Aktuelles, Experten, Studien - geschrieben von am Montag, Juni 15, 2026 0:41 - noch keine Kommentare

Von Backups bis Updates – Umfrage zur Datensicherheit bei deutschen Internet-Nutzern

Wie sich die Deutschen um ihre digitalen Daten im Kontext von Updates, Backups oder Zugriffsrechten kümmern, ließ der Bitkom im Vorfeld vom „Digitaltag 2026“ repräsentativ ermitteln

[datensicherheit.de, 15.06.2026] Viele Menschen in Deutschland gehen offenbar mit der Sicherheit ihrer digitalen Geräte und Daten eher nachlässig um: Ob im Kontext von Updates, Backups oder Zugriffsrechten. So erstellten z.B. nur rund vier von zehn Internet-Nutzern (39%) „häufig“ Backups, also digitale Sicherheitskopien ihrer Daten. Weitere 26 Prozent sicherten ihre Daten zumindest „gelegentlich“, 20 Prozent nur „selten“. Jeder Zehnte (10%) erstelle nach eigenen Angaben „nie“ Backups. Dies sind laut einer aktuellen Meldung vom Digitalverband Bitkom e.V. Ergebnisse einer repräsentativen Befragung im Bitkom-Auftrag unter 1.005 Personen in Deutschland ab 16 Jahren – darunter 942 Internet-Nutzer. Die Befragung habe im Zeitraum der Kalenderwochen 15 bis 9 2026 stattgefunden. Anlass dieser Veröffentlichung sei der nächste bundesweite „Digitaltag“ am 26. Juni 2026, welcher unter dem Fokusthema „Digitale Sicherheit“ auch zahlreiche Aktionen rund um den sicheren Umgang mit digitalen Technologien und Daten bieten soll.

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Foto: Bitkom

Felix Kuhlenkamp: Digitale Sicherheit scheitert häufiger an fehlender Routine als an fehlendem Wissen

Software-Updates – knapp ein Zehntel verweigert sich noch

Auch bei Software-Updates, die häufig wichtige Sicherheitslücken schließen sollen, handelten viele Internet-Nutzer nicht konsequent: 43 Prozent gäben an, angebotene Updates „häufig“ direkt zu installieren. Weitere 24 Prozent täten dies „gelegentlich“, 21 Prozent „selten“.

  • Fast jeder Zehnte (9%) installiere Software-Updates „nie“ direkt, wenn sie angeboten werden.

„Digitale Sicherheit scheitert häufiger an fehlender Routine als an fehlendem Wissen. Wer Updates zeitnah installiert, wichtige Daten regelmäßig sichert sowie starke Passwörter und wenn möglich Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzt, macht es Angreifern deutlich schwerer und senkt das Risiko für Datenverlust und Betrug“, betont Felix Kuhlenkamp, Leiter „Sicherheit“ im Bitkom.

Eigenes Verhalten im Netz spielt zentrale Rolle für Datensicherheit

Neben technischen Schutzmaßnahmen spiele auch das eigene Verhalten im Netz eine zentrale Rolle: 28 Prozent der Internet-Nutzer gäben online „häufig“ persönliche Daten an, ohne sich viele Gedanken darüber zu machen. Bei 33 Prozent komme dies „gelegentlich“ vor, bei 18 Prozent „selten“. 16 Prozent täten dies nach eigenen Angaben „nie“.

  • Zusätzliche persönliche Daten gäben 17 Prozent dann „häufig“ an, wenn sie sich davon einen Vorteil wie Rabatte versprechen, weitere 29 Prozent „gelegentlich“ – 28 Prozent machen dies „selten“, 20 Prozent „nie“.
  • Gleichzeitig überprüften nur wenige regelmäßig, welche Apps oder Websites Zugriff auf ihre persönlichen Daten haben. Zwölf Prozent täten dies „häufig“, 22 Prozent „gelegentlich“ und 26 Prozent „selten“. Mit 34 Prozent gebe die größte Gruppe an, solche Zugriffsrechte „nie“ zu überprüfen.

Auch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) digitaler Angebote würden von vielen kaum gelesen – dabei könnten diese wichtige Hinweise darauf geben, wie Anbieter mit persönlichen Daten umgehen. 16 Prozent würden sie nach eigenen Angaben „häufig“ lesen, 25 Prozent „gelegentlich“. Die Mehrheit lese AGB hingegen „selten“ (32%) oder „nie“ (23%).

Weitere Informationen zum Thema:

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Felix Kuhlenkamp / Leiter Sicherheit Bitkom e.V.

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