Aktuelles, Experten - geschrieben von am Sonntag, Mai 10, 2026 0:01 - noch keine Kommentare

Warnung an Unternehmen: Gefälschte E-Mails der Verbraucherzentrale Hamburg

Cyberkrimineller Absender fordert Stellungnahmen zu angeblichen Verbraucherbeschwerden auf – Opfer sollen verlinkten Online-Kalender zur angeblichen Terminvereinbarung nutzen

[datensicherheit.de, 10.05.2026] Ein dubioser Absender fordert von Unternehmen Stellungnahmen zu angeblichen Verbraucherbeschwerden an – die Verbraucherzentrale Hamburg (vzhh) warnt daher vor solchen betrügerischen E-Mails, welche demnach derzeit gezielt an Unternehmen versendet werden und fälschlicherweise den Eindruck erwecken, von der vzhh zu stammen. Darin werde behauptet, bei den Verbraucherschützern seien zahlreiche Beschwerden von Verbrauchern über die Geschäftspraktiken der angeschriebenen Unternehmen eingegangen. Insbesondere werde diesen vorgeworfen, Kunden bewusst an einer fristgerechten Kündigung bestehender Verträge zu hindern.

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Foto: © Matthias Kruettgen

Cyberkriminelle missbrauchen Reputation der Verbraucherzentrale Hamburg

Öffentliche Warnung über angebliches Web-Portal „Verbraucher-Radar“ angedroht

Die Empfänger der Nachrichten seien aufgefordert, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen und über einen in der E-Mail verlinkten Online-Kalender einen Termin zu vereinbaren. Für den Fall einer ausbleibenden Rückmeldung werde mit einer öffentlichen Warnung auf einem Portal namens „Verbraucher-Radar“ sowie mit rechtlichen Schritten gedroht.

  • Diese Anschreiben seien unter anderem mit der Signatur einer angeblichen „Dr. Karin Jakobi, Rechtsanwältin • Fachanwältin für Handels- und Gesellschaftsrecht“ versehen. Als Absender erscheine die gefälschte E-Mail-Adresse „noreply [at] verbraucherzentrale-harnburg [dot] bzfsm [dot] de“ – auffällig hieran sei die fehlerhafte Schreibweise: „Harnburg“ statt „Hamburg“.

Die vzhh stellt ausdrücklich klar, dass diese E-Mails nicht von ihr stammen: „Wir betreiben kein Portal mit dem Namen ,Verbraucher-Radar’, auch die verwendeten Domains und verlinkten Internetseiten stehen in keinerlei Verbindung zu uns!“, betont Julia Rehberg von der vzhh.

Offizielle Anforderungen von Stellungnahmen zu Verbraucherbeschwerden in der Regel per Post

Rehberg führt weiter aus: „Zwar kommt es vor, dass wir Unternehmen im Rahmen unserer Arbeit um Stellungnahmen zu Verbraucherbeschwerden bitten, doch diese Schreiben versenden wir in der Regel per Post.“

  • Sie stellt klar: „Wenn wir E-Mails verschicken, dann haben die Adressen immer die offizielle Domain ,vzhh.de’.“

Die vzhh rät Unternehmen daher dringend dazu, nicht auf die in den E-Mails enthaltenen Links zu klicken, keine Daten preiszugeben und die Nachrichten umgehend zu löschen. Verdächtige E-Mails könnten zu Dokumentationszwecken an die vzhh weitergeleitet werden.

Weitere Informationen zum Thema:

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Achtung, falsche Verbraucherschützer! Dubiose Geschäftemacher geben sich immer wieder als Mitarbeitende der Verbraucherzentrale Hamburg aus. Sie verwenden unseren Namen, um Vertrauen zu gewinnen und Menschen Geld oder persönliche Daten zu klauen. Die Maschen sind vielfältig. Aktuell sind auch Unternehmen betroffen. Seien Sie vorsichtig!

datensicherheit.de, 07.04.2021
Unseriöse Trittbrettfahrer: vzhh warnt vor Betrug / Dubiose Geschäftemacher geben sich Mitarbeiter der Verbraucherzentrale Hamburg (vzhh) aus



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