In mehr als einem Drittel der über 700 analysierten Fälle weltweit nutzten Angreifer „Social Engineering“ als Einstieg – also den gezielten Versuch, Opfer durch Täuschung zu bestimmten Handlungen zu verleiten und so Sicherheitskontrollen zu umgehen
[datensicherheit.de, 10.08.2025] Palo Alto Networks gibt die Erkenntnisse aus der aktuellen „Social Engineering“-Edition des „2025 Global Incident Response Report“ der „Unit 42“ bekannt: Sogenanntes Social Engineering ist demnach 2025 das häufigste Einfallstor für Cyberangriffe. In mehr als einem Drittel der über 700 analysierten Fälle weltweit hätten Angreifer „Social Engineering“ als Einstieg genutzt – also den gezielten Versuch, Menschen durch Täuschung zu bestimmten Handlungen zu verleiten und so Sicherheitskontrollen zu umgehen.

Phishing bleibt die weitverbreitetste Taktik Cyberkrimineller, um sich Zugriff zu verschaffen
Zentrale Erkenntnisse der „Social Engineering“-Edition des „2025 Global Incident Response Report“ auf einen Blick:
- 36 Prozent aller untersuchten Vorfälle begannen mit „Social Engineering“
Phishing bleibe mit 65 Prozent die weitverbreitetste Taktik, um sich Zugriff zu verschaffen. 35 Prozent nutzten „Malvertising, SEO-Poisoning, Smishing oder MFA-Bombing“. - „High Touch“-Angriffe nehmen zu
Gruppen wie „Muddled Libra“ umgingen Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) und erlangten innerhalb weniger Minuten Administratorrechte – ohne den Einsatz von Malware. - Schwache Erkennungsmechanismen und Alarmmüdigkeit innerhalb der Sicherheitsteams begünstigen diese Angriffe
Warnsignale würden oft übersehen oder falsch eingestuft – insbesondere in Prozessen zur Wiederherstellung von Identitäten oder bei lateralen Bewegungen im Netzwerk. - Über die Hälfte der Vorfälle führte zu Datenabfluss
Andere wiederum zu Unterbrechungen kritischer Dienste oder zu einer spürbaren Beeinträchtigung der Unternehmensperformance. - Künstliche Intelligenz (KI) beschleunigt und personalisiert „Social Engineering“-Kampagnen
Bedrohungsakteure nutzten Generative KI (GenAI), um täuschend echte Köder zu erstellen, Stimmen von Führungskräften zu imitieren und in Echtzeit Gespräche während Täuschungskampagnen zu führen.
„Social Engineering“ – Abwehr erfordert auch technischen Sicherheitsansatz
Der vorliegende Bericht macht laut Palo Alto Networks deutlich: „,Social Engineering’ erfordert einen technischen Sicherheitsansatz, der Identitätsmissbrauch systematisch erkennt, Prozesse absichert und Benutzerinteraktionen konsequent überprüft!“
Weitere Informationen zum Thema:
paloalto NETWORKS, Blog, Michael Sikorski, 30.07.2025
Social Engineering on the Rise — New Unit 42 Report
paloalto NETWORKS
Get to know Michael Sikorski / CTO and VP Engineering – Unit 42
UNIT 42
Cybercrime: 2025 Unit 42 Global Incident Response Report: Social Engineering Edition
datensicherheit.de, 31.07.2025
Scattered Spider: Social Engineering erfolgreich wegen Drittanbietersoftware …. / Ein Kommentar von Dr. Johannes Ullrich, Dean of Research beim SANS Technology Institute
datensicherheit.de, 18.07.2025
Social Engineering weiterhin wichtigstes cyberkriminelles Einfallstor / „Initial Access Broker“ konzentrieren sich zunehmend darauf, „Social Engineering“ zu nutzen, um gültige Zugangsdaten für Systeme ihrer Opfer auszuforschen
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