Aktuelles, Branche, Studien - geschrieben von dp am Dienstag, Februar 24, 2026 0:44 - noch keine Kommentare
74 Prozent der Ransomware-Vorfälle beinhalten Datenexfiltration
Ransomware-Angriffe zählen 2026 weltweit zu den hartnäckigsten und kostspieligsten Cyberbedrohungen – mit Auswirkungen auf Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Privatnutzer
[datensicherheit.de, 24.02.2026] Ransomware-Angriffe gelten längst nicht mehr als Einzelfälle, welche nur große Unternehmen betreffen. Laut Panda Security zählen sie im Jahr 2026 weltweit zu den hartnäckigsten und kostspieligsten Cyberbedrohungen – mit Auswirkungen auf Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Privatnutzer gleichermaßen. 74 Prozent der Vorfälle beinhalten demnach Datenexfiltration, also nicht nur Verschlüsselung. „Der weltweite Markt für Ransomware-Schutz soll von 32,6 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 auf nahezu 123 Milliarden US-Dollar bis 2034 wachsen.“

Abbildung: Panda Security
Panda Security – Empfehlungen für Schutzmaßnahmen gegen Ransomware-Attacken
Ransomware-Angriffe werden fortentwickelt: Von Doppel-Erpressungstaktiken zu Phishing-Kampagnen mittels KI
Aktuelle Ransomware-Statistiken zeigten, „wie weit verbreitet und finanziell belastend diese Angriffe inzwischen sind“. Von Doppel-Erpressungstaktiken bis hin zu Phishing-Kampagnen mittels Künstlicher Intelligenz (KI) entwickelten sich Cyberkriminelle schneller denn je weiter.
- Ransomware-Attacken sind spezielle Cyberangriffe, bei denen Täter Dateien verschlüsseln und dann Lösegeld für deren Freigabe verlangen. Moderne Cyberangreifer gehen indes noch weiter: Sie stehlen sensible Daten vor der Verschlüsselung und drohen mit deren Veröffentlichung, falls nicht gezahlt wird.
Panda Security benennt zentrale Ransomware-Trends 2026:
- Doppel-Erpressung ist inzwischen Standard: Daten werden gestohlen, bevor Systeme gesperrt werden.
- KI-gestütztes Phishing macht betrügerische Nachrichten deutlich schwerer erkennbar.
- Ransomware-as-a-Service (RaaS) senkt die Einstiegshürden für Cyberkriminelle, da fertige Angriffstools gemietet werden können.
- Schnellere Verschlüsselung verkürzt die Reaktionszeit auf wenige Minuten, bevor Systeme vollständig blockiert sind.
Besonders von Ransomware-Angriffen betroffene Branchen und die Folgen
Professionelle Dienstleistungen, Gesundheitswesen und verbrauchernahe Dienstleistungen zählten weiterhin zu den am häufigsten angegriffenen Branchen. Besonders im Gesundheitswesen könnten Systemausfälle unmittelbare Auswirkungen auf die Versorgung haben.
- Auch Finanzinstitute hätten 2024 weltweit Tausende Cybervorfälle gemeldet, von denen viele mit sensiblen Datenlecks verbunden gewesen seien.
Ransomware verursacht nicht nur finanzielle Schäden – die menschlichen Folgen:
- 100 Prozent der Organisationen mit verschlüsselten Daten hätten von direkten Auswirkungen auf Mitarbeiter berichtet.
- 41 Prozent der IT- und Sicherheitsteams hätten erhöhte Stressbelastung nach einem Angriff gemeldet.
- 31 Prozent hätten gar krankheitsbedingte Ausfälle aufgrund der psychischen Belastung verzeichnet.
Einschätzung und Handlungsempfehlungen zu Ransomware von Panda Security
„Ransomware bedeutet heute nicht nur Dateiverschlüsselung, sondern Druck, Geschwindigkeit und psychologischen Einfluss“, kommentiert Hervé Lambert, „Global Consumer Operations Manager“ bei Panda Security. Er legt nahe: „Mit KI-gestütztem Phishing und Datendiebstahl als Standardtaktiken muss Prävention proaktiv statt reaktiv erfolgen! Bewusstsein, mehrschichtige Sicherheitsmaßnahmen und schnelle Erkennung sind 2026 entscheidend, um finanzielle und menschliche Schäden zu reduzieren.“
So lässt sich laut Lambert das Risiko reduzieren:
- Systeme und Software regelmäßig aktualisieren!
- Starke, einzigartige Passwörter mit einem Passwort-Manager verwenden!
- Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) aktivieren!
- Regelmäßige Datensicherungen durchführen!
- Vertrauenswürdige Anti-Ransomware-Lösungen einsetzen!
- Mitarbeiter für Phishing-Risiken sensibilisieren!
„Ransomware-Angriffe werden intelligenter, schneller und aggressiver. Wer die aktuellen Statistiken und Trends kennt, kann seine Sicherheitsstrategie gezielt stärken und Risiken im Jahr 2026 wirksam reduzieren.“ Prävention, Vorbereitung und Aufmerksamkeit blieben somit die wirksamsten Schutzmechanismen gegen eine sich ständig weiterentwickelnde Bedrohung.
Weitere Informationen zum Thema:
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Hervé Lambert
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