Branche - geschrieben von am Donnerstag, Februar 4, 2021 20:54 - noch keine Kommentare

Datenschutz: Privatsphäre beim Surfen im Internet schützen

Drei Tipps der Malwarebytes-Sicherheitsforscher

[datensicherheit.de, 04.02.2021] Social-Media-Dienste geraten immer wieder in die Kritik, weil sie die Daten ihrer Nutzer nicht ausreichend schützen – so die Gegner der Plattformen. Zuletzt wurde ein für WhatsApp geplantes Update heiß diskutiert. Die Folge: Die Einführung der neuen Datenschutzregeln für den Messenger wurde vorerst auf Mai verschoben und konkurrierende Dienste verzeichneten starke Zuwächse bei den Nutzerzahlen.

Datenschutz mit zunehmender Bedeutung in der Online-Welt

Dieser und viele andere Fälle zeigen, dass Datenschutz in der Online-Welt zunehmend wichtiger wird. Auch viele stark frequentierte Websites, Browser und andere Soziale Medien haben in den letzten Jahren die Aspekte Sicherheit und Datenschutz so angepasst, dass Nutzer entsprechende Einstellungen selbst vornehmen können. Deshalb empfehlen die Sicherheitsforscher von Malwarebytes diese drei einfachen Schritte:

  1. Datenschutzoptionen des Browsers anpassen
    Ein Browser ist das Eingangstor zum Internet. Und jedes Mal, wenn Sie im Internet surfen, um Nachrichten zu lesen, online einzukaufen, Videos anzuschauen oder Bilder zu posten, sammelt eine Reihe von Datenbrokern Informationen, um Profile zum Beispiel über Ihren Suchverlauf, Ihr Alter, Ihren Aufenthaltsort oder Ihre Interessen zu erstellen. Dem entgegenwirken können Nutzer durch diese Tools und Tricks:

      • Regelmäßig den Browserverlauf löschen und Add Ons überprüfen, vielleicht finden sich darunter einige, die entfernt werden können. Anfällige oder bösartige Erweiterungen können leicht zu einem Datenschutz- und Sicherheitsrisiko werden.
      • Browser-Plug-ins können das Tracking von Online-Werbung über Websites hinweg verhindern und vor bösartigen Websites warnen, die vertrauliche Daten sammeln.
      • VPNs können verhindern, dass Internet-Service-Provider detaillierte Informationen über die Internetnutzung erhalten.

    Wenn Sie feststellen, dass die Standardeinstellungen Ihres Browsers nicht die Privatsphäre- und Sicherheitsvorkehrungen bieten, die Sie erwarten, ist es an der Zeit, den Browser zu wechseln. Die meisten Suchmaschinen, die sich den Schutz der Daten ihrer Nutzer zur Aufgabe gemacht haben, wie DuckDuckGo oder Startpage, gibt es mittlerweile übrigens auch als mobile Version.

  2. Datenschutzeinstellungen in den Sozialen Medien regelmäßig überprüfen
    Wenn Nutzer sich bei einer Social-Media-Plattform oder einer mobilen App anmelden, verlangen die dahinterstehenden Unternehmen oft eine Zustimmung zur Verwendung der eingegebenen Daten. Deshalb sollten Nutzer die Einstellungen proaktiv bei allen verwendeten Sozialen Medien anpassen:

    • Felder im Profil verbergen oder entfernen, die einen Identitätsdiebstahl erleichtern könnten, zum Beispiel den Nachnamen, das Geburtsdatum oder den genauen Wohnort.
    • Einschränken, wie andere Benutzer der Plattform Sie erreichen können, z.B. ob ein völlig Fremder eine Freundschaftsanfrage oder Nachricht schicken kann.
    • Funktionen deaktivieren, mit denen andere das eigene Konto über die verknüpfte E-Mail-Adresse oder Telefonnummer suchen und finden können.
    • Markierungen z.B. auf Fotos, die Freunde oder Familienmitglieder überprüfen, bei Bedarf selbstständig entfernen.
  3. Sharing is caring? Nicht immer!
    Besonders in den Sozialen Medien sollten Nutzer mit Bedacht Inhalte teilen. Jedem ist mittlerweile das Szenario bekannt, in dem jemand seine Urlaubspläne öffentlich postet und sich nach der Rückkehr als Opfer eines Einbruchs in das eigene Zuhause wiederfindet.

Aber nicht nur deshalb sollten Nutzer gut darüber nachdenken, bevor sie Informationen online weitergeben. Es sollte auch zur Gewohnheit werden, um Erlaubnis zu fragen, wenn Fotos, auf denen andere Personen zu sehen sind, oder Geschichten, die jemand anderen betreffen, online geteilt werden. Gleiches gilt für die Weitergabe von Telefonnummern, wie es beispielsweise für die Nutzung der App Clubhouse nötig ist.

Weitere Informationen zum Thema:

datensicherheit.de, 02.09.2020
Mac-Geräte: Malwarebytes warnt vor Sicherheitslücken

Malwarebytes Labs
The Security Blog From Malwarebytes



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