Aktuelles, Branche, Studien - geschrieben von dp am Samstag, Januar 17, 2026 0:50 - noch keine Kommentare
KI macht Social Engineering gefährlicher – Zunahme der Cyberattacken auf KMU
Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) sind zunehmend von Cybervorfällen betroffen und auf Künstliche Intelligenz (KI) gestütztes „Social Engineering“ macht externe Angriffe deutlich effektiver
[datensicherheit.de, 17.01.2026] Dr. Martin Krämer, „CISO Advisor“ bei KnowBe4, führt in seiner aktuellen Stellungnahme aus, dass Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) demnach zunehmend von Cybervorfällen betroffen sind und auf Künstliche Intelligenz (KI) gestütztes „Social Engineering“ externe Angriffe deutlich effektiver macht. Laut einem aktuellen Bericht hätten 81 Prozent der KMU einen schädlichen Vorfall verzeichnet und 38 Prozent danach ihre Preise erhöht – dies unterstreiche die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen von Cyberattacken auf den Mittelstand.

Foto: KnowBe4
Dr. Martin Krämer: Cyberangriffe sollen nicht nur erkannt, sondern auch organisatorisch abgefangen werden!
Zunahme des Missbrauchs KI-gestützter „Social Engineering“-Methoden
„Kleine und mittlere Unternehmen werden immer häufiger Ziel von Cyberangriffen. Sicherheits und Datenvorfälle sind für viele KMU inzwischen kein Ausnahmefall mehr, sondern ein Risiko, das im Alltag mitläuft“, so Krämer.
- Ein aktueller Bericht vom Identity Theft Resource Center zeige dies deutlich: 81 Prozent der KMU hätten im vergangenen Jahr – 2025 – einen Sicherheitsvorfall gehabt und 38 Prozent danach ihre Preise erhöht, um die Folgen abzufedern.
„Auffällig ist zudem, dass sich die Ursachen verschieben. Statt böswilliger Insider stehen häufiger externe Angreifer hinter den Vorfällen.“ Gleichzeitig setzten diese zunehmend auf KI-gestützte „Social Engineering“-Methoden.
Wesentlicher Effekt cyberkrimineller KI-Nutzung Entwicklung liegt in steigender Qualität täuschender Inhalte
Ein wesentlicher Effekt dieser Entwicklung liege in der steigenden Qualität täuschender Inhalte. Klassische Warnsignale wie Tippfehler, holprige Formulierungen oder offensichtlich unpassende Tonalität verlören an Aussagekraft.
- Angriffe könnten dadurch glaubwürdiger wirken, sich stärker an Kommunikationsstile anpassen und in größerem Maßstab ausgespielt werden.
Krämer warnt: „Der Vorteil, den Insider bislang durch ihre Kenntnis interner Prozesse, Hierarchien und Gepflogenheiten hatten, lässt sich so zunehmend auch von externen Akteuren nachbilden.“
Wirtschaftlichen Folgen solcher mittels KI inszenierter Vorfälle ebenfalls spürbar
Für Unternehmen bedeutet das laut Krämer vor allem eines: „,Security Awareness’ muss sich weiterentwickeln! Schulungen, die primär auf offensichtliche Merkmale von Phishing und Betrugsversuchen setzen, reichen in diesem Umfeld weniger aus. Der Fokus sollte stärker auf Verifikation, klaren Freigabeprozessen und der Fähigkeit liegen, ungewöhnliche oder besonders dringliche Anfragen konsequent zu prüfen.“
- Auch Hinweise auf KI-generierte Inhalte könnten eine Rolle spielen, etwa subtile visuelle Artefakte bei manipulierten Videos, fehlende emotionale Nuancen bei geklonten Stimmen oder eine auffällig perfekte Sprache in E-Mails.
Die wirtschaftlichen Folgen solcher Vorfälle seien ebenfalls spürbar: „Ein Teil der betroffenen Unternehmen sieht sich gezwungen, die Preise zu erhöhen, um die Kosten der Vorfälle abzufedern.“
KMU im cyberkriminellen KI-Visier unter operativem und finanziellem Druck
Die ernste Bedrohungslage und das immer professioneller werdende „Social Engineering“ erhöhten für KMU den operativen und finanziellen Druck. Neben unmittelbaren Kosten für Schadensbegrenzung, Wiederanlauf und Kommunikation könnten Folgewirkungen wie Preisanpassungen zum Faktor werden und die Wettbewerbsfähigkeit belasten.
- Gleichzeitig steige das Risiko, dass täuschend echte Inhalte interne Abläufe aushebeln könnten, etwa durch vermeintlich dringende Anfragen oder glaubwürdig wirkende Freigaben.
Krämers Fazit: „Für KMU wird damit entscheidend, ,Security Awareness’, Verifikationsroutinen und klare Prozessregeln so auszubauen, dass Angriffe nicht nur erkannt, sondern auch organisatorisch abgefangen werden!“
Weitere Informationen zum Thema:
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KnowBe4 News und Wissenswertes
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Dr. Martin J. Krämer
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