Aktuelles, Branche, Produkte - geschrieben von dp am Mittwoch, April 27, 2016 19:06 - noch keine Kommentare
EU-Datenschutz-Grundverordnung macht Unbefugte zum teuren Risiko für Unternehmen
Betriebe müssen nun genau prüfen und festzulegen, welche Person in welcher Funktion Zugriff auf welche Daten und Informationen hat
[datensicherheit.de, 27.04.2016] Die Digitale Transformation basiert auf Daten, aber eben nicht nur – auch auf Maschinen, Produkten, Fertigungsprozessen und eben Personen, Unternehmen und Netzwerken. Im Kontext der kürzlich endgültig verabschiedeten EU-Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) werde der „Unbefugte“ nun zum „teuersten Problem der Wirtschaft“, warnt die Protected Networks GmbH aus Berlin.
Verarbeitung personenbezogener Daten als Fußangel
„Ein Mitarbeiter, der in Daten Einblick hat, obwohl er diese spezifischen Informationen für seine Tätigkeit nicht benötigt, kann mit dem DS-GVO zum teuren Krisenfall werden. Die Bußgelder betragen bis zu vier Prozent vom weltweit erwirtschafteten Jahresumsatz“, erläutert Matthias Schulte-Huxel, „CSO“ bei Protected Networks. Bei einem Konzern könnte ein ernsthafter Datenskandal also eine Strafzahlung in Milliarden-Höhe nach sich ziehen. Als ernsthafter Verstoß gelte dabei die Nichteinhaltung der Grundsätze in Bezug auf die Verarbeitung personenbezogener Daten (Artikel 5) sowie der Bestimmungen zur Einwilligung betroffener Personen (Artikel 7).
„Access Rights Management“ wichtiger als je zuvor
„Es ist wichtiger denn je, im Unternehmen genau zu prüfen und festzulegen, welche Person in welcher Funktion Zugriff auf welche Daten und Informationen hat“, erläutert Schulte-Huxel.
Unbefugte Zugriffe auf Daten seien damit dringlich zu verhindern, schaffbar sei das nur mit einer firmeninternen Lösung für das „Access Rights Management“. Schließlich gehe es nicht nur um den Schutz vor Zugriffen, sondern auch um den Nachweis, dass ein Zugriff nicht möglich gewesen sei.
Protected Networks habe eine Lösung bereits lange vor der DS-GVO so entwickelt, dass auf Knopfdruck ersichtlich sei, wer welche Berechtigungen im Unternehmen hat. Anpassungen der Zugriffsrechte seien dabei ebenso leicht möglich, jeder Eingriff werde dabei protokolliert und ist revisionssicher verwahrt, so Schulte-Huxel über „8MAN“. Über einfache Nutzerschnittstellen könnten auch Fachabteilungen die Rechtevergabe umsetzen – jederzeit durch ein Vieraugen-Prinzip abgesichert. Die wesentlichen Forderungen der DS-GVO seien damit erfüllt, um unbefugte Zugriffe auszuschließen.
Ambitionierte 72-Stunden-Meldefrist
In Artikel 31 der DS-GVO ist geregelt, dass eine Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten innerhalb von 72 Stunden nach Bekanntwerden an die zuständige Aufsichtsbehörde zu melden ist – unter der Bedingung, dass die Verletzung zu einem Risiko für die persönlichen Rechte und Freiheiten der betroffenen Personen führen kann.
Allerdings müssten auch kleinere Verletzungen intern dokumentiert werden und jederzeit nachvollziehbar sein. Auch hierzu biete „8MAN“ aktive Hilfe, denn auch die Zugriffe würden protokolliert. „Selbst wenn der CIO sich selber alle nötigen Rechte verleiht, Daten kopiert und nachher die Berechtigungen wieder löscht: 8MAN weiß das“, betont Schulte-Huxel.
Aktuelles, Experten, Studien - Apr. 28, 2026 0:48 - noch keine Kommentare
Schlechte Noten von IT-Entscheidern: Zwischenbilanz zu einem Jahr Schwarz-Rote Digitalpolitik
weitere Beiträge in Experten
- Studie von Red Hat: Deutsche Unternehmen abhängig von globalen KI-Anbietern
- Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt: Bitkom-Kommentar zur Bestandsaufnahme der Expertenkommission
- Wettbewerbsvorteil für Unternehmen: Digitale Transformation mit KI muss vorangebracht werden
- Speicherung von IP-Adressen: Bitkom begrüßt prinzipiell Gesetzentwurf und fordert Nachschärfung
- Nutzer-Umfrage: Fast 50 Apps durchschnittlich auf jedem Smartphone installiert
Aktuelles, Branche, Studien - Apr. 28, 2026 0:47 - noch keine Kommentare
BMDS-Zwischenbilanz: Digitalministerium hat nach einem Jahr viel erreicht – und weiterhin noch viel zu tun
weitere Beiträge in Branche
- KI-Resilienz: compacer stellt Unternehmen Checkliste mit 5 Schritten bereit
- Phishing-Bedrohung: Geopolitische Krisen als Aufhänger für Hacker-Attacken
- Getrenntes IT- und OT-Monitoring größter operativer Blinder Fleck
- Claude Mythos: Anthropic könnte Büchse der Pandora geöffnet haben
- Mythos verändert alles: Gesamte Angriffsfläche der Unternehmen im Visier
Aktuelles, A, Experten, Service, Wichtige Adressen - Jan. 13, 2026 1:08 - noch keine Kommentare
Registrierung bei ELEFAND: Krisen- und Katastrophenvorsorge bei Auslandsaufenthalten
weitere Beiträge in Service
- DigiCert-Umfrage: Manuelle Zertifikatsprozesse führen zu Ausfällen, Compliance-Fehlern und hohen Verlusten im Unternehmen
- Threat Hunting: Bedeutung und Wertschätzung steigt
- Umfrage: 71 Prozent der IT-Entscheidungsträger besorgt über Mehrfachnutzung von Passwörtern
- Fast die Hälfte der Unternehmen ohne geeignete Sicherheitsrichtlinien für Remote-Arbeit
- Umfrage: Bedeutung der Konsolidierung von IT-Sicherheitslösungen



Kommentieren