Aktuelles, Branche - geschrieben von dp am Mittwoch, September 18, 2019 22:08 - noch keine Kommentare
Patientendaten im Internet sorgen für erhebliches Aufsehen
Vectra kritisiert gegenseitiges Zuschieben der Verantwortung
[datensicherheit.de, 18.09.2019] Der am 17. September 2019 bekanntgewordene Fall der freien Verfügbarkeit von möglicherweise Millionen von Patientendaten im Internet hat offensichtlich für erhebliches Aufsehen gesorgt. Dabei ist laut einer Stellungnahme von Vectra „in diesem Fall nicht einmal davon auszugehen, dass Kriminelle beteiligt waren, sondern dass es hier in erster Linie um Pannen und unklare Zuständigkeiten geht“. Der Anbieter von IT-Sicherheitsplattformen auf Basis Künstlicher Intelligenz (KI) und Maschinellen Lernens hat nach eigenen Angaben in der Vergangenheit „schon mehrfach die IT-Sicherheitsvorkehrungen im Healthcare-Bereich analysiert“.
Andreas Müller: Proaktiv nach Schatten-IT-Systemen suchen!
Seit Langem beobachteter unseliger Trend
„Und täglich grüßt das Murmeltier. Schon wieder wurden Daten von Systemen verfügbar gemacht, weil sie nicht ordnungsgemäß gesichert wurden. Es ist ein unseliger Trend, den wir schon lange beobachten – mal mit großen, mal mit kleinen Auswirkungen“, kommentiert Andreas Müller, „Regional Director DACH“ bei Vectra.
Unsichere oder schlecht konfigurierte Cloud-Systeme
Die Anzahl der Datenpannen und unbeabsichtigten Veröffentlichungen, die sich daraus ergeben, dass Daten von unsicheren oder schlecht konfigurierten Cloud-Systemen öffentlich verfügbar sind, steigt laut Müller kontinuierlich an – und dabei seien nicht einmal die bösen Absichten von Hackern der Hintergrund. Beteiligt seien meist nur Leute, die im Internet stöberten – „um zu sehen, was offen verfügbar ist“.
Große Lücke bei Verantwortung für Sicherheit der Patientendaten
Gesundheitsdienstleister und das große Netzwerk der Dienstleister, auf welche sie sich verließen, hätten „eine große Lücke in der Verantwortung für die Sicherheit der Patienteninformationen geschaffen“. Die Software der Anbieter werde mit der Annahme erstellt, dass der Gesundheitsdienstleister sein Netzwerk sichern werde, und der Gesundheitsdienstleister erwerbe Software und Services mit der Annahme, dass der Software-Anbieter bzw. der Service-Anbieter sichere Software und Dienste bereitstellten. „Wie sich immer wieder herausstellt, scheint beides nicht zu stimmen“, so Müller.
Systeme ohne den Rat des IT-Sicherheitsteams eingeführt
Nicht selten würden Systeme von medizinischem Personal mit einer bestimmten Anforderung ohne den Rat des IT-Sicherheitsteams eingeführt. Es sei ein kompliziertes Netzwerk, das die IT-Sicherheit dazu zwinge, proaktiv nach Schatten-IT-Systemen zu suchen, welche Daten genau so verfügbar machten, „wie es im aktuellen Fall wohl leider geschehen ist“.
Aktuelles, Experten, Veranstaltungen - Juni 30, 2026 0:10 - noch keine Kommentare
Universität Paderborn: 12 Millionen Euro für Erweiterung des Supercomputers „Otus“
weitere Beiträge in Experten
- Schatten-KI: Das Problem an der Wurzel packen
- Digitalkompetenzen: Laut TÜV Weiterbildungsstudie 2026 hoher Qualifizierungsbedarf
- Modernisierung von Bund und Ländern: „Monitor Staatsmodernisierung“ des Bitkom zur Umsetzung von 222 zentralen Vorhaben
- Neuer CNAPP-Standard als Basis der Hyper-Priorisierung und autonomen Behebung im Cloud-Maßstab
- HmbBfDI zu Fotos und Videos mittels Smartphones und Smart Glasses: Privatsphäre auch im Freibad und am Strand strikt zu wahren
Aktuelles, Branche, Studien - Juni 30, 2026 0:23 - noch keine Kommentare
Sicherheit auf Sommerreisen und Betrugsprävention – KnowBe4 gibt elementare Tipps
weitere Beiträge in Branche
- Schatten-KI: Das Problem an der Wurzel packen
- Neuer CNAPP-Standard als Basis der Hyper-Priorisierung und autonomen Behebung im Cloud-Maßstab
- Fehlender Kontext als größtes Sicherheitsrisiko für Unternehmen
- Neuer Ransomware-Boom: Ein Drittel mehr Vorfälle registriert
- Prime Day zunehmend auch Crime Day
Aktuelles, A, Experten, Service, Wichtige Adressen - Jan. 13, 2026 1:08 - noch keine Kommentare
Registrierung bei ELEFAND: Krisen- und Katastrophenvorsorge bei Auslandsaufenthalten
weitere Beiträge in Service
- DigiCert-Umfrage: Manuelle Zertifikatsprozesse führen zu Ausfällen, Compliance-Fehlern und hohen Verlusten im Unternehmen
- Threat Hunting: Bedeutung und Wertschätzung steigt
- Umfrage: 71 Prozent der IT-Entscheidungsträger besorgt über Mehrfachnutzung von Passwörtern
- Fast die Hälfte der Unternehmen ohne geeignete Sicherheitsrichtlinien für Remote-Arbeit
- Umfrage: Bedeutung der Konsolidierung von IT-Sicherheitslösungen




Kommentieren