Aktuelles, Experten - geschrieben von dp am Freitag, Mai 22, 2026 0:09 - noch keine Kommentare
KI-Einsatz: Erfolgsfaktoren zum Erkenntnisgewinn für Führungskräfte
Künstliche Intelligenz (KI) ist dann am wirkungsvollsten, wenn sie Informationen im Kontext analysiert und eben gerade nicht isoliert bzw. in einzelnen Silos
[datensicherheit.de, 22.05.2026] In ihrer aktuellen Stellungnahme betont Shannon Bell, „EVP, CIO & CDO“ bei OpenText: „Ob Unternehmen heute tatsächlich einen realen Mehrwert aus dem Einsatz von KI ziehen, hängt davon ab, wie konsequent gewonnene Erkenntnisse in Entscheidungen und Prozesse integriert werden!“ Künstliche Intelligenz (KI) sei dann am wirkungsvollsten, „wenn sie Informationen im Kontext analysiert und nicht isoliert oder in einzelnen Silos“. Ziel sei es, diesen Kontext direkt in jene „Workflows“ einzubetten, in denen Entscheidungen getroffen und Maßnahmen umgesetzt werden. Deshalb seien qualitativ hochwertige Daten und klar strukturierte Geschäftsprozesse von entscheidender Bedeutung.
KI vermag messbare, wiederholbare und unternehmensweit skalierbare Vorteile zu liefern
Führungskräfte spielten dabei eine zentrale Rolle. Diese schaffen die Voraussetzungen dafür, „dass KI echten Mehrwert liefert, indem sie den Fokus auf die Informationsebene legen und sicherstellen, dass Daten korrekt, kontrolliert und systemübergreifend verknüpft sind“. Bell führt weiter aus: „Sind diese Grundlagen geschaffen, kann KI Vorteile liefern, die messbar, wiederholbar und unternehmensweit skalierbar sind.“
- KI erkennt Muster, welche von Menschen leicht übersehen werden. So kann sie Störungen in Lieferketten prognostizieren, Risiken frühzeitig identifizieren und konkrete Ansatzpunkte zur Verbesserung von Kundenerlebnis und operativer Leistungsfähigkeit aufzeigen. In regulierten Branchen kann KI demnach zudem „Compliance“-Verstöße, Datenanomalien oder Sicherheitsrisiken erkennen und rechtzeitiges Eingreifen ermöglichen.
„Im Finanzsektor analysiert KI Transaktionsdaten, Kundenverhalten und regulatorische Signale in Echtzeit. So lassen sich potenzieller Betrug oder ,Compliance’-Risiken erkennen, bevor sie eskalieren“, so Bell. Ähnliche Vorteile zeigten sich in den Lieferketten im Gesundheitswesen. Dort verarbeite KI Echtzeitdaten aus Bestandssystemen, Lieferantennetzwerken und klinischem Bedarf und erkenne drohende Engpässe frühzeitig. „Produkte, bei denen Engpässe die Versorgung gefährden würden, werden identifiziert, bevor Lieferverzögerungen, regionale Nachfragespitzen oder Transportprobleme auftreten. Teams reagieren, indem sie Bestände umverteilen, Bestellmengen anpassen oder alternative Lieferanten einbinden.“ Entscheidend ist laut Bell, dass diese Erkenntnisse direkt in operative Prozesse einfließen und auf verlässlichen Daten basieren. So unterstützten sie dann Entscheidungen, welche die Versorgungsqualität und Systemstabilität sicherstellten.
KI kann schwache Datenstrukturen eben nicht ausgleichen
Bell gibt zu bedenken: „Das Potenzial von KI ist nur so stark wie die Informationen, auf denen sie basiert!“ Einer der häufigsten Fehler von Unternehmen sei die Annahme, KI könne schwache Datenstrukturen ausgleichen. Sie warnt: „Sind Daten ungenau, unzureichend gesichert oder schlecht verwaltet, verstärkt KI diese Probleme, anstatt sie zu lösen!“
- Sauberes Informationsmanagement und klare „Governance“ seien keine Punkte, welche man vor dem Start einfach abhaken könnte – sie bildeten vielmehr das Fundament für alles Weitere. Erst dann liefere KI in konkreten Anwendungsfällen echten geschäftlichen Mehrwert.
Davon profitierten auch die Kunden. Gerade in regulierten Branchen müssten Führungskräfte sicherstellen, „dass KI-Initiativen die Datensouveränität wahren – insbesondere dann, wenn Daten grenzüberschreitend und plattformübergreifend genutzt werden“. Werden Sicherheit und „Compliance“ von Anfang an in die KI-Strategie integriert, stärke dies das Vertrauen und helfe, kostspielige Fehltritte zu vermeiden.
Verantwortungsvoller KI-Einsatz als echter Wettbewerbsvorteil
Bei KI setzten sich nicht jene Organisationen durch, welche sie am schnellsten implementieren, sondern diejenigen, „die sie gezielt und verantwortungsvoll einsetzen!“ Führungskräfte müssten sicherstellen, „dass KI verlässliche Erkenntnisse liefert, die Menschen verstehen und in konkrete Maßnahmen umsetzen können“.
- Ebenso wichtig sei es, Mitarbeiter zu befähigen, die richtigen Fragen zu stellen, Ergebnisse einzuordnen und verantwortungsvoll mit KI-gestützten Erkenntnissen umzugehen. Erst dann könne sich KI zu einem echten Wettbewerbsvorteil entwickeln.
Abschließend fasst Bell zusammen: „Letztlich ist Technologie allein nicht der entscheidende Faktor! Menschen, Prozesse und ein wirksames ,Change Management‘ – also die strukturierte Begleitung von Veränderungen im Unternehmen – bestimmen, ob KI nachhaltig Wirkung entfaltet.“
Weitere Informationen zum Thema:
ot opentext
Führungsteam: Shannon Bell – Executive Vice President, Chief Digital Officer und Chief Information Officer
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