Aktuelles, Branche, Studien - geschrieben von dp am Mittwoch, Oktober 15, 2025 0:40 - noch keine Kommentare
Digitalbetrug: Jeder vierte Verbraucher in Deutschland bereits Opfer
Ping Identity hat seinen aktuellen Report „Consumer Survey 2025“ vorgestellt – demnach war bereits ein Viertel der Verbraucher in Deutschland von digitalem Betrug betroffen
[datensicherheit.de, 15.10.2025] Ping Identity hat seinen aktuellen Report „Consumer Survey 2025“ vorgestellt – demnach war bereits ein Viertel der Verbraucher in Deutschland von digitalem Betrug betroffen; gleichzeitig nehme die Nutzung Künstlicher Intelligenz (KI) zu, während das Vertrauen in Datenverwalter abnehme.

Foto: Ping Identity
Henning Dittmer warnt: Das ist keine theoretische Gefahr, sondern für viele eine reale Erfahrung!
Digitale Sicherheit Grundlage für Vertrauen, finanzielle Stabilität und persönliche Identität
Digitale Sicherheit sei längst kein Randthema mehr – sie bilde die Grundlage für Vertrauen, schütze die finanzielle Stabilität und bewahre die persönliche Identität.
- Die neue „Ping Identity Consumer Survey 2025“ mache deutlich, „wie groß die Belastung durch digitale Betrugsversuche in Deutschland ist“.
Bereits ein Viertel der Verbraucher sei Opfer von Betrug, Scam oder Identitätsdiebstahl geworden.
Persönliche Daten: 69% heute besorgter um digitale Sicherheit als vor fünf Jahren
Henning Dittmer, „RVP DACH“ bei Ping Identity, betont: „Das ist keine theoretische Gefahr, sondern für viele eine reale Erfahrung!“ Das Vertrauen der Deutschen in die Institutionen, welche ihr digitales Leben verwalten, sei entsprechend erschüttert.
- Nur zwölf Prozent hätten noch „volles“ Vertrauen in Organisationen, welche ihre Identitätsdaten online verwalten, während 29 Prozent „wenig“ oder „gar kein“ Vertrauen hätten.
Zugleich gäben 69 Prozent an, heute besorgter um die Sicherheit ihrer persönlichen Daten zu sein als noch vor fünf Jahren.
Verbraucher im Spannungsfeld digitaler Risiken und Chancen
Ein Blick auf die größten Sorgen der Verbraucher zeige die vielfältige Wahrnehmung der Bedrohungen: „41 Prozent der Befragten fürchten, Opfer von Finanzbetrug zu werden. 28 Prozent haben Angst vor Identitätsmissbrauch und weitere 28 Prozent sorgen sich um die Sicherheit ihrer persönlichen Daten.“
- Besonders groß sei das Misstrauen gegenüber Sozialen Medien (41%), Glücksspiel- und Wettanbietern (39%) sowie Online-Händlern (23%).
Dittmer führt aus: „Die Studie verdeutlicht zudem, dass KI-Technologien längst im Alltag angekommen sind. Bereits 38 Prozent der Befragten nutzen KI privat – beispielsweise für Alltagshilfen, kreative Anwendungen oder die Informationssuche. 24 % setzen KI zum Lernen ein. Ein Drittel (35%) hatte bislang noch keine Berührungspunkte mit KI.“
Unsicherheit nährt Bereitschaft der Verbraucher, auf digitale Bequemlichkeiten zu verzichten
Gleichzeitig zeige sich eine deutliche Erwartungshaltung gegenüber der Politik: 38 Prozent der Befragten hielten eine staatliche Regulierung von KI zum Schutz ihrer Identität und Daten für „sehr wichtig“.
- Trotz der zunehmenden Bedrohungslage fühlten sich nur 48 Prozent der Menschen ausreichend über aktuelle Betrugsmaschen informiert. Die andere Hälfte empfinde sich damit als ungeschützt und orientierungslos. Diese Unsicherheit führe dazu, dass viele Verbraucher bereit wären, auf digitale Bequemlichkeiten zu verzichten, um ihre Identität zu schützen – „sei es bei der Nutzung Sozialer Medien, beim Online-Shopping oder sogar beim Online-Banking“.
Insgesamt ergebe sich für Deutschland ein deutliches Stimmungsbild: Die Verbraucher seien besorgt und zunehmen misstrauisch. „Sie erwarten von Unternehmen, Politik und Technologieanbietern klare Maßnahmen. Nur durch transparente KI-Nutzung, verbindliche Regulierungen und eine konsequente „Identity-first“-Strategie kann das verlorene Vertrauen langfristig wiedergewonnen werden“, kommentiert Dittmer abschließend.
Weitere Informationen zum Thema:
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