Aktuelles, Experten, Veranstaltungen - geschrieben von dp am Freitag, Januar 27, 2012 16:19 - noch keine Kommentare
TechnologieRegion Karlsruhe: KA-IT-Si kooperiert mit dem KIT und dem KASTEL
Erste gemeinsame Veranstaltung am 26. Januar 2012 bot „Kryptographie zum Anfassen“
[datensicherheit.de, 27.01.2012] Die Karlsruher IT-Sicherheitsiniative (KA-IT-Si) widmet sich seit ihrer Gründung Anfang 2001 dem Ziel, Mitarbeiter und Führungskräfte in Unternehmen und Behörden in der „TechnologieRegion Karlsruhe“ für die Risiken mangelnder IT-Sicherheit zu sensibilisieren. Seitdem hat sie sich zu einer anerkannten Plattform für Wissensvermittlung und Erfahrungsaustausch entwickelt, deren Veranstaltungen von Experten und Verantwortlichen aus ganz Deutschland besucht werden.
Ab 2012 wird die Zusammenarbeit mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und dem im Oktober 2011 eröffneten Kompetenzzentrum für Angewandte Sicherheits-Technologie (KASTEL) die KA-IT-Si inhaltlich bereichern. Ziel ist es, den Wissenstransfer zum Thema IT-Sicherheit zwischen Forschung und Industrie zu verbessern.
Die erste gemeinsame Veranstaltung am 26. Januar 2012 widmete sich anlässlich des 100. Geburtstages des britischen Mathematikers und Kryptoanalytikers Alan Turing, dessen historischer Verdienst das erfolgreiche Knacken der deutschen Verschlüsselungsmaschine „Enigma“ im Zweiten Weltkrieg war, Höhepunkten der Kryptographiegeschichte. Mehr als 100 Teilnehmer verfolgten die Einführungsvorträge der beiden Referenten Prof. Dr. Jörn Müller-Quade (KIT) und Dirk Fox (Secorvo Security Consulting GmbH), die nach einer kurzen Retrospektive auf die Entwicklung der Verschlüsselungstechnik von ihren Anfängen bis in das 20. Jahrhundert die Funktionsweise und geschichtliche Bedeutung der ersten Kryptomaschinen erläuterten. Diese spielten nicht nur im Verlauf des Zweiten Weltkriegs eine entscheidende Rolle, sondern waren Auslöser der wegweisenden Arbeiten Alan Turings zur Entwicklung des Computers.
Besonderer Höhepunkt der Kooperationsveranstaltung war die anschließende Ausstellung zahlreicher seltener historischer Verschlüsselungsmaschinen, die speziell für diesen Anlass aus mehreren Sammlungen kombiniert wurden. Präsentiert wurden unter anderem eine „Enigma“ und eine Maschine, wie sie in den 1960er-Jahren in der deutschen Botschaft in Moskau verwendet wurde. Die Sammler ergänzten die Einführungsvorträge um viele Details und historische Anekdoten rund um den Einsatz, die Kryptoanalyse und die spätere Restaurierung einzelner Stücke der Sammlungen.
Die nächste Veranstaltung der Karlsruher IT-Sicherheitsinitiative zum Thema „Sichere Softwareentwicklung“ soll am 1. März 2012 im „Schlosshotel Karlsruhe“ stattfinden.
Weitere Informationen zum Thema:
Karlsruher IT-Sicherheitsinitiative
01.03.2012 | Sichere Softwareentwicklung
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