Aktuelles, Branche - geschrieben von dp am Montag, Juli 8, 2019 23:21 - noch keine Kommentare
Banktrojaner DanaBot verlangt nun Lösegelder
Malware nach Update als Ransomware eingesetzt
[datensicherheit.de, 08.07.2019] Laut einer aktuellen Meldung von Check Point Software Technologies verlangt „DanaBot“ nun Lösegelder. Das hauseigene „Research Team“ hat demnach neue Angriffsmöglichkeiten dieser Malware entdeckt.
DanaBot über gefälschte E-Mails zugestellt
Sicherheitsforscher von Check Point Software Technologies bestätigten, dass die Malware „DanaBot“ nach einem Update als Ransomware eingesetzt werde, um Lösegelder für verschlüsselte Dateien zu fordern. Seit August 2018 hätten diese fortlaufend diese Malware untersucht.
Die Angreifer versenden demnach gefälschte E-Mails mit unterschiedlichen Inhalten, die einen Link zu angeblichen Dokumenten enthalten, die auf „GoogleDocs“ hochgeladen wurden. Die angebotene Datei enthalte ein VBS-Script, das als „Dropper“ für die Malware diene.
Wird die Datei nach dem Herunterladen geöffnet, dann entpacke der „Dropper“ automatisch die „DanaBot Downloader DLL“ in den Temp-Ordner des Betriebssystems und registriere sie als Dienst. Danach versuche „DanaBot“, eine Verbindung mit dem „Command & Control“-Server (C&C) der Angreifer aufzubauen.
DanaBot fällt unter Kategorie der NonRansomware-Distribution
Seit April 2019 sei „DanaBot“ nun um die Funktion erweitert worden, als Ransomware zu arbeiten. Dabei falle diese Malware unter die Kategorie der „NonRansomware“-Distribution. Das bedeutet laut Check Point, „dass die Software irgendwelche Daten auf den lokalen Festplatten auswählt und verschlüsselt, aber nicht den ,Windows‘-Systemordner. Die verschlüsselten Daten bekommen die neue Endung .non angehängt. Außerdem wird in jedem Ordner, der verschlüsselte Datensätze enthält, eine Lösegeldforderung als .txt-Datei platziert.“
Die Sicherheitsforscher von Check Point weisen darauf hin, dass die Entwickler hinter „DanaBot“ diese Software seit einem Jahr kontinuierlich weiterentwickelt hätten, und erwarten „auch in naher Zukunft neue Funktionen und Verbesserungen“. Zudem versuchten die Cyber-Kriminellen ihre Zusammenarbeit mit anderen Gruppierungen zu erweitern.
Check Point empfiehlt außerdem ausdrücklich, „auf keine Lösegeldforderung einzugehen, um die Motivation der Kriminellen nicht anzufeuern“. Stattdessen bietet Check Point nach eigenen Angaben ein Entschlüsselungsprogramm gegen Angriffe durch „NonRansomware“-Schädlinge an. Kunden von Check Point seien gegen „DanaBot“ und ähnliche Bedrohungen durch den „SandBlast Agent“ geschützt.
NonRansomware „DanaBot“: Lösegeldforderung (Bsp.)
Weitere Informationen zum Thema:
<cp>r CHECK POINT RESEARCH, 20.06.2019
DanaBot Demands a Ransom Payment
datensicherheit.de, 21.09.2018
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