Aktuelles, Experten, Studien - geschrieben von dp am Dienstag, Juni 16, 2026 0:52 - noch keine Kommentare
Digitale Technologien: Ein Drittel der Anwender fühlt sich häufig überfordert
Anwendungen digitaler Technologien sind zwar für die allermeisten Nutzer inzwischen Alltag – jedoch fühlen sich 33 Prozent der Deutschen häufig damit überfordert
[datensicherheit.de, 16.06.2026] Der Digitalverband Bitkom e.V. hat sich im Vorfeld der diesjährigen „Digitaltag“-Auflage auch mit dem Thema Überforderung der Nutzer digitaler Technologien befasst: Das neue Smartphone einrichten, mit Zwei-Faktor-Authentifizierung einloggen oder die Familie per Videoanruf kontaktieren u.a. – digitale Technologien sind demnach für die allermeisten Anwender inzwischen Alltag. Jedoch fühle sich ein Drittel (33%) der Deutschen häufig damit überfordert: Zwölf Prozent „sehr häufig“, 21 „eher häufig“. Während dies in der Altersgruppe ab 75 Jahren besonders stark ausgeprägt sei (60%), fühle sich aber auch von den 16- bis 49-Jährigen rund jeder Vierte (26%) „häufig“ überfordert. Diese Erkenntnisse beruhen laut Bitkom auf einer in seinem Auftrag durchgeführten repräsentativen Befragung unter 1.005 Personen in Deutschland ab 16 Jahren im Zeitraum der Kalenderwochen 15 bis 19 2026. Anlass dieser Veröffentlichung sei eben der bevorstehende „Digitaltag“ am 26. Juni 2026.

Foto: Bitkom
Dr. Ralf Wintergerst: Digitalkompetenzen gehören verbindlich in alle Lehrpläne!
Menschen muss lebenslange Digitale Teilhabe ermöglicht werden
Weniger Unterschiede gebe es zwischen den Geschlechtern: Unter Männern fühlten sich 32 Prozent „häufig überfordert“, unter Frauen 35 Prozent.
- „Digitale Kompetenzen sind heute Voraussetzung für Teilhabe, Selbstständigkeit und Sicherheit im Alltag. So wie sich Technologien ein Leben lang weiterentwickeln, müssen auch Menschen die Möglichkeit erhalten, ein Leben lang daran teilzuhaben“, kommentiert der Bitkom-Präsident, Dr. Ralf Wintergerst.
Der Wunsch nach mehr digitaler Bildung sei indes groß: 86 Prozent der Deutschen seien der Meinung, Digitalkompetenzen sollten in der Schule unterrichtet werden. Viele sähen den Staat in der Verantwortung: „48 Prozent finden, die Politik sollte mehr dafür tun, digitale Kompetenzen in der gesamten Gesellschaft zu stärken.“
Wunsch nach Etablierung einer „Bundeszentrale für digitale Bildung“
47 Prozent wünschten sich mehr öffentliche Angebote, um sich ein Leben lang digital weiterbilden zu können. 39 Prozent sprechen sich zudem explizit für eine „Bundeszentrale für digitale Bildung“ als zentrale Anlaufstelle aus.
- Wintergersts Fazit: „Digitalkompetenzen gehören verbindlich in alle Lehrpläne! Gleichzeitig brauchen wir Angebote für Menschen, die die Schule längst verlassen haben.“
Eine „Bundeszentrale für digitale Bildung“ wäre hierzu die wichtigste Anlaufstelle, um digitale Bildungsangebote zu bündeln, bekannt zu machen und Menschen jeden Alters beim Kompetenzerwerb zu unterstützen.
Weitere Informationen zum Thema:
bikom
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