Aktuelles, Experten - geschrieben von dp am Dienstag, Mai 27, 2025 0:56 - noch keine Kommentare
Medienkompetenz und digitales Know-how für Kinder werden immer wichtiger
2024 nutzten bereits über 50 Prozent der sechs- bis siebenjährigen Kinder ein Smartphone – bei den zehn- bis elfjährigen sogar 90 Prozent
[datensicherheit.de, 27.05.2025] 2024 nutzten bereits über 50 Prozent der Sechs- bis Siebenjährigen ein Smartphone, bei den Zehn- bis Elfjährigen sogar 90 Prozent, so eine Erkenntnis aus einer einer Bitkom-Studie vom Vorjahr. Der Einstieg in die digitale Welt beginnt offenbar immer früher – da häufen sich nun auch Berichte besorgter Eltern. Thomas Wrobel, Experte von Clever Dialer, geht in seiner aktuellen Stellungnahe auf die Maschen von Trickbetrüger ein und erörtert, wie Eltern sich und ihren Nachwuchs schützen können.
Für viele Kinder ein Meilenstein – das erste eigene Smartphone
Das erste eigene Smartphone: „Für viele Kinder ist das ein Meilenstein – für Eltern oft ein Balanceakt zwischen Vertrauen, Kontrolle und Unsicherheit.“ Wrobel warnt in diesem Zusammenhang: „Denn wo Heranwachsende online unterwegs sind, lauern auch digitale Trickbetrüger. Die Maschen sind dabei oft auf Kinder zugeschnitten: eine Nachricht mit Gewinnversprechen, ein angeblicher Freund in Not oder ein bedrohlicher Anruf von einer vermeintlichen Behörde.“ Das Perfide laut Wrobel: „Gerade junge Smartphone-Nutzer, die solche Situationen noch nicht einschätzen können, werden gezielt ins Visier genommen.“
Viele digitale Betrugsversuche fingen vermeintlich harmlos an – mit einem Anruf von einer unbekannten Nummer oder einer Nachricht, welche ein Video oder ein Spiel verlinkt. Doch hinter solchen Begegnungen im Netz könnten sich Gauner verbergen, die gezielt Kinder ansprechen. Wrobel führt aus: „Dabei versuchen sie, persönliche Daten zu erlangen oder die Betroffenen sogar zu Zahlungen zu verleiten.“
Kinder können schnell überfordert sein
Gerade junge Smartphone-Nutzer seien besonders gefährdet. Denn die Täuschungsversuche wirkten meist glaubwürdig – „manchmal geben sich Trickbetrüger sogar als Lehrer, Freund der Familie oder die Polizei aus“. Für Kinder, die mit solchen Situationen noch nie konfrontiert wurden, wirke dies schnell überfordernd.
Wrobel betont: „Kinder benötigen nicht nur technische, sondern auch emotionale Kompetenzen, um sich sicher in der digitalen Welt zu bewegen!“ Sie müssten frühzeitig lernen, „dass nicht jede Begegnung im Netz oder am Smartphone unbedenklich ist“. Ungewöhnliche Vorkommnisse sollten mit den Eltern besprochen werden. Dies helfe den Kleinen, im Umgang mit dem Smartphone routinierter zu werden.
Kindersicherungsfunktionen ermöglichen es, Inhalte zu filtern, Nutzungszeiten zu begrenzen und App-Freigaben zu verwalten…
Daneben gebe es zahlreiche technische Hilfsmittel, welche den digitalen Alltag sicherer machen könnten: „Kindersicherungsfunktionen ermöglichen es, Inhalte zu filtern, Nutzungszeiten zu begrenzen und App-Freigaben zu verwalten. Apps die Spam-Anrufe blockieren, bevor das Smartphone überhaupt klingelt, bieten ebenfalls einen wirkungsvollen Schutz.“ So komme der Scam-Anruf gar nicht erst durch. Messenger ließen sich so einstellen, „dass nur gespeicherte Kontakte Nachrichten senden dürfen“. Auch Drittanbietersperren und Spamfilter könnten helfen, Kostenfallen und gefährliche Links zu vermeiden.
Darüber hinaus sei es hilfreich, gemeinsam mit dem Kind einfache Regeln aufzustellen: „Wie reagiere ich bei unbekannten Nummern? Welche Links sollte ich besser nicht anklicken? Wann und wo ist das Smartphone tabu – etwa bei den Hausaufgaben oder am Esstisch?“ Solche Absprachen schafften Orientierung und förderten Verantwortungsbewusstsein.
Kinder fit fürs Netz machen – digitale Kompetenz als Schlüsselqualifikation
„Kinder wachsen heute wie selbstverständlich mit digitalen Geräten auf. Sie hören Musik, schreiben erste Nachrichten an Oma und Opa oder klicken sich durch Lern-Apps.“
Um sicher indes durch die digitale Welt zu navigieren, brauchten Heranwachsende aber eine Begleitung, „die ihnen dabei hilft, technische Schutzmaßnahmen zu verstehen und anzuwenden“.
Eltern sollten ihren Kindern Wissen und hilfreiche Instrumente an die Hand geben
Wrobel bemüht eine Analogie: „Wer seinen Nachwuchs auf den Schulweg vorbereitet, zeigt ihm schließlich nicht nur, wo der Zebrastreifen ist, sondern erklärt auch, warum man nicht mit Fremden mitgeht.“ Digitale Aufklärung gelinge dann am besten, „wenn sie früh ansetzt, auf Vertrauen basiert und im Austausch stattfindet“. Neben Gesprächen würden „Tools“ wie Spamfilter, Kindersicherungen und Anrufblocker dabei helfen, „Stolperfallen“ im Netz zu umgehen.
Für Eltern bedeutet die fortschreitende Digitalisierung laut Wrobel vor allem eines: „Am Ball bleiben und über die neusten Betrugsmaschen informiert sein!“ Abschließend gibt er zu bedenken: „Wer seinen Kindern Wissen und hilfreiche ,Tools’ an die Hand gibt, ebnet ihnen den Weg für einen sicheren Umgang mit der virtuellen Welt.“
Weitere Informationen zum Thema:
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Digitalverband Bitkom Jugendstudie: Kinder nutzen Smartphones immer früher
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