Aktuelles, Branche - geschrieben von am Mittwoch, Oktober 20, 2021 15:51 - noch keine Kommentare

Acer India: Massiver Hacker-Angriff und Diebstahl von 60 GB an Dateien und Datenbanken

Vectra AI kommentiert Acer-Vorfall in Indien und Taiwan und rät Unternehmen, stets davon auszugehen, dass Angreifer bereits eingedrungen sind

[datensicherheit.de, 20.10.2021] Es gibt laut Vectra AI aktuelle Nachrichten, dass die After-Sales-Service-Systeme von Acer in Indien massiv von Hackern angegriffen worden seien. Cyber-Kriminelle haben demnach behauptet, mehr als 60 GB an Dateien und Datenbanken von den Servern von Acer gestohlen zu haben, darunter Kunden-, Händler- und Partnerdaten. Zu den gestohlenen Informationen gehörten Informationen zu Kunden, Anmeldeinformationen, welche von Tausenden Acer-Händlern und -Distributoren verwendet würden, sowie Unternehmens-, Finanz- und Prüfungsdokumente.

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Foto: Vectra AI

Andreas Riepen: Wahrscheinlich bereits reichhaltige Daten genutzt, um anderen Cyber-Kriminellen Acer-Zugang zu verkaufen…

Acer und Partnerunternehmen könnten wiederholt angegriffen werden

„Ausgestattet mit einem Schatz an gestohlenen Informationen über Acer-Kunden, Einzelhändler und Distributoren haben die Angreifer wahrscheinlich bereits diese reichhaltigen Daten genutzt, um anderen cyber-kriminellen Gruppen den Zugang zu verkaufen, kommentiert Andreas Riepen von Vectra AI.
Sie hätten auch die Logins betroffener Einzelhändler und Distributoren nutzen können, um gezielte Phishing-Angriffe durchzuführen und sich auf andere Organisationen auszubreiten. Je mehr Informationen gestohlen werden, desto einfacher sei es für Angreifer, Rechte zu eskalieren, sich seitlich durch Systeme zu bewegen und Schutzmaßnahmen zu umgehen.

Sicherheitsbewusste Unternehmen sollten Acer-Vorfall als Warnung annehmen

„Aber immer wieder sehen wir, wie Angreifer riesige Mengen an Kunden-, Unternehmens- und Finanzdaten absaugen und dabei um Präventionstools herumlaufen“, berichtet Riepen. Stattdessen müssten Unternehmen davon ausgehen, „dass es bereits einen erfolgreichen Angriff bzw. Eindringen gegeben hat oder bald geben wird“. Nur mit dieser Einstellung könnten sie eine ausreichende Widerstandsfähigkeit gegen diese Unvermeidlichkeit aufbauen.
Riepen führt aus: „Indem sie davon ausgehen, dass sie bereits kompromittiert sind und aktiv nach Anzeichen eines Angriffs suchen, sind sicherheitsbewusste Unternehmen in der Lage, alle Arten von Angriffen rechtzeitig zu erkennen und zu stoppen, bevor sie zu Sicherheitsverletzungen werden.“

Weitere Informationen zum Thema:

datensicherheit.de, 17.08.2021
Vectra kommentiert massiven Hacker-Angriff auf T-Mobile-Kundendaten

BLEEPINGCOMPUTER, Sergiu Gatlan, 14.10.2021
Acer confirms breach of after-sales service systems in India



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