Aktuelles, Branche - geschrieben von am Donnerstag, Januar 19, 2017 18:50 - noch keine Kommentare

Forderung für 2017: Sicherheitslücken im Internet der Dinge besser schließen

Warnung der PSW GROUP vor alten Bedrohungen und neuen Herausforderungen

[datensicherheit.de, 19.01.2017] 2017 wird nach Einschätzung der IT-Sicherheitsexperten der PSW GROUP „ganz im Zeichen des Datenschutzes“ stehen. Doch während Unternehmen in diesem Jahr damit beschäftigt sein würden, die geforderten Änderungen in Dokumentations-, Rechenschafts- und weiteren neuen Pflichten entlang der EU-Datenschutz-Grundverordnung bis 25. Mai 2018 zu erfüllen, dürften sie „ihre IT-Sicherheit nicht aus den Augen verlieren“.

Ransomware: Bedrohung steigt weiter

„Insbesondere im ersten Halbjahr werden noch sehr viele Unternehmen, aber auch Privatanwender, es mit erpresserischen Trojanern zu tun bekommen. Für das zweite Halbjahr erhoffe ich mir Lösungen, die den Umlauf von Ransomware erfolgreicher stoppen als das aktuell noch der Fall ist“, so Christian Heutger, Geschäftsführer der PSW GROUP.
Die günstigste Lösung gegen Ransomware-Bedrohungen ist seiner Meinung nach übrigens eine „gute Backup-Strategie, die Daten vor erpresserischen Raubzügen schützen“ kann.

Herausforderungen an die Sicherheit durch das Internet der Dinge

2017 werde das Internet der Dinge (engl. „Internet of Things“ / IoT) weiter wachsen – inklusive der Herausforderungen an die Sicherheit: Aufgrund steigender Marktdurchdringung der intelligenten Geräte nehme auch die Menge an Altgeräten zu, die besonders anfällig für Angriffe seien.
„Crossover-Bedrohungen sind sehr wahrscheinlich. Das Internet der Dinge erfordert den Austausch von Daten vom Rechner bzw. Smartphone über das Heimnetzwerk zu den intelligenten Geräten. Eine Strecke, die leider wunderbar für Angriffe genutzt werden kann“, erläutert Heutger.

Um diesen Bedrohungen Herr zu werden, seien viele Seiten gefordert:

  • - Nutzer brauchten Kenntnisse und Fähigkeiten darin, Bedrohungen effizient zu reduzieren;
  • - IoT-Hersteller seien gefordert, sichere Produkte zu entwerfen und diese mit einer Art „Verfallsdatum“ zu versehen (denn wenn ein Gerät nicht mehr mit Updates versorgt wird, müssten Nutzer das wissen – ähnlich wie bei einem alten Betriebssystem, das vom Entwickler nicht mehr mit Sicherheitsupdates versorgt wird).

Für nutzbare, einfacher anzuwendende Technik, die effizienter schützt!

2016 habe das IoT-Botnetz-Phänomen öffentliche Aufmerksamkeit erlangt. Politische Hintergründe solcher Angriffe machten dem Willen Platz, Firmen erpressen zu wollen. Solange IoT-Geräte jedoch weiterhin unzureichend gesichert würden, werde es schwierig, sie allumfassend zu patchen und Sicherheitslücken somit auszuschließen.
Zwar stünden für zahlreiche ältere IoT-Geräte Patches zur Verfügung. Deren Anwendung sei derzeit jedoch noch derart kompliziert, dass Anwender lieber mit der Sicherheitslücke lebten anstatt Patches einzuspielen. „Hier sehen wir im zweiten Halbjahr 2017 eine Trendwende. Langsam aber müssen Hersteller reagieren, weil die Bedrohungen steigen“, fordert Heutger. Es brauche nutzbare Techniken, die einfacher anzuwenden sind und effizient schützen. „Eine Gratwanderung, die hoffentlich Mitte bis Ende 2017 gelingt“, so der Geschäftsführer der PSW GROUP.

Gezielte Angriffe auf Mobilgeräte und via „Social Media“

Der IT-Sicherheitsexperte geht nach eigenen Angaben weiterhin davon aus, dass hochentwickelte Angriffe, die gezielt auf Hard- und Firmware abgefeuert werden, zunehmen werden.
Heutger zeichnet dazu verschiedene Szenarien: „Wir müssen davon ausgehen, dass Cyber-Kriminelle gezielt Mobilgeräte angreifen werden, um Login-Daten zu stehlen. Diese können per Datenverkauf für gute Umsätze sorgen oder aber dazu dienen, direkten Zugang zum Bankkonto herzustellen oder Kreditkartendaten abzugreifen.
Bedingt durch den wachsenden Trend zur künstlichen Intelligenz, des ‚Deep Learning‘, also maschinelles Lernen, als Grundlage habe, werde sich zudem die soziale Manipulation ausbreiten. In der Folge würden ‚Social Media‘-Angriffe gezielter und schneller möglich sein.“



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