Aktuelles, Experten - geschrieben von am Donnerstag, Juli 30, 2020 16:37 - noch keine Kommentare

eco-Beschwerdestelle: Surfguide für Kinder und Jugendliche veröffentlicht

Plädoyer und Informationen für eine verantwortungsvolle Internetnutzung

[datensicherheit.de, 30.07.2020] Im vergangenen Jahr, 2019, verzeichnete die Beschwerdestelle des Internetverbands eco nach eigenen Angaben „den höchsten Wert an berechtigten Beschwerden über mutmaßlich illegale Inhalten in ihrer Geschichte“. Um für mehr Sicherheit im Netz zu sorgen, hat die eco-Beschwerdestelle nun einen „Surfguide“ (nicht nur) für die Sommerferien 2020 vorgestellt.

eco-beschwerdestelle

Abbildung: eco – Verband der Internetwirtschaft e.V.

eco Beschwerdestelle: Zuerst sollte der eigene Umgang im Netz kritisch reflektiert werden!

eco rät zur Prävention

Der eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. setzt sich „für eine verantwortungsvolle Internetnutzung“ ein hat nun über die eigene Beschwerdestelle einen „Surfguide für Kinder und Jugendliche“ veröffentlicht.
Nachgegangen wird der Frage, wie Eltern sichergehen können, dass ihr Nachwuchs auch während der Sommerferien digitale Angebote sicher und optimal nutzt. „Neben technischem Support wie Jugendschutzsoftware hilft vor allem eine gute Prävention“, betont Alexandra Koch-Skiba, Leiterin der Beschwerdestelle des Internetverbands eco.
So sollte zuerst der eigene Umgang im Netz kritisch reflektiert werden. „Für ein sicheres Internet muss jeder Einzelne Verantwortung tragen“, so Koch-Skiba: „Vor allem Kinder und Jugendliche sind sich häufig nicht darüber bewusst, welche Reichweite ihre privaten Inhalte auf Social-Media-Kanälen oder im Internet allgemein erzielen – hier sollten Eltern unbedingt frühzeitig das Gespräch suchen und als Vorbild handeln.“ Gleichzeitig sollten illegale Inhalte im Netz nie toleriert, sondern immer gemeldet werden.

eco-Beschwerdestelle engagiert sich seit über 20 Jahren

Für den Verband der Internetwirtschaft bedarf es demnach für ein gutes Aufwachsen mit digitalen Medien einer grundlegenden und kontinuierlichen Wissens- und Kompetenzvermittlung, sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen.
Ergänzend könnten technische Lösungen Eltern und Erziehungsberechtigten helfen, Kinder und Jugendliche vor entwicklungsbeeinträchtigenden Inhalten im Internet zu schützen.
Das Team der eco-Beschwerdestelle engagiere sich seit über 20 Jahren gegen rechtswidrige Internetinhalte und setze sich auch aktiv dafür ein, dass Kinder und Jugendliche sicher und gut im Netz surfen. Die eco-Beschwerdestelle gibt fünf Tipps für die optimale Nutzung digitaler Dienste für Kinder und Jugendliche im Netz:

Surfguide der eco-Beschwerdestelle für Kinder und Jugendliche

1. Sicheren Internetzugang schaffen!
Gerade kleinere Kinder sollten die ersten Schritte im Internet nicht allein machen. Eltern könnten ihren Kindern Webseiten empfehlen, die speziell für junge Nutzer geeignet sind. Die Kindersuchmaschine „FragFinn.de“ etwa biete nicht nur einen geschützten Surfraum, sie sei auch ein kindgerechtes Internetportal mit Nachrichten und Surf-Tipps.

2. Schutzsoftware einrichten!
Auch Jugendschutzprogramme könnten Eltern dabei helfen, dass Kinder und Jugendliche nur Inhalte im Internet abrufen können, die für ihr Alter geeignet sind. Es gebe Jugendschutzprogramme für einzelne Dienste/Angebote wie beispielsweise „Netflix“, „Nintendo“ oder „Prime Video“. Darüber hinaus werden laut eco „diensteübergreifende Jugendschutzprogramme“ beispielsweise unter „jugendschutzprogramm.de“ zum Download angeboten.

3. Schutz persönlicher Daten!
Eltern sollten gemeinsam mit ihrem Kind eine E-Mail-Adresse oder ein Nutzerprofil in einem Sozialen Netzwerk einrichten. Vor der Anmeldung sollten Eltern die Geschäftsbedingungen und Datenschutzerklärungen einsehen und sich vergewissern, ob das Angebot überhaupt für ihr Kind geeignet ist. Kinder müssten darüber aufgeklärt werden, dass sie beim Surfen Spuren im Internet hinterlassen. Die Benutzernamen von Kindern sollten keinen Bezug zu persönlichen Daten enthalten. Das richtige Passwort sollte mit Bedacht gewählt werden und aus einer Variation aus Klein- und Großbuchstaben, Zahlen sowie Sonderzeichen bestehen. „Passwörter sind zudem geheim zu halten und nur für jeweils ein Benutzerkonto zu verwenden.“

4. Medienkompetenz und Urheberrechte vermitteln!
Grundsätzlich sollten Medien gemeinsam mit den Eltern von Kindern erlebt und entdeckt werden: Soziale Werte und rechtliche Rahmenbedingungen müssten im Internet genauso wie in der analogen Welt vermittelt werden. Insbesondere im Umgang mit Sozialen Medien und mobilen Messenger-Diensten sollte, neben einem respektvollen „Miteinander online“, auch die richtige Verwendung von eigenen und fremden Bildern gelehrt werden. Gerade Kindern und Jugendlichen sei häufig gar nicht bewusst, welche Bilder sie von sich selbst erstellen und dass in vielen Fällen das Verbreiten („Teilen“) von eigenen oder fremden Bildern gegen straf- und/oder urheberrechtliche Gesetze verstoßen könne. Bei der Vermittlung dieser Medienkompetenz sollte auch der Lehrsatz „Das Internet vergisst nicht“ keinesfalls vergessen werden. Unterstützung und Materialien könnten Eltern zum Beispiel unter „klicksafe.de“ finden.

5. Rechtsverstöße im Internet sofort melden!
Ältere Kinder und Jugendliche sollten über Melde- und Hilfsangebote informiert sein, um richtig zu reagieren, sobald ihnen rechtswidrige Inhalte im Internet begegnen. So nimmt die eco-Beschwerdestelle nach eigenen Angaben Hinweise zu allen Internetdiensten entgegen: Webseiten, E-Mails, Datenaustauschdiensten, Chats, Newsgroups und Foren. Inhalte melden könne jeder Internetnutzer. Die Juristen der eco-Beschwerdestelle prüften dann, ob der gemeldete Inhalt tatsächlich rechtswidrig ist, und ergriffen entsprechende Maßnahmen, damit der Inhalt aus dem Internet entfernt wird. Strafbare Inhalte würden zudem grundsätzlich bei den Strafverfolgungsbehörden angezeigt. Haben Kinder und Jugendliche zudem Redebedarf, sei das Kinder- und Jugendtelefon vom Nummer gegen Kummer e.V. der richtige Anlaufpunkt.

Über die eco-Beschwerdestelle:

Diese sei engagiert „gegen rechtswidrige Inhalte im Internet“ – seit über 20 Jahren bekämpfe sie erfolgreich illegale Inhalte im Internet. „Jeder Hinweis zählt im Kampf gegen rechtswidrigen Content!“
Wem im Internet Inhalte begegnen, die für rechtswidrig gehalten werden können, sollte nicht zögern und Verantwortung übernehmen: „Melden Sie den Inhalt bei der eco-Beschwerdestelle!“

Weitere Informationen zum Thema:

eco VERBAND DER INTERNETWIRTSCHAFT
eco Beschwerdestelle



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