Aktuelles, Experten, Positionspapier - geschrieben von dp am Dienstag, Juli 14, 2026 0:57 - noch keine Kommentare
EU-Bericht zum Kinderschutz im Internet: Bitkom fordert risikobasierten Ansatz als Leitprinzip zu erhalten
Am 13. Juli 2026 hat ein Expertengremium der EU-Kommissionspräsidentin einen Bericht mit Empfehlungen zum Kinderschutz in der Digitalen Welt und der möglichen Einführung eines Mindestalters für Soziale Netzwerke vorgelegt
[datensicherheit.de, 14.07.2026] Laut einer Meldung des Digitalverbands Bitkom e.V. vom 13. Juli 2026 hat an diesem Tag ein Expertengremium der EU-Kommissionspräsidentin, Ursula von der Leyen, einen Bericht mit Empfehlungen zum Kinderschutz in der Digitalen Welt und der möglichen Einführung eines Mindestalters für Soziale Netzwerke vorgelegt. Der Bitkom-Hauptgeschäftsführer, Dr. Bernhard Rohleder, begrüßt in seinem Kommentar grundsätzlich, Kinder und Jugendliche im Digitalen Raum wirksam zu schützen und den Jugendmedienschutz europäisch besser abzustimmen – er unterstreicht indes, dass Schutz, Befähigung und Teilhabe dabei immer gemeinsam gedacht werden müssen.

Foto: Bitkom e.V.
Dr. Bernhard Rohleder betont, dass Kinder und Jugendliche nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden sollten – es gilt, sie sicher, altersgerecht und mit elterlicher Unterstützung an digitale Angebote heranzuführen
„Digital Services Act“ verpflichtet Web-Plattformen bereits heute zu Schutzmaßnahmen für Minderjährige
„Bitkom unterstützt das Ziel, Kinder und Jugendliche im Digitalen Raum wirksam zu schützen und begrüßt, dass der Jugendmedienschutz europäisch besser abgestimmt werden soll!“, so Rohleder.
- Der von den Experten vorgeschlagene risikobasierte und begleitete Zugang für Kinder unter 13 Jahren sei grundsätzlich sinnvoll. Jedoch merkt er an: „Schutz, Befähigung und Teilhabe müssen dabei immer gemeinsam gedacht werden!“
Der „Digital Services Act“ verpflichte Web-Plattformen bereits heute zu Schutzmaßnahmen für Minderjährige. Zudem sähen viele Angebote in ihren Nutzungsbedingungen bereits ein Mindestalter von 13 Jahren vor. Entscheidend sei deshalb, bestehende Regeln konsequent umzusetzen und durchzusetzen. Dabei sollte der risikobasierte Ansatz weiterhin das Leitprinzip bleiben.
Soziale Medien auch für junge Menschen wichtige zum Austausch, zur Information und gesellschaftlichen Teilhabe
Pauschale Zugangsbeschränkungen oder Verbote für ganze Altersgruppen wären dagegen der falsche Weg. „Soziale Medien sind auch für junge Menschen wichtige Orte für Austausch, Information und gesellschaftliche Teilhabe. Kinder und Jugendliche sollten deshalb nicht grundsätzlich ausgeschlossen, sondern sicher, altersgerecht und mit elterlicher Unterstützung an digitale Angebote herangeführt werden“, gibt Rohleder zu bedenken.
- Medienkompetenz entstehe durch begleitete Praxis, nicht durch Ausschluss.
Gemeinsam mit elf weiteren hochrangigen Organisationen hat Bitkom erst kürzlich eine Erklärung zum Umgang von Kindern und Jugendlichen mit Digitalen Räumen veröffentlicht.
Weitere Informationen zum Thema:
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Dr. Bernhard Rohleder: Hauptgeschäftsführer Bitkom e.V.
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Gemeinsame Erklärung: Kinder und Jugendliche nicht aus digitalen Räumen ausschließen
datensicherheit.de, 01.06.2026
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