Das BKA weist in diesem Zusammenhang auf den Verdacht des systematischen Missbrauchs deutscher Zahlungsdienstleister hin
[datensicherheit.de, 09.11.2025] Das Bundeskriminalamt (BKA) hat am 4. November 2025 einen weiteren Ermittlungserfolg gemeldet: Es habe sich um ein international koordiniertes Vorgehen gegen Betrugs- und Geldwäschenetzwerke gehandelt („Operation Chargeback“) – das BKA weist in diesem Zusammenhang auf den „Verdacht des systematischen Missbrauchs deutscher Zahlungsdienstleister“ hin.

„Operation Chargeback“: Modus Operandi der Beschuldigten
Beschuldigte sollen laut BKA Kreditkartendaten von Geschädigten aus 193 Ländern missbraucht haben
Die „Landeszentralstelle Cybercrime“ (LZC) der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz und das BKA sind demnach an diesem Tag in einer international koordinierten Aktion gegen mutmaßliche Betrugs- und Geldwäschenetzwerke vorgegangen.
- Dabei seien zahlreiche Objekte in Deutschland, Italien, Kanada, Luxemburg, den Niederlanden, Singapur, Spanien, den USA und Zypern durchsucht und mehrere Personen festgenommen worden.
Den Beschuldigten werde vorgeworfen, Kreditkartendaten von Geschädigten aus 193 Ländern genutzt zu haben, um mehr als 19 Millionen Abonnements über professionell betriebene Schein-Webseiten abzuschließen.
BKA schätzt Schaden auf mittleren dreistelligen Millionenbetrag
Zudem bestehe der Verdacht, dass die Beschuldigten zur Abwicklung von Zahlungen vier große deutsche Zahlungsdienstleister kompromittiert hätten.
- Der tatsächlich eingetretene Schaden soll sich laut BKA „auf einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag“ belaufen.
Die Ermittlungen seien in enger Zusammenarbeit und mit großer Unterstützung der „Financial Intelligence Unit“ (FIU) sowie der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erfolgt.
Weitere Informationen zum Thema:
RheinlandPfalz, GENERALSTAATSANWALTSCHAFT KOBLENZ
Landeszentralstelle Cybercrime (LZC)
BaFin Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
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