Aktuelles, Experten - geschrieben von dp am Samstag, Mai 13, 2017 15:27 - noch keine Kommentare
WannaCry: Weltweite Cyber-Attacken mit neuer Ransomware
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik gibt Handlungsempfehlungen
[datensicherheit.de, 13.05.2017] Cyber-Angriffe mit hoher Schadenswirkung durch die Ransomware „WannaCry“ am 12. Mai 2017 finden aktuell Eingang in die Medien. Von diesen Angriffen sollen Unternehmen und Institutionen weltweit und auch in Deutschland betroffen sein. Das Besondere an dieser Schadsoftware ist laut dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), dass sie sich selber verbreiten kann. Die Verbreitung erfolge dabei ohne weiteres Zutun des Nutzers, was insbesondere in Netzwerken von Unternehmen und Organisationen zu großflächigen Systemausfällen führen könne.
Ungepatchte „Windows“-Systeme betroffen
Betroffen sind nach BSI-Angaben Systeme auf Basis von „Microsoft-Windows“. Der Mechanismus der Weiterverbreitung der Schadsoftware werde durch den Software-Patch von Microsoft vom 14. März 2017 (MS17-010) verhindert.
Das BSI rät daher zum Aufspielen dieses Patches, sofern dies nicht bereits geschehen ist.
BSI stellt Informationen und Handlungsempfehlungen bereit
Informationen und Handlungsempfehlungen zum Schutz vor Ransomware hat das BSI nach eigenen Angaben in einem Dossier zusammengefasst, das online zum Download (s.u.) bereitsteht.
Über die etablierten Kanäle von CERT-Bund, UP KRITIS und Allianz für Cyber-Sicherheit stelle das BSI Wirtschaft und Verwaltung Informationen und Handlungsempfehlungen zur Verfügung.
Angriffe zeigen Verwundbarkeit der digitalisierten Gesellschaft auf
„Als nationale Cyber-Sicherheitsbehörde beobachten wir rund um die Uhr intensiv die Lage und stimmen uns dazu auch mit betroffenen Unternehmen in Deutschland sowie mit unseren internationalen Partnern in Frankreich und Großbritannien ab“, erläutert BSI-Präsident Arne Schönbohm. Seit Bekanntwerden der Angriffswelle am Abend des 12. Mai 2017 habe das BSI-Lagezentrum hierzu eine Reihe von Telefonkonferenzen und Gesprächen geführt. „Das Krisenmanagement funktioniert“, betont Schönbohm.
Um einen möglichst vollständigen Überblick über die Lage zu bekommen, ruft er betroffene Institutionen auf, Vorfälle beim BSI zu melden.
Schönbohm: „Die aktuellen Angriffe zeigen, wie verwundbar unsere digitalisierte Gesellschaft ist. Sie sind ein erneuter Weckruf für Unternehmen, IT-Sicherheit endlich ernst zu nehmen und nachhaltige Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Die aktuelle Schwachstelle ist seit Monaten bekannt, entsprechende Sicherheitsupdates stehen zur Verfügung. Wir raten dringend dazu, diese einzuspielen.“
Weitere Informationen zum Thema:
datensicherheit.de, 12.05.2017
Wana-Ransomware: Weltweite Cyber-Attacke auf kritische Infrastrukturen
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, 08.07.2016
BSI legt Lagedossier zu Ransomware vor
Aktuelles, Experten - Feb. 22, 2026 0:54 - noch keine Kommentare
Neues Whitepaper zu Active Directory: TÜV Rheinland gibt Tipps zur Absicherung
weitere Beiträge in Experten
- RTL Group: Hacker-Abgriff von Mitarbeiterdaten aus dem Intranet
- Paradoxon des deutschen IT-Arbeitsmarktes: Zunahme arbeitsloser Fachkräfte bei Abnahme der IT-Sicherheit in Unternehmen
- Olympische Winterspiele – Angriffe auf digitale Identitäten als größtes Cyberrisiko
- Bitkom-Kommentar: Weitere Erhöhung des Rundfunkbeitrags kontraproduktiv
- European Blockchain Sandbox: BfDI erneut mit Most Innovative Regulator Award ausgezeichnet
Aktuelles, Branche - Feb. 21, 2026 0:47 - noch keine Kommentare
Vishing: Gezielte Cyberangriffe in Echtzeit mittels neuartiger Voice-Phishing-Kits
weitere Beiträge in Branche
- Olympische Winterspiele – Angriffe auf digitale Identitäten als größtes Cyberrisiko
- DDoS-Angriffe wie vor Kurzem auf die DB können Vertrauen der Kunden untergraben
- Smartphone-Kaperung: PromptSpy-Hacker missbrauchen Google-KI
- Eurail und Interrail: Gestohlene Passagier-Daten im Darknet feilgeboten
- Dragos’ Cybersecurity Report 2026 zur OT-Bedrohung: Ransomware-Angreifer erhöhen operativen Druck auf industrielle Infrastrukturen und KRITIS
Aktuelles, A, Experten, Service, Wichtige Adressen - Jan. 13, 2026 1:08 - noch keine Kommentare
Registrierung bei ELEFAND: Krisen- und Katastrophenvorsorge bei Auslandsaufenthalten
weitere Beiträge in Service
- DigiCert-Umfrage: Manuelle Zertifikatsprozesse führen zu Ausfällen, Compliance-Fehlern und hohen Verlusten im Unternehmen
- Threat Hunting: Bedeutung und Wertschätzung steigt
- Umfrage: 71 Prozent der IT-Entscheidungsträger besorgt über Mehrfachnutzung von Passwörtern
- Fast die Hälfte der Unternehmen ohne geeignete Sicherheitsrichtlinien für Remote-Arbeit
- Umfrage: Bedeutung der Konsolidierung von IT-Sicherheitslösungen



Kommentieren