Aktuelles, Experten - geschrieben von am Mittwoch, April 29, 2026 0:38 - noch keine Kommentare

Digitale Hygiene: ERGO empfiehlt Routinen zur Stärkung der Datensicherheit

Alina Gelde gibt Tipps nicht nur zum Digitalen Frühjahrsputz rund um Passwörter, Sicherungen, Datenmüll und Updates

[datensicherheit.de, 29.04.2026] Die ERGO Group gibt in ihrer aktuellen Stellungnahme Tipps für einen Digitalen Frühjahrsputz: „Digitale Hygiene ist wie Zähneputzen: Es geht zwar ohne, tut irgendwann aber weh. Mit ein paar einfachen Gewohnheiten können Verbraucherinnen und Verbraucher ihre Geräte und Konten deutlich besser schützen und überflüssigen Datenmüll vermeiden“, kommentiert Alina Gelde, Digital-Expertin bei ERGO, die banal anmutende, indes für Datensicherheit durchaus grundlegende Herausforderung:

Foto: ERGO Group

Alina Gelde: Wer sich Digitale Hygiene zur Gewohnheit macht, schützt sich vor vielen Risiken und hält das eigene digitale Leben übersichtlich!

Online aufräumen, um übersichtliche Strukturen zu schaffen

Die Risiken des digitalen Lebens seien vielfältig und die Konsequenzen könnten schmerzhaft sein – gehackte Konten, Identitätsdiebstahl, verlorene Daten durch technische Defekte oder Schadsoftware.

  • Die gute Nachricht laut Gedde: „Mit Sicherheits-Routinen lässt sich das Risiko massiv senken!“ Die sogenannte Digitale Hygiene bedeutet demnach, sich übersichtliche Strukturen zu schaffen, die eigenen Geräte regelmäßig auf den neuesten Sicherheits-Stand zu bringen und „Datenmüll“ zu entsorgen.

„Das ist genauso wichtig, wie das regelmäßige Aufräumen und Ausmisten zu Hause. Denn es schützt nicht nur die Privatsphäre und hilft uns, den Überblick zu behalten, sondern erspart auch viel Ärger im Schadensfall.“

Sichere Passwörter als erste Verteidigungslinie

Ein starkes Passwort sei das „A und O“. Aber 57 Prozent der Deutschen verwendeten dasselbe Passwort für mehrere Konten – dies sei ein großes Risiko: Wenn Kriminelle ein Konto knacken, hätten sie sofort Zugriff auf viele weitere Zugänge.

  • Laut Gedde ist es besser, für jedes Konto ein eigenes, sicheres Passwort zu erstellen: „Das sollte mindestens zwölf bis 16 Zeichen lang sein und aus Groß-, Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen bestehen.“ Auch wenn es zudem mühselig sei: Regelmäßig müsse ein neues her. Um die Übersicht zu behalten, empfehle es sich, mit einem Passwortmanager zu arbeiten.

Noch besser sei es indes, wo möglich, die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) zu aktivieren: Eine zusätzliche Bestätigung per SMS-Nachricht, Authenticator-App oder Fingerabdruck mache das Konto fast unknackbar, selbst wenn das Passwort kompromittiert ist.

Mit doppeltem Boden – regelmäßige Datensicherung

Defekte, Diebstahl, Ransomware oder ein versehentliches Löschen: In jedem Fall sei ein Backup sehr empfehlenswert. Nach der „3-2-1-Regel“ sollten drei Kopien der Daten auf zwei verschiedenen Speichermedien gespeichert sein und eine Kopie sollte an einem anderen Ort liegen.

  • Dies klinge aufwändig, sei aber gut umsetzbar – mittels einer internen und eine externer Festplatte plus einer „Cloud“-Sicherung.

„Im Ernstfall gelingt es auf diese Weise, schnell wieder produktiv zu sein, anstatt tagelang gestresst mit der Rettung der Daten beschäftigt zu sein“, so Gedde.

Errichtung einer inneren Ordnung – „Cloud“, Fotos, E-Mails ausmisten

Dies kennt wohl jeder Nutzer: Alte Fotos, doppelte Dateien, Newsletter von vor drei Jahren – all dies sammele sich an und blockiere wertvollen Speicherplatz. Dagegen helfe ein regelmäßiger Aufräumtag.

  • Auf der Agenda sollte dann immer stehen: Duplikate löschen, Fotos und Videos archivieren oder löschen, den „Cloud“-Speicher mit aussagekräftigen Ordnern strukturieren sowie große oder alte E-Mails entfernen. Gleichzeitig die Newsletter und Abos prüfen: „Was davon kann weg? Besonders wichtig ist es, alte oder ungenutzte Online-Konten zu löschen.“

Dies bringe nicht nur Ordnung ins System – es reduziere auch die Angriffsfläche. „Je mehr Konten und Online-Präsenz, umso mehr potenzielle Einfallstore für Kriminelle“, warnt Gedde.

Schutzschilde hoch – Geräte und Apps aktuell halten

Besonders wichtig seien regelmäßige Updates für Geräte und Apps, um Sicherheitslücken zu schließen, bevor Hacker diese ausnutzen können.

  • Die meisten Anbieter böten automatische Updates – diese am besten schnellstmöglich laufen lassen, statt sie immer wieder zu verschieben.

Gleichzeitig lohne sich ein regelmäßiger Blick in die App-Berechtigungen. „Braucht die Taschenlampen-App wirklich Zugriff auf Kontakte und Kamera? Vermutlich nicht!“

Kleine Gewohnheiten mit großer Wirkung

Der Schlüssel liege in regelmäßigen Routinen. Dabei helfe es, feste Zeiten für digitale Aufräumaktionen einzuplanen, etwa jeden ersten Sonntag im Monat 30 Minuten für Passwort-Check, Backup-Kontrolle und „Cloud“-Aufräumen.

  • Dafür sei auch kein großes technisches Wissen notwendig.

„Wer sich Digitale Hygiene zur Gewohnheit macht, schützt sich vor vielen Risiken und hält das eigene digitale Leben übersichtlich!“, gibt Gedde abschließend zu bedenken.

Weitere Informationen zum Thema:

ERGO
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Alina Gedde

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