Aktuelles, Branche - geschrieben von dp am Dienstag, Februar 23, 2021 21:00 - noch keine Kommentare
Clubhouse: Data Breach bei Social-Media-Plattform
Satnam Narang kommentiert Sicherheitslücken in boomender Clubhouse-App
[datensicherheit.de, 23.02.2021] Kaum eine andere App stehe aktuell medial so sehr im Fokus wie Clubhouse. Nun berichteten Experten von eine ersten „Data Breach“ auf dieser Plattform:

Satnam Narang, Staff Research Engineer beim IT-Sicherheitsanbieter Tenable, Foto: Tenable
Satnam Narang: Nicht überraschend, dass Hacker einen Weg fanden, Clubhouse-API zu zerlegen…
Clubhouse-Audio-Feeds aus mehreren Räumen auf eigene Website gestreamt
„Clubhouse“ habe einen Datensicherheitsverstoß erlitten, „nachdem ein Entwickler in China eine Open-Source-App entwickelt hatte, mit der ,Android‘-Benutzer auf die App, die eigentlich nur für iPhone verfügbar ist, zugreifen konnten“.
Eindringlinge hätten so auch „Clubhouse“-Audio-Feeds aus mehreren Räumen auf ihre eigene Website streamen können. „Clubhouse“ habe den Benutzer inzwischen dauerhaft gesperrt und Schutzmaßnahmen angekündigt, um weitere Verstöße zu verhindern.
Clubhouse – Popularität der exklusiven App im letzten Jahr extrem stark zugenommen
„Trotz der Exklusivität von ,Clubhouse‘ – die App ist nur auf Einladung verfügbar und auf iOS-Geräte beschränkt – hat dessen Popularität im letzten Jahr extrem stark zugenommen“, erläutert Satnam Narang, „Staff Research Engineer“ beim IT-Sicherheitsanbieter Tenable.
Daher sei es nicht überraschend, dass Hacker einen Weg gefunden hätten, die „Clubhouse“-API (Application Programming Interface) zu zerlegen und zu analysieren. Narang berichtet: „Nun veröffentlichten sie Open-Source-Tools, mit denen sie Inhalte aus Räumen extrahieren und schließlich einen Klon der App für ,Android‘-Geräte entwickeln konnten.“
Clubhouse sollt offiziellen Offenlegungsprozess für Schwachstelle einführen
In diesem Fall seien die Absichten des Benutzers klar: „Sie wollten die Anwendung ohne iOS-Gerät verwenden.“ Es könnte aber auch andere, kriminelle Personen geben, die Gespräche führten und / oder als sogenannte Geister-Benutzer (nicht in einem Raum sichtbar, aber in der Lage zu chatten) in öffentlichen und privaten Räumen sprächen und gegen die Auflagen der App in Sachen Datenschutz und Diskretion verstießen.
Es bestehe auch die Wahrscheinlichkeit, dass Schwachstellen auf der gesamten Plattform verblieben, die noch entdeckt und offengelegt werden müssten. Narang kommentiert: „Wir hoffen, dass ,Clubhouse‘ einen offiziellen Offenlegungsprozess für Schwachstelle einführt, damit Sicherheitsprofis ,Clubhouse‘ dabei helfen können, seine wachsende Plattform und letztendlich seine Benutzer besser zu schützen.“
Weitere Informationen zum Thema:
datensicherheit.de, 14.02.2021
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