Aktuelles, Branche - geschrieben von am Mittwoch, Oktober 25, 2017 17:25 - noch keine Kommentare

Neue Ransomware grassiert: Bad Rabbit bringt Branche in Aufruhr

Globale Cyber-Attacke auf Unternehmen und Infrastruktur befürchtet

[datensicherheit.de, 25.10.2017] Branchenvertreter auf dem Gebiet der IT-Sicherheit warnen in aktuellen Stellungnahmen, dass auch Deutschland erneut das Ziel einer Cyber-Attacke werden könnte. So befürchtet ESET globale Attacken auf Unternehmen und Infrastruktureinrichtungen.

Zunächst Angriffe aus Russland und der Urkaine gemeldet

Bisher sollen unter anderem eine russische Nachrichtenagentur, der Flughafen in Odessa, das U-Bahn-Netz in Kiew, sowie das ukrainische Ministerium für Infrastruktur und Finanzen zu den Betroffenen gehören.
Die IT-Security-Experten von ESET verzeichnen nach eigenen Angaben seit dem 24. Oktober 2017 eine weltweite Ausweitung dieser Cyber-Attacken. Auch deutsche Unternehmen könnten nun zur Zielscheibe werden.

Von einer globalen Ausbreitung ist auszugehen

Die russische Nachrichtenagentur Interfax soll am u.a. Opfer des Kryptotrojaners namens „Bad Rabbit“ geworden sein. Neben der Ukraine und Russland seien bereits Computersysteme in der Türkei und Bulgarien betroffen.
„Wir sind uns sicher, dass auch Deutschland im Zuge des laufenden Cyber-Angriffs zur Zielscheibe wird. Auch bei den vergangenen Ransomware-Angriffen gerieten deutsche Unternehmen und Infrastrukturanbieter ins Fadenkreuz der Täter“, so ESET-Sprecher Thorsten Urbanski.

„Watering Hole“-Angriff: Verbreitung per Drive-by-Infektion

ESET hat nach eigenen Angaben den Angriff mit der als „Bad Rabbit“ (auch „Diskcoder.D“) bezeichneten Ransomware in der Ukraine als erstes Security-Unternehmen entdeckt und die Schadsoftware bereits am gestrigen Tag analysiert:
Der Angriff sei über einen sogenannten „Watering Hole“-Angriff per Drive-by-Infektion erfolgt. Hierbei würden populäre Webseiten, die von der Zielgruppe in der Regel häufig besucht werden, mit Schadcode präpariert. Für eine Infektion sei der reine Besuch der Webseite ausreichend – das Herunterladen und Öffnen einer Datei sei dafür nicht notwendig.

Ausbreitung mit globalem Schadenspotenzial

„Bad Rabbit“ habe nach ersten Analysen ebenfalls das Potenzial, global großen Schaden anzurichten.
ESET rät Betroffenen, das geforderte Lösegeld generell nicht zu bezahlen: „Es besteht keine Garantie, dass Nutzer nach erfolgter Lösegeldzahlung auch wirklich ihre Daten zurück bekommen“, so Urbanski. Mit Zahlung des Lösegelds würden zudem die Cybercrime-Strukturen für kommende Angriffe mitfinanziert.



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