Aktuelles, Branche - geschrieben von dp am Montag, Juli 9, 2018 13:10 - noch keine Kommentare
Mangel an Datenschutzexperten in 61 Prozent der Unternehmen
DSGVO und E-Privacy-Verordnung befeuern Nachfrage nach qualifiziertem Personal
[datensicherheit.de, 09.07.2018] Der Branchenverband Bitkom meldet „gute Jobaussichten für Datenschutzexperten“ – auf dem Arbeitsmarkt seien sie derzeit gefragt wie selten. Das sei das Ergebnis einer repräsentativen Befragung unter mehr als 500 Unternehmen. So gäben sechs von zehn Unternehmen (61 Prozent) in Deutschland an, dass die Rekrutierung von Datenschutzexperten sehr schwierig sei. Ähnlich viele Unternehmen (57 Prozent) sagten, dass der Markt für Personal im Bereich Datenschutz „nahezu leergefegt“ sei.
E-Privacy-Verordnung als nächste Herausforderung
„Die Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung hat den Bedarf an qualifiziertem Personal rapide ansteigen lassen“, berichtet Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung. Die neuen Vorschriften würden die Unternehmen noch monatelang beschäftigen und sorgten für langfristigen Mehraufwand.
„Mit der kommenden E-Privacy-Verordnung steht den Unternehmen die nächste regulatorische Datenschutzherausforderung noch bevor“, so Dehmel.
Investitionen in Aus- und Weiterbildung
Laut Bitkom bekämpfen viele Unternehmen den Fachkräftemangel, indem sie hohe Summen in die Aus- und Weiterbildung ihres Datenschutzpersonals investieren: Nahezu die Hälfte (44 Prozent) habe dies angegeben.
Mit den eigenen Mitarbeitern im Bereich Datenschutz seien hingegen fast alle Unternehmen zufrieden – neun von zehn (88 Prozent) stimmten der Aussage zu, dass ihre Mitarbeiter über die notwendigen Fähigkeiten und Kenntnisse verfügten, um stets konform mit geltendem Recht zu sein.
„Unternehmen stehen vor einer großen Herausforderung. Sie müssen die neuen Datenschutzregeln bestmöglich umsetzen, finden aber derzeit kaum geeignetes Personal oder qualifizierte Berater.“ Dies sei bedenklich, so Dehmel, denn bei Verstößen gegen geltendes Datenschutzrecht drohten hohe Bußgelder.
DSGVO seit dem 25. Mai 2018 vollumfänglich gültig
Seit dem 25. Mai 2018 ist die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) vollumfänglich gültig. Sie sieht erweiterte Informationspflichten und strengere Vorgaben für die Einwilligung bei der Verarbeitung personenbezogener Daten vor. Entsprechend müssen Unternehmen ihre Datenschutzerklärungen und die Einwilligungserklärungen anpassen.
Darüber hinaus gibt es neue Meldepflichten bei Datenpannen und neue Portabilitätsvorschriften. Unter dem Stichwort „Privacy by Design“ muss der Datenschutz bei der Entwicklung neuer Produkte und Dienste berücksichtigt werden.
Weitere Informationen zum Thema:
datensicherheit.de, 27.05.2018
Datenschutzregeln: Zwei Drittel der Unternehmen sehen sich behindert
Aktuelles, Experten, Veranstaltungen - Juni 22, 2026 1:27 - noch keine Kommentare
Bitkom-Aktionen zum Digitaltag 2026: KI-Betrug erkennen, digital ausweisen, virtuell treffen
weitere Beiträge in Experten
- Extended Reality: IWGDPT Berlin Group veröffentlicht Arbeitspapier
- DSK-Eckpunkte: Stuttgarter Impulse zur Modernisierung des Datenschutzes verabschiedet
- Heimnetz-Router laut neuer GI-Studie unterschätztes Sicherheitsrisiko
- Nutzerkonten gefährdet: 24 Milliarden Datensätze einschließlich Benutzernamen und Passwörtern im Internet
- Kinder sind kein Content: eco lädt zu kostenfreiem Web-Seminar am 25. Juni 2026 ein
Aktuelles, Branche, Studien - Juni 22, 2026 0:23 - noch keine Kommentare
KnowBe4-Stellungnahme zur Phishing-Erkennung trotz KI-basierter Raffinesse
weitere Beiträge in Branche
- Identitätsbetrug: FTC meldet Verluste in Höhe von 3,5 Milliarden US-Dollar
- CEO-Fraud 2.0: KI als Booster für Social Engineering und Deepfake-Angriffe
- eIDAS 2.0: Digitale Identität skaliert erst auf Basis vertrauenswürdiger Prozesse
- Realitätscheck zur souveränen europäischen KI
- Faktor Mensch bleibt laut aktueller Cyberversicherungsstudie zentraler Angriffsvektor
Aktuelles, A, Experten, Service, Wichtige Adressen - Jan. 13, 2026 1:08 - noch keine Kommentare
Registrierung bei ELEFAND: Krisen- und Katastrophenvorsorge bei Auslandsaufenthalten
weitere Beiträge in Service
- DigiCert-Umfrage: Manuelle Zertifikatsprozesse führen zu Ausfällen, Compliance-Fehlern und hohen Verlusten im Unternehmen
- Threat Hunting: Bedeutung und Wertschätzung steigt
- Umfrage: 71 Prozent der IT-Entscheidungsträger besorgt über Mehrfachnutzung von Passwörtern
- Fast die Hälfte der Unternehmen ohne geeignete Sicherheitsrichtlinien für Remote-Arbeit
- Umfrage: Bedeutung der Konsolidierung von IT-Sicherheitslösungen



Kommentieren