Aktuelles, Branche - geschrieben von dp am Donnerstag, Februar 20, 2025 0:06 - noch keine Kommentare
Neue Bedrohungsakteure: Fake-Update-Angriffe zum Malware-Upload
Angreifer setzen zunehmend für verschiedene Plattformen optimierte maßgeschneiderte Malware ein
[datensicherheit.de, 20.02.2025] Proofpoint meldet, dass eigene Sicherheitsexperten eine zunehmende Bedrohung durch sogenannte „Fake-Update“-Angriffe festgestellt hätten: „Bei diesen Angriffen werden gefälschte Update-Benachrichtigungen verwendet, um Benutzer zur Installation von Malware zu verleiten.“ Dabei tun sich demnach zwei neu identifizierte Bedrohungsakteure hervor („TA2726“ und „TA2727“), welche die Malware-Verbreitung über kompromittierte Webseiten vorantrieben.
Gefälschte Update-Benachrichtigungen, um Nutzer zum Download von Malware zu verleiten
Die Angreifer setzten dabei auf Techniken wie „Traffic Distribution Services“ (TDS), um den Datenverkehr gezielt auf kompromittierte Webseiten umzuleiten. „Auf diesen Websites werden den Nutzern gefälschte Update-Benachrichtigungen angezeigt, um sie zum Download von Malware zu verleiten.“
Besonders auffällig sei dabei, dass die Angreifer zunehmend maßgeschneiderte Malware einsetzten, „die für verschiedene Plattformen optimiert ist“. Während Malware für „Windows“ und „Android“ bereits weit verbreitet sei, habe Proofpoint auch eine neue „Mac“-Malware namens „FrigidStealer“ entdeckt: „Diese Malware erbeutet sensible Nutzerdaten wie Browser-Cookies und Passwörter und überträgt sie an die Angreifer.“
Angriffserkennung erschwert: Malware je nach Betriebssystem und Browser des Benutzers variiert
Ein weiteres beunruhigendes Detail sei die zunehmende Regionalisierung der Angriffsstrategien. „Proofpoint hat beobachtet, dass je nach geographischem Standort des Nutzers unterschiedliche ,Payloads’ ausgeliefert werden.“
Dies erschwere die Erkennung der Angriffe erheblich, weil die Malware je nach Betriebssystem und Browser des Benutzers variiere. „Dass ,TA2726‘ als Traffic-Distributor fungiert und den Datenverkehr gezielt zu anderen Akteuren wie ,TA569‘ und ,TA2727‘ umleitet, macht die Angriffe noch effizienter.“
Malware-Angriffe basieren auf gängigen Web-Techniken und Social-Engineering-Methoden
Weil diese Malware-Angriffe auf gängigen Web-Techniken und Social-Engineering-Methoden basierten, seien sie besonders schwer zu erkennen. Unternehmen schenkten der Sicherheit ihrer Websites und Webserver oft zu wenig Beachtung, „obwohl diese ein beliebtes Ziel für Angreifer sind“. Proofpoint empfiehlt daher, „die Netzwerksicherheit und den Endgeräteschutz zu verstärken, um solchen Bedrohungen vorzubeugen“.
Zudem sollten Unternehmen ihre Mitarbeiter regelmäßig schulen, um verdächtige Aktivitäten frühzeitig zu erkennen und zu melden. „Zudem empfiehlt Proofpoint weitere Schutzmaßnahmen wie den Einsatz von Browser-Isolationstechnologien, die verhindern, dass schädliche Webseiten auf den Endgeräten der Nutzer Schaden anrichten können.“ Darüber hinaus sollten Unternehmen auch das Öffnen von Skript-Dateien auf „Windows“-Geräten blockieren, um das Risiko sogenannter Web-Injections weiter zu reduzieren.
Weitere Informationen zum Thema:
proofpoint, The Proofpoint Threat Research Team, 18.02.2025
An Update on Fake Updates: Two New Actors, and New Mac Malware
Aktuelles, Branche, Gastbeiträge - Juli 20, 2026 17:37 - noch keine Kommentare
Ein Jahr Barrierefreiheitsstärkungsgesetz: Zwischen Compliance-Pflicht und gelebter Praxis
weitere Beiträge in Experten
- IST-Studieninstitut thematisiert Einfluss der „Artificial General Intelligence“ auf unsere Arbeitswelt
- Informationsfreiheitsgesetz bedroht: Breites Bündnis protestiert gegen faktische IFG-Abschaffung
- Datenschatz heben für Industrie 4.0: Deutschlands wichtigsten Rohstoff endlich erschließen
- 5.811 Festnahmen – Fahndungserfolg wird dennoch Anlagebetrug nicht stoppen
- Kalender-Phishing: Cyberangreifer missbrauchen als harmlos geltende Pfade
Aktuelles, Branche, Gastbeiträge - Juli 20, 2026 17:37 - noch keine Kommentare
Ein Jahr Barrierefreiheitsstärkungsgesetz: Zwischen Compliance-Pflicht und gelebter Praxis
weitere Beiträge in Branche
- Digitale Unabhängigkeit: Überwiegende Mehrheit deutscher Unternehmen offen für Wechsel zu EU-IT
- Diskrepanz in deutschen Unternehmen: Dringender Modernisierungsbedarf in Wechselwirkung mit trügerischer Sicherheit
- Fortune 100: KI-gestützte Phishing-Angriffe auf 86 Prozent der großen Welt-Unternehmen
- KI-Einsatz: Blinder Fleck der Cybersicherheit liegt in den Daten
- KI braucht Transparenz: Sicherheit als Grundlage für Innovation
Aktuelles, A, Experten, Service, Wichtige Adressen - Jan. 13, 2026 1:08 - noch keine Kommentare
Registrierung bei ELEFAND: Krisen- und Katastrophenvorsorge bei Auslandsaufenthalten
weitere Beiträge in Service
- DigiCert-Umfrage: Manuelle Zertifikatsprozesse führen zu Ausfällen, Compliance-Fehlern und hohen Verlusten im Unternehmen
- Threat Hunting: Bedeutung und Wertschätzung steigt
- Umfrage: 71 Prozent der IT-Entscheidungsträger besorgt über Mehrfachnutzung von Passwörtern
- Fast die Hälfte der Unternehmen ohne geeignete Sicherheitsrichtlinien für Remote-Arbeit
- Umfrage: Bedeutung der Konsolidierung von IT-Sicherheitslösungen



Kommentieren