gerät erreicht werden kann“, erläutert Krishna Vishnubhotla, „Vice President of Product Strategy“ bei Zimperium.
Abschließend gibt er warnend zu bedenken: „Moderne Banktrojaner fangen Authentifizierungscodes und Telefonate ab und verbergen sich vor Sicherheitssystemen. Sie täuschen legitime Online-Banking-Verbindungen vor, die weder auf Kunden- noch Bankseite verdächtig wirken. Wird der Betrug entdeckt, ist es bereits zu spät!“
Weitere Informationen zum Thema:
Zimperium
The World Leader in Mobile Device & Application Security
ZIMPERIUM
Krishna Vishnubhotla / Mobile App Security Expert
Zimperium
2026 Mobile Banking Heist Report
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