Aktuelles, Branche - geschrieben von dp am Mittwoch, Oktober 8, 2025 0:37 - noch keine Kommentare
Neue Spear-Phishing-Kampagne fokussiert auf Führungskräfte
Die Angreifer tarnen ihre „Spear Phishing“-Nachrichten als Benachrichtigungen zur Freigabe von „OneDrive“-Dokumenten
[datensicherheit.de, 08.10.2025] „Sicherheitsforscher warnen vor einer gezielten Welle von ,Spear Phishing’-Angriffen, die insbesondere Führungskräfte und leitende Angestellte in verschiedenen Branchen ins Visier nehmen“, berichtet Dr. Martin J. Krämer, „Security Awareness Advocate“ bei KnowBe4, in seiner aktuellen Stellungnahme. Die Angreifer tarnen ihre Nachrichten demnach als Benachrichtigungen zur Freigabe von „OneDrive“-Dokumenten und versehen sie mit Betreffzeilen wie „Gehaltsänderung“ oder „FIN_SALARY“.

Foto: KnowBe4
Dr. Martin J. Krämer rät Unternehmen, für das „Human Risk Management“ Sicherheitsbewusstsein als festen Bestandteil der Unternehmenskultur zu verankern
Klick auf „Spaer Phishing“-Link führt Empfänger auf täuschend echt gestaltete Anmeldeseite
Krämer erläutert: „Ein Klick auf den enthaltenen Link führt die Empfänger auf eine täuschend echt gestaltete Anmeldeseite von ,Microsoft Office’ beziehungsweise ,OneDrive’.“
Er führt weiter aus: „Dort werden die Zugangsdaten abgefragt, die dann den Angreifern in die Hände fallen. Laut den Forschern erhöhen personalisierte Details – etwa der Name des Empfängers oder konkrete Unternehmensinformationen – zusätzlich die Glaubwürdigkeit dieser Mails.“
Wirksamkeit von Phishing-Filtern wird deutlich gemindert
Eine Besonderheit der Kampagne sei der Einsatz manipulierter Schaltflächentexte, mit denen die Angreifer Erkennungssysteme umgehen könnten. So erscheine für Anwender im Hellmodus lediglich das Wort „Öffnen“, während die dahinterliegenden Zeichenfolgen unsichtbar blieben.
Im Dunkelmodus jedoch träten Zufallskombinationen wie „twPOpenHuxv“ oder „gQShareojxYI“ zutage. Dadurch würden Schlüsselbegriffe wie „Öffnen“ und „Teilen“ aufgebrochen, was die Wirksamkeit von Filtern, die auf regulären Zeichenfolgen beruhten, deutlich reduziere.
Handlungsempfehlungen für Unternehmen zur Abwehr solcher „Spear Phishung“-Angriffe:
- Sensibilisierung von Führungskräften und Assistenten
Besonders exponierte Zielgruppen sollten über die aktuelle Kampagne informiert sein. Realistische Betreffzeilen und personalisierte Daten steigerten die Überzeugungskraft der Angriffe erheblich. - Skepsis bei unerwarteten Dokumenten
Mitarbeiter sollten stets vorsichtig sein, wenn sie Links oder Dateien zu Personal- oder Gehaltsangelegenheiten erhalten – insbesondere von externen Absendern. - Klare Meldewege für verdächtige E-Mails
Unternehmen sollten sicherstellen, dass auffällige Nachrichten schnell an die Sicherheitsabteilung weitergeleitet werden, um Gegenmaßnahmen zeitnah einzuleiten. - Gezielte Schulungen
Auch Assistenten der Geschäftsleitung und enge Kollegen seien bevorzugte Ziele. Sie benötigten dieselbe Aufmerksamkeit in „Awareness“-Trainings wie Führungskräfte selbst.
Aktuelle „Spear Phishing“-Angriffswelle verdeutlicht Missbrauch psychologischer Hebel und vertraulicher Informationen
Diese aktuelle Angriffswelle verdeutliche, wie stark Cyberkriminelle psychologische Hebel und vertrauliche Informationen einsetzten, um Vertrauen zu erschleichen. Für das „Human Risk Management“ ergebe sich daraus die Notwendigkeit, Sicherheitsbewusstsein als festen Bestandteil der Unternehmenskultur zu verankern.
„Neben technischen Abwehrmaßnahmen spielt dabei die kontinuierliche Sensibilisierung aller Mitarbeitenden – insbesondere in Personal- und Managementfunktionen – eine entscheidende Rolle“, gibt Krämer abschließend zu bedenken.
Weitere Informationen zum Thema:
knowbe4
Ein Boost für Ihre Sicherheitskultur
knowbe4
KnowBe4 News und Wissenswertes / Dr. Martin J. Krämer
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