Aktuelles, Branche - geschrieben von am Mittwoch, April 14, 2021 21:05 - noch keine Kommentare

Neue Sicherheitslücken bei Microsoft Exchange entdeckt

Experten raten abermals dringend zum Patchen, um Sicherheitslücken zu schließen

[datensicherheit.de, 14.04.2021] Zum „Patch Tuesday“ am 13. April 2021 habe es wieder einige kritische Updates für „Microsoft Exchange“ gegeben – ebenso wie bei „Hafnium“ rieten Experten dringend zur Installation der Patches. Anders als bei jener Sicherheitslücke sei die Warnung jedoch von der US-amerikanischen NSA gekommen.

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Foto: G DATA

Tim Berghoff: Geschwindigkeit beim Patchen macht den Unterschied zwischen sicherem und unsicherem Netzwerk!

Patch Tuesday am 13. April 2021 betraf Sicherheitslücken in Exchange 2013, 2016 und 2019

„Am gestrigen ,Patch-Tag‘ hat Microsoft zwei kritische Sicherheitslücken geschlossen, die lokal installierte Instanzen von ,Exchange‘ 2013, 2016 und 2019 betreffen. Diese Sicherheitslücken ermöglichen das Ausführen von beliebigem Programmcode auf einem betroffenen System.“ Im Unterschied zu den Sicherheitslücken, welche die „Hafnium“-Gruppe genutzt habe, gebe es derzeit jedoch laut Microsoft keine Anzeichen dafür, dass die Lücken aktiv ausgenutzt würden.
Damit unterschieden sich diese beiden Sicherheitslücken von dem Vorfall Anfang März 2021. Damals habe sich herausgestellt, dass diese Lücken bereits seit Längerem bei Microsoft bekannt gewesen seien – habe sich jedoch dafür entschieden, sie erst später zu schließen. „Ein Plan, der schnell revidiert wurde, nachdem sich abzeichnete, dass weltweit Zehntausende ,Exchange‘-Server angegriffen und gezielt auf die Schwachstellen gescannt wurden.“

US-amerikanische National Security Agency gab Hinweis zu Sicherheitslücken

Laut „Release Notes“ für die vorliegenden Patches sei die Warnung diesmal von der US-amerikanischen National Security Agency (NSA) gekommen. Diese Information sei über den bei Microsoft vorhandenen „Vulnerability Disclosure“-Prozess geflossen.
„Ein zweites Mal ,Hafnium‘ ist uns zwar diesmal augenscheinlich erspart geblieben. Dennoch ist klar: Geschwindigkeit macht beim Patchen den Unterschied zwischen einem sicheren und einem unsicheren Netzwerk“, betont Tim Berghoff, „Security Evangelist“ bei G DATA.

Updates schnell installieren, um Sicherheitslücken zu schließen!

Knapp einen Monat nach dem Bekanntwerden von insgesamt sieben Sicherheitslücken in „Microsoft Exchange“ und eindringlichen Mahnungen, Updates zeitnah einzuspielen, könne von Entwarnung keine Rede sein. Im Gegenteil: Erst jetzt machten sich einige erfolgreiche Angriffe bemerkbar, etwa durch die Installation von Ransomware auf gekaperten Systemen.
Berghoff: „Was die Vorkommnisse aus dem März mit dem aktuellen ,Patchday‘ gemeinsam haben, ist, dass die Installation der Updates so schnell wie möglich erfolgen muss. Grund dafür ist, dass mit dem Verfügbarwerden eines Patches auch Kriminelle und andere Angreifer verstärkt damit beginnen, nach verwundbaren Systemen zu suchen, um dort ungepatchte Systeme gezielt angehen zu können.“

Weitere Informationen zum Thema:

G DATA Blog, Tim Berghoff, 14.04.2021
Microsoft Exchange: Neue Sicherheitslücken entdeckt und geschlossen

datensicherheit.de, 15.03.2021
Microsoft Exchange Server: Gefährdete Server und Patching-Tempo ermittelt / Palo Alto Networks bietet Expanse-Plattform zur Analyse von Angriffsflächen wie aktuell Microsoft Exchange Server an

datensicherheit.de, 12.03.2021
Microsoft Exchange Server: Zeitleiste der Cyber-Vorfalls rekonstruiert / Zehntausende anfälliger Exchange-Server innerhalb von drei Tagen gepatcht

datensicherheit.de, 11.03.2021
Microsoft Exchange: Vermehrt Datenpannen-Meldungen in Rheinland-Pfalz / Dutzend Nachfragen sowie Meldungen von Verletzungen des Schutzes personenbezogener Daten

datensicherheit.de, 08.03.2021
Erfolgreicher Angriff: Mehr als zehntausend lokale Microsoft Exchange Server betroffen / Exchange Online Service nicht betroffen – Thomas Jupe kommentiert Vorfall und gibt Tipps

datensicherheit.de, 03.03.2021
Microsoft Exchange: Zero-Day-Lücken ermöglichen Industriespionage / Lokal installierte Versionen von Microsoft Exchange betroffen



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