Aktuelles, Branche - geschrieben von dp am Freitag, Mai 12, 2017 19:46 - noch keine Kommentare
Wana-Ransomware: Weltweite Cyber-Attacke auf kritische Infrastrukturen
Aktueller „Threat-Alert“ von Malwarebytes vom 12. Mai 2017
[datensicherheit.de, 12.05.2017] In Bezug auf die am 12. Mai 2017 stattgefundenen weltweiten Cyber-Attacke auf kritische Infrastrukturen hat sich Malwarebytes mit ersten Erkenntnisse zu der Malware „Wana“ gemeldet. „Wana“ sei der einzige sich durchziehende Name; die graphische Benutzeroberfläche der Ransomware selbst nutze den Namen „Wana Decrytpt0r“; aber es seien auch schon die Namen „WannaCry“, „Wanna Cryptor“ etc. aufgetaucht.
Bekannte Schwachstelle genutzt, um in Netzwerke einzudringen
Es handelt sich demnach hierbei um einen sich schnell verbreitenden Ransomware-Typ, der kritische Infrastrukturen lahmlegt.
Es existierten starke Indizien dafür, dass er eine bekannte Schwachstelle nutzt, um in Netzwerke einzudringen und sich lateral zu verbreiten. Die besagte Schwachstelle sei Teil eines geleakten NSA-Hacking-Tools einer Gruppe namens „The Shadow Brokers“ (Codename „ETERNALBLUE“). Dieses NSA-Tool verschaffe den Angreifern über einen Exploit der SMB&NBT-Protokolle des „Windows“-Betriebssystems Remote-Zugriff.
Vor allem Krankenhäuser im Visier
Bisher sollen vor allem Krankenhäuser in Großbritannien und Telefonica in Spanien betroffen sein.
Aus Spanien würden Angriffe auf KPMG, BBVA und Santander, den Elektrizitätsversorger Iberdrola und den Telekommunikationsgroßkonzern Vodafone gemeldet; in Großbritannien sei der National Health Service (NHS) betroffen.
Malwarebytes vermutet nach eigenen Angaben, dass auch Russland, die Ukraine und Taiwan mit dieser Ransomware infiziert sind.
Infektion ungepatchter Systeme
Den ursprünglichen Infektionsüberträger versucht Malwarebytes noch zu identifizieren.
Der Angriff schienen gezielt vonstatten zu gehen, daher könne es eine Schwachstelle im Netzwerkschutz oder eine sehr effiziente Spear-Phishing-Attacke gewesen sein. Dennoch verbreite es sich durch infizierte Netzwerke über die „EternalBlue“-Schwachstelle und infiziere weitere ungepatchte Systeme.
„Windows“-System aktualisieren und neueste Sicherheitspatches installieren!
Das erste, was Unternehmen tun sollten, sei ihr „Windows“-System zu aktualisieren und die neuesten Sicherheitspatches zu installieren. Alle sehr alten Systeme (wie zum Beispiel „Windows XP“) sollten zurzeit am besten einfach ausgeschaltet werden. Das helfe dabei, die Verbreitung dieser Ransomware aufzuhalten, wenn das Netzwerk bereits infiziert ist.
Zusätzlich sollten an Unternehmen geschickte E-Mails nur mit großer Sorgfalt geöffnet und die Quelle sowie die Links vor dem Anklicken überprüft werden.
Zu guter Letzt sollte auch so schnell wie möglich – aber natürlich erst wenn der Angriff vorbei ist – eine Sicherheitssoftware installiert werden, die gegen Ransomware-Infektionen schützt.
Malwarebytes‘ Produkte z.B. nutzten einen Scanner und die Anti-Ransomware-Technologie entdecke diese Ransomware-Familie vollständig und halte sie auf.
Weitere Informationen zum Thema:
Malwarebytes LABS, 12.05.2017
WanaCrypt0r ransomware hits it big just before the weekend
datensicherheit.de, 23.02.2015
IT-Sicherheitsgesetz in Deutschland: Fokus auf kritische Infrastrukturen
Aktuelles, Experten, Studien - Juni 16, 2026 0:52 - noch keine Kommentare
Digitale Technologien: Ein Drittel der Anwender fühlt sich häufig überfordert
weitere Beiträge in Experten
- KritisV: TeleTrusT-Kommentar und -Kritik zum vorliegenden Entwurf
- Wechselwirkung zwischen KI und Cybersecurity als zentrale Führungsfrage 2026
- Von Backups bis Updates – Umfrage zur Datensicherheit bei deutschen Internet-Nutzern
- Autonome Mobilität: Erste Überprüfung einer Realfahrt in Deutschland unter Level-4-Bedingungen
- FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Kanada, Mexiko und den USA eröffnet Mobilfunkbetreibern große Chancen
Aktuelles, Branche - Juni 12, 2026 0:53 - noch keine Kommentare
eIDAS 2.0: Digitale Identität skaliert erst auf Basis vertrauenswürdiger Prozesse
weitere Beiträge in Branche
- Realitätscheck zur souveränen europäischen KI
- Faktor Mensch bleibt laut aktueller Cyberversicherungsstudie zentraler Angriffsvektor
- Malwarebytes Scam Number Check: Kostenlose Rückwärtssuche für Telefonnummern zum Verbraucherschutz
- Niederlage oder Sieg: Backups im Kontext der Cyberrisiken rund um die Fußball-WM 2026
- Cybersicherheit quasi Torhüter der Netzwerke: WM 2026 als Herausforderung und Inspiration
Aktuelles, A, Experten, Service, Wichtige Adressen - Jan. 13, 2026 1:08 - noch keine Kommentare
Registrierung bei ELEFAND: Krisen- und Katastrophenvorsorge bei Auslandsaufenthalten
weitere Beiträge in Service
- DigiCert-Umfrage: Manuelle Zertifikatsprozesse führen zu Ausfällen, Compliance-Fehlern und hohen Verlusten im Unternehmen
- Threat Hunting: Bedeutung und Wertschätzung steigt
- Umfrage: 71 Prozent der IT-Entscheidungsträger besorgt über Mehrfachnutzung von Passwörtern
- Fast die Hälfte der Unternehmen ohne geeignete Sicherheitsrichtlinien für Remote-Arbeit
- Umfrage: Bedeutung der Konsolidierung von IT-Sicherheitslösungen



Kommentieren