Aktuelles, Branche - geschrieben von cp am Montag, September 8, 2014 23:42 - ein Kommentar
Wearable Technology: Tech-Gadgets verraten persönliche Daten und Angewohnheiten
„Tragbare Technologie“ mißt neben dem Pulsschlag auch den Kalorienverbrauch, Schlafgewohnheiten oder Bewegung gibt außerdem Aufschluß über den Standort des Trägers.
[datensicherheit.de, 08.09.2014] Allein in Deutschland wurden in der ersten Jahreshälfte 2014 bereits sechs Millionen Smart Watches und Fitnessarmbänder verkauft, so das Ergebnis einer Studie des Analystenhauses Canalys – ein Wachstum von knapp 700 Prozent innerhalb eines einzigen Jahres. ABI Research prognostiziert, dass bis 2018 rund 485 Millionen Menschen weltweit „Wearables“ tragen werden.
Symantec hat kürzlich eine Reihe von Fitness-Armbändern und Apps getestet und ein entsprechendes White Paper veröffentlicht. Das Ergebnis: Fast alle getesteten Apps und Fitnessarmbänder haben Sicherheitslücken! Eine von fünf Apps überträgt Benutzerinformationen sogar ohne jegliche Verschlüsselung. Die Unternehmen selbst nutzen diese persönlichen Daten oftmals zu Marketingzwecken.
„Es mag auf den ersten Blick harmlos erscheinen, wenn ein Hacker die Anzahl der am Tag gelaufenen Schritte ausspäht. Aber durch das Auslesen der auf der Sportuhr oder dem Fitnessarmband gespeicherten Informationen können potenziell weitaus kritischere Daten missbraucht werden: Frühere Fälle haben gezeigt, dass mit solchen Informationen beispielsweise festgestellt werden kann, ob ein Nutzer zuhause ist – oder ob der Einbrecher die Wohnung gefahrlos ‚besuchen‘ kann“, erklärt Candid Wüest, Sicherheitsexperte und Virenjäger bei Symantec. „Erschreckend ist außerdem, dass gut die Hälfte der getesteten Apps über keinerlei Datenschutzerklärung verfügen.“
Der Test deckte mehrere Sicherheitslücken auf, am bedenklichsten die unverschlüsselte Übertragung von Daten. Auch wenn die eigene Herzfrequenz oder der Kalorienverbrauch für Dritte uninteressant erscheinen mag, ist die Nichtverschlüsselung insgesamt kritisch – zu den Informationen gehören auch der Name und das Passwort. Fragwürdig ist außerdem, dass diese Informationen an mehrere Empfänger gesendet wurden – das Negativ-Beispiel war eine App, die die Daten an 14 verschiedene Empfänger sendete, sprich: 14 Orte, an denen die Daten von Hackern abgezapft werden können.
Symantec empfiehlt daher die folgenden Sicherheitsmaßnahmen:
- Verwenden Sie für alle Anwendungen und Konten unterschiedliche Benutzernamen und Passwörter.
- Schalten Sie die Bluetooth-Funktion aus, wenn Sie sie nicht benötigen.
- Achten Sie mit gesundem Menschenverstand darauf, welche Informationen Sie über soziale Netzwerke mit Dritten teilen. Muß wirklich jeder Ihre Joggingstrecke oder Ihren Body-Mass-Index kennen?
- Nutzen Sie keine Dienste, Apps und Services, die nicht über eine Datenschutzerklärung verfügen.
- Stellen Sie sicher, dass Sie immer die neueste Version einer App oder eines Services nutzen.
- Installieren Sie, wenn möglich, eine Verschlüsselungslösung.
ein Kommentar
JK
Kommentieren
Aktuelles, Experten - Feb. 15, 2026 11:41 - noch keine Kommentare
Verteidigung: Umfassende Resilienz gehört ins Zentrum der Sicherheitspolitik
weitere Beiträge in Experten
- DefTech-Startups warnen vor verminderter Verteidigungsfähigkeit Deutschlands
- Cybersicherheits-Direktorentreffen und Cyber Security Conference in München: Automatisierte Verteidigung im Fokus
- Wahlwerbung per Post kein Datenschutzverstoß – Widerspruch gegen Datenweitergabe möglich
- IT-Sicherheit auch in Privathaushalten laut BSI mehr als eine rein technische Frage
- eco-Forderung: EU sollte als Einheit auftreten und Europas digitale Wettbewerbsfähigkeit stärken
Aktuelles, Branche - Feb. 14, 2026 0:09 - noch keine Kommentare
Fake-WebShops und -Dating-Plattformen: Verschärfung der Cyberbedrohungen rund um den Valentinstag
weitere Beiträge in Branche
- Kaspersky-Warnung vor Cyberbetrug rund um den Valentinstag: Betrüger ködern mit vermeintlichen Geschenkkarten
- Datenschutz in Echtzeit: Wie Daten-Streaming die Kunden in einer KI-gesteuerten Welt schützt
- OpenClaw: Vom Tech-Experiment zum Enterprise-Albtraum
- eRecht24 startet KI Day 2026 – Live-Event für rechtssichere KI-Nutzung
- KI entscheidet über Wettbewerbsfähigkeit bis 2030
Aktuelles, A, Experten, Service, Wichtige Adressen - Jan. 13, 2026 1:08 - noch keine Kommentare
Registrierung bei ELEFAND: Krisen- und Katastrophenvorsorge bei Auslandsaufenthalten
weitere Beiträge in Service
- DigiCert-Umfrage: Manuelle Zertifikatsprozesse führen zu Ausfällen, Compliance-Fehlern und hohen Verlusten im Unternehmen
- Threat Hunting: Bedeutung und Wertschätzung steigt
- Umfrage: 71 Prozent der IT-Entscheidungsträger besorgt über Mehrfachnutzung von Passwörtern
- Fast die Hälfte der Unternehmen ohne geeignete Sicherheitsrichtlinien für Remote-Arbeit
- Umfrage: Bedeutung der Konsolidierung von IT-Sicherheitslösungen



6 Millionen Smart Watches und Fitnessarmbänder? Wirklich?
Die Originalstudie sagt was von 4,6 Millionen weltweit. Hier hat wohl jemand falsch abgeschrieben
lg
JK