Aktuelles, Branche - geschrieben von cp am Samstag, März 9, 2019 20:29 - noch keine Kommentare
Sicherheitslücken: Ultraschallgeräte als Einfallstore in Krankenhäusern
Verlust und zur Weitergabe personenbezogener Daten drohen
[datensicherheit.de, 09.03.2019] Die Sicherheitsforscher von Check Point warnen vor Sicherheitslücken in Ultraschallgeräten. Diese sind mit dem Krankenhausnetzwerk verbunden und enthalten Schwachstellen, die sich auf fehlende Patch-Management-Möglichkeiten, mangelnde Verschlüsselung bei der Datenübertragung und voreingestellte, staatliche Anmeldeinformationen zurückführen lassen. Das Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Cyberangriffs auf Krankenhäuser und Hospitäler steigt dadurch. Solche Angriffe können zum Verlust und zur Weitergabe personenbezogener Daten führen, oder zur gefährlichen Manipulation der Behandlungen, indem Hacker die medizinischen Informationen eines Patienten über Medikamente, Dosierungen usw. ändern oder MRI-, Ultraschall- und Röntgen-Geräte übernehmen.
Gesundheitsorganisationen müssen auf die zahlreichen Einstiegspunkte achten, die in ihrem Netzwerk vorhanden sind. Es ist jedoch unmöglich, jede dieser Schwachstellen zu erkennen. Darum ist es unerlässlich, dass Gesundheitsorganisationen über eine fortschrittliche Sicherheitslösung verfügen, um die unvermeidlichen Angriffe rechtzeitig zu erkennen.
Datentrennung wichtig
Die Sicherheitsforscher von Check Point empfehlen deshalb eine Trennung der Patientendaten vom Rest des IT-Netzwerks. Diese Maßnahme ermöglicht den IT-Mitarbeitern im Gesundheitswesen eine klare Sicht auf den Netzwerkverkehr, um ungewöhnliche Bewegungen zu erkennen, die auf einen Verstoß oder eine Beeinträchtigung des IoMT-Geräts hinweisen könnten. Mit der Segmentierung verhindern Unternehmen, dass sich Datendiebstahl oder Verschlüsselung von Malware weiter im Netzwerk ausbreiten und isolieren so die Bedrohung. Schließlich sollte die Segmentierung auch für das Krankenhauspersonal gelten, das nur dann den Zugriff auf die Netzwerke haben sollte, wenn es diesen tatsächlich benötigt.
Netzwerksegmentierung bewährte Methode
Vernetzte medizinische Geräte liefern Patienten und Dienstleistern von Krankenhäusern potentiell lebensrettende Informationen und ermöglichen einen effizienten Umgang mit diesen Informationen. Krankenhäuser müssen sich jedoch der Schwachstellen bewusst sein, die mit diesen Geräten einhergehen. Die Netzwerksegmentierung ist eine bewährte Methode, die es IT-Fachkräften im Gesundheitswesen ermöglicht würde, neue, wie digitale medizinische Lösungen anzunehmen und gleichzeitig eine weitere Sicherheitsebene für den Netzwerk- und Datenschutz zu schaffen – ohne die Leistung oder Zuverlässigkeit zu beeinträchtigen.
In einem Video haben die Sicherheitsforscher simuliert, wie sie ein Ultraschallgerät hacken könnten.
Weitere Informationen zum Thema:
Check Point
UltraHack: The Security Risks of Medical IoT
datensicherheit.de, 21.11.2018
Angriffe auf Krankenhäuser über E-Mails: Problem ist Teil der Lösung
datensicherheit.de, 31.01.2018
Experten fordern neue Cyber-Sicherheitsansätze für bildgebende Medizingeräte
datensicherheit.de, 17.11.2016
Schutz sensibler personenbezogener Daten in Krankenhäusern und Behörden
Aktuelles, Experten, Veranstaltungen - Mai 17, 2026 0:54 - noch keine Kommentare
Nachfrage nach KI-Kompetenz: Masterstudiengang „Digital Transformation Management“ als Reaktion auf Zunahme
weitere Beiträge in Experten
- Datensouveränität im KI-Zeitalter als strategisches Muss für IT-Entscheider
- Motivation der Digitalministerkonferenz in Hamburg: Verwaltung und Staat für Digitalisierung und Vernetzung fit zu machen
- Bundeslagebild Cybercrime 2025: Deutlicher Anstieg bei DDoS-Angriffen
- SBOM for AI: G7-Richtlinie zur Software Bill of Materials for Artificial Intelligence veröffentlicht
- How tech giants are building data centers for the next generation of AI
Aktuelles, Branche, Studien - Mai 17, 2026 0:59 - noch keine Kommentare
Erstmals seit Jahren: Anzahl der pro Person verwalteten Passwörter sinkt laut NordPass-Studie
weitere Beiträge in Branche
- Ransomware-Gruppe „Nitrogen“ hat Foxconn-Werk in den USA angegriffen
- HarfangLab: Europas KMU laut Bundeslagebild Cyberkriminalität 2025 stärker gefährdet als je zuvor
- NIS-2-Umsetzung: Trotz Investitionen in IT-Sicherheit hinken viele Krankenhäuser hinterher
- Fußball-Weltmeisterschaft 2026: Cyberkriminelle Hochsaison voraus
- How tech giants are building data centers for the next generation of AI
Aktuelles, A, Experten, Service, Wichtige Adressen - Jan. 13, 2026 1:08 - noch keine Kommentare
Registrierung bei ELEFAND: Krisen- und Katastrophenvorsorge bei Auslandsaufenthalten
weitere Beiträge in Service
- DigiCert-Umfrage: Manuelle Zertifikatsprozesse führen zu Ausfällen, Compliance-Fehlern und hohen Verlusten im Unternehmen
- Threat Hunting: Bedeutung und Wertschätzung steigt
- Umfrage: 71 Prozent der IT-Entscheidungsträger besorgt über Mehrfachnutzung von Passwörtern
- Fast die Hälfte der Unternehmen ohne geeignete Sicherheitsrichtlinien für Remote-Arbeit
- Umfrage: Bedeutung der Konsolidierung von IT-Sicherheitslösungen



Kommentieren