Aktuelles, Branche, Studien - geschrieben von am Donnerstag, Januar 13, 2022 15:58 - noch keine Kommentare

Malware-Downloads 2021: Mehr als zwei Drittel über Cloud-Apps

Netskope Threat Labs veröffentlicht Cloud and Threat Spotlight January 2022

[datensicherheit.de, 13.01.2022] Die Netskope Threat Labs kommen in ihrem aktuellen Bericht „Cloud and Threat Spotlight January 2022“ nach eigenen Angaben zu folgenden Ergebnissen: „Mehr als zwei Drittel der Malware-Downloads im Jahr 2021 stammen von ,Cloud‘-Apps. ,Google Drive‘ wurde dabei als die App mit den meisten Malware-Downloads identifiziert und löst damit ,Microsoft OneDrive‘ ab.“ Zudem habe sich bei den Malware-Downloads 2021 der Anteil der bösartigen „Office“-Dokumente von 19 auf 37 Prozent knapp verdoppelt. Der vorliegende Bericht zeigt demnach „die wichtigsten Trends bei den Aktivitäten von ,Cloud‘-Angreifern und den Risiken für ,Cloud‘-Daten im Jahr 2021 im Vergleich zu 2020“ auf – die Zahlen deuteten auf einen Anstieg der Sicherheitsrisiken bei „Cloud“-Anwendungen hin, zumal auch mehr als die Hälfte aller verwalteten „Cloud“-Anwendungsinstanzen Ziel von „Credential“-Angriffen seien.

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Abbildung: Netskope Threat Labs

netskope-Vergleich: Apps mit den meisten Malware-Downloads 2020 (unten) und 2021 (oben)

Aktuelle kritische Trends bei der Nutzung von Cloud-Diensten…

„Netskope Cloud and Threat Spotlight“ sei der neueste Report in einer Reihe regelmäßiger, von den Netskope Threat Labs veröffentlichten Forschungsberichte, um kritische Trends bei der Nutzung von „Cloud“-Diensten und -Apps in Unternehmen, Bedrohungen aus dem Internet und der „Cloud“ sowie Datenmigrationen und -übertragungen aus der „Cloud“ zu analysieren.

Da Mitarbeiter immer häufiger „remote“ arbeiteten und so die Grenzen der Netzwerk- und Datensicherheit zunehmend ausdehnten, müssten Unternehmen moderne Sicherheitskontrollen wie „Security Service Edge“ (SSE)-basierte Architekturen nutzen, „durch die sich ihre Mitarbeiter sicher in der ,Cloud# bewegen können“.

Netskope Cloud and Threat Spotlight – die wichtigsten Ergebnisse:

Malware wesentlich häufiger über Cloud als über Internet verbreitet
„Im Jahr 2021 stieg der Anteil von Malware, die von ,Cloud‘-Apps heruntergeladen wurde, auf 66 Prozent aller Malware-Downloads im Vergleich zu herkömmlichen Websites.“ Anfang 2020 habe der Anteil noch 46 Prozent betragen.

Google Drive mit den meisten Malware-Downloads 2021
Die App und übernehme damit den Spitzenplatz von „Microsoft OneDrive“.

Mittels Microsoft Office über Cloud verbreitete Malware von 2020 bis 2021 fast verdoppelt
Der Anteil bösartiger „Microsoft Office“-Dokumente an allen Malware-Downloads sei von 19 Prozent Anfang 2020 auf 37 Prozent Ende 2021 angestiegen. „Dabei war die ,Emotet‘-Malspam-Kampagne im zweiten Quartal 2020 der Auftakt zu einem kontinuierlichen Anstieg bösartiger ,Microsoft Office‘-Dokumente durch Nachahmungstäter während der letzten eineinhalb Jahre – ohne Anzeichen einer Abschwächung.“

Mehr als Hälfte der verwalteten Cloud-App-Instanzen Ziel von Credential-Angriffen
Angreifer versuchten fortwährend, gängige Passwörter und entwendete Anmeldedaten von anderen Diensten zu nutzen, um Zugang zu sensiblen, in „Cloud“-Anwendungen gespeicherten Informationen zu erhalten. Während das Gesamtniveau der Angriffe konstant geblieben sei, hätten sich die Quellen der Angriffe erheblich verändert: „98 Prozent der Angriffe kamen von neuen IP-Adressen.“

Wachsende Beliebtheit der Cloud-Apps führt zu drei Arten von Missbrauch

„Die zunehmende Beliebtheit von ,Cloud‘-Apps hat zu drei Arten von Missbrauch geführt, die in diesem Bericht aufgezeigt werden: Angreifer, die versuchen, sich Zugang zu ,Cloud‘-Apps von Opfern zu verschaffen, Angreifer, die ,Cloud‘-Apps zur Verbreitung von Malware missbrauchen, und Insider, die ,Cloud‘-Apps zur Daten-Exfiltration nutzen“, erläutert Ray Canzanese, „Threat Research Director“ der Netskope Threat Labs.
Der nun vorliegende Bericht erinnere daran, „dass die Apps, die wir für legitime Zwecke nutzen, angegriffen und missbraucht werden können“. Das Sperren von „Cloud“-Apps könne Angreifer daran hindern, sie zu infiltrieren, während das Scannen auf eingehende Bedrohungen und ausgehende Daten dazu beitragen könne, Malware-Downloads und Daten-Exfiltration zu verhindern.

Weitere Informationen zum Thema:

netskope, Netskope Threat Labs
Threat research for the cloud



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