Datendiebstahl: Warnung vor eiligen Schuldzuweisungen

Datendiebstahl: Warnung vor eiligen Schuldzuweisungen.

Statt „politischer Schnellschüsse“ empfiehlt der Bitkom Aufklärung der Hintergründe, Schadensbegrenzung und Präventionsmaßnahmen

[datensicherheit.de, 04.01.2019] Zu dem am 4. Januar 2019 bekannt gewordenen Diebstahl zahlreicher, auch privater Daten von Politikern und Prominenten hat auch der Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder Stellung bezogen – er warnt vor eiligen Schuldzuweisungen und politischen Schnellschüssen.

Sachlage unverzüglich klären und für Transparenz sorgen!

„Beim aktuellen Datendiebstahl ist vieles unbekannt und so warnen wir vor eiligen Schuldzuweisungen und politischen Schnellschüssen“, so Rohleder. Zunächst einmal müsse es darum gehen, „die Sachlage unverzüglich zu klären und für Transparenz zu sorgen“.
Im Mittelpunkt müsse stehen, den Schutz der Privatsphäre der aktuell Betroffenen bestmöglich wiederherzustellen und die Täter mit allen verfügbaren Mitteln der Forensik ausfindig zu machen sowie zur Verantwortung zu ziehen. Hierbei könnten auch Bitkom-Unternehmen Unterstützung geben.

Behörden sollten Sicherheitslücken melden und nicht als „Backdoors“ nutzen!

„Sicherheit lebt vom Mitmachen, denn jede Sicherheitskette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied“, betont Dr. Rohleder. Die Unternehmen seien gefordert, ihre Produkte zu härten und ihre Mitarbeiter in „puncto IT-Sicherheit immer aktuell zu schulen“.
Die Politik sei gefordert, den Rechtsrahmen so zu optimieren, dass insbesondere der Einsatz von Ende-zu-Ende-Verschlüsselung möglich bleibt. Außerdem sollte sie die Behörden anweisen, bekannte Sicherheitslücken immer umgehend an die betroffenen Unternehmen zu melden anstatt sie offen zu halten, um sie selbst als „Backdoors“ nutzen zu können.

Verfügbare Sicherheitsinstrumente und -methoden im Alltag nutzen!

Rohleder: „Und jeder Einzelne von uns ist gefordert, verfügbare Sicherheitsinstrumente wie starke Passwörter, Virenscanner, Firewalls sowie regelmäßige Updates aktiv zu nutzen.
Bitkom empfiehlt insbesondere den Einsatz der so genannten Zwei-Faktor-Authentifizierung, auf die derzeit viele Verbraucher noch verzichten.“

Weitere Informationen zum Thema:

datensicherheit.de, 04.01.2019
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datensicherheit.de, 04.01.2019
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