Aktuelles, Branche - geschrieben von cp am Donnerstag, März 26, 2020 21:15 - noch keine Kommentare
Corona: Verunsicherte Nutzer im Fokus von Cyber-Betrügern
Neben einer E-Mail-Adresse und einem Passwort wird zusätzlich nach einer Telefonnummer gefragt
[datensicherheit.de, 26.03.2020] Wie schon länger bekannt ist, nutzen Kriminelle die aktuelle Krise aus, um Angriffe auf Personen aber auch Unternehmen zu starten. Häufig gebrauchen sie Social-Engineering-Methoden, im Zuge derer sie sich etwa als Kollegen oder Vorgesetzte ausgeben, um ihre Opfer zur Herausgabe persönlicher oder geschäftskritischer Daten und teilweise gar Geldüberweisungen zu veranlassen.
Glaubhaft aussehende E-Mails
Im Zuge aktueller Eindämmungsmaßnahmen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nutzen Cyber-Kriminelle die Gelegenheit, um an wertvolle Daten heranzukommen. Wie Untersuchungen des E-Mail-Security- und Cyber-Resilience-Anbieters Mimecast ergeben haben, lassen Hacker Unternehmen genauso wie Privatnutzern glaubhaft aussehende Mails der WHO zukommen, in denen ein Link zu einem angeblichen Leitfaden für die Corona-Eindämmung enthalten ist. Absender, Sprache und Design der Mail sind bis ins Detail glaubhaft gestaltet, sodass es selbst Security-Profis schwerfallen dürfte, den Betrug auf den ersten Blick zu erkennen.
Geht der Empfänger auf die E-Mail ein und klickt auf den Link, wird er zu einer im gleichen Maße täuschend echt aussehenden Website der WHO weitergeleitet, auf der er aufgefordert wird, seine Zugangsdaten einzugeben bzw. zu bestätigen. Tut er dies, hat der Betrüger sein Ziel erreicht und ist an wertvolle Informationen gelangt, die er für weitere Aktionen wie beispielsweise Account-Übernahmen nutzen kann.
Ungewöhnlich für solche Phishing-Kampagnen ist, dass neben einer E-Mail-Adresse und einem Passwort zusätzlich nach einer Telefonnummer gefragt wird. Gibt der Empfänger seine Telefonnummer preis, hat er neben der Übernahme von Konten und weiteren Spam-Mails auch unerwünschte SMS und Scam-Anrufe zu erwarten.
Carl Wearn, Head of E-Crime bei Mimecast, hierzu:
„Jeder muss sich im Klaren darüber sein, dass Cyber-Kriminellen in der aktuellen Krisenzeit jedes Mittel recht und keine Methode zu schmutzig ist, um ihre Ziele zu erreichen. Hierbei bedienen sie sich der Verunsicherung und der Ängste der Menschen im gleichen Maße wie dem Durst nach Informationen zur Krise. Es ist deshalb für alle unerlässlich, bei der Informationssuche höchste Vorsicht und Besonnenheit walten zu lassen. Bitte suchen Sie nur auf offiziellen Nachrichtenportalen und Webseiten nach Informationen und gehen Sie nicht auf Mails ein, die Sie darum bitten, Ihre Zugangsdaten zu bestätigen. Sämtliche Gesundheitsorganisationen, seien sie global oder lokal, würden Ihnen wichtige Ratschläge und Infos zukommen lassen, ohne Sie nach persönlichen Daten zu fragen.“
Darüber hinaus sollte jeder User die gebotene Vorsicht an den Tag legen, wenn er Nachrichten von unbekannten Absendern erhält. Dazu gehört zum Beispiel, keine Anhänge oder Links zu öffnen, wenn nicht hundertprozentig sichergestellt ist, dass diese unbedenklich sind. Komprimierte Anhänge und Dokumente mit Makros sind hier genauso verdächtig wie weiterführende Links zu unbekannten Webseiten. Zusätzlichen Schutz vor Identitäts- und Datendiebstahl bieten Zwei-Faktor-Authentifizierungen.
Weitere Informationen zum Thema:
datensicherheit.de, 24.03.2020
Webinare: Innovatives Lernen in Corona-Zeiten
datensicherheit.de, 23.03.2020
Home-Office: TeleTrusT veröffentlicht Liste kostenfreier IT-Sicherheitslösungen
datensicherheit.de, 20.03.2020
digitronic stellt Gratis-Lizenzen für die sichere Arbeit im Home-Office bereit
datensicherheit.de, 20.03.2020
COVID-19: Kriminelle Verkäufer gewähren Rabatte auf Malware
datensicherheit.de, 18.03.2020
SANS Institute: Kostenloses „Securely Working from Home“ Deployment Kit veröffentlicht
datensicherheit.de, 17.03.2020
COVID-19: Pandemie erzwingt Arbeit im Home-Office
datensicherheit.de, 12.02.2020
Corona-Virus: Gefährliche E-Mails virulent
Aktuelles, Experten, Gastbeiträge - Juni 15, 2026 11:00 - noch keine Kommentare
Wechselwirkung zwischen KI und Cybersecurity als zentrale Führungsfrage 2026
weitere Beiträge in Experten
- Von Backups bis Updates – Umfrage zur Datensicherheit bei deutschen Internet-Nutzern
- Autonome Mobilität: Erste Überprüfung einer Realfahrt in Deutschland unter Level-4-Bedingungen
- FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Kanada, Mexiko und den USA eröffnet Mobilfunkbetreibern große Chancen
- eco-Kritik an IP-Adressspeicherung: Bundesrat darf keinen Bauplan für digitale Massenüberwachung liefern
- Umgang mit Social Media an Schulen: Bildungsministerkonferenz hat Erklärung veröffentlicht
Aktuelles, Branche - Juni 12, 2026 0:53 - noch keine Kommentare
eIDAS 2.0: Digitale Identität skaliert erst auf Basis vertrauenswürdiger Prozesse
weitere Beiträge in Branche
- Realitätscheck zur souveränen europäischen KI
- Faktor Mensch bleibt laut aktueller Cyberversicherungsstudie zentraler Angriffsvektor
- Malwarebytes Scam Number Check: Kostenlose Rückwärtssuche für Telefonnummern zum Verbraucherschutz
- Niederlage oder Sieg: Backups im Kontext der Cyberrisiken rund um die Fußball-WM 2026
- Cybersicherheit quasi Torhüter der Netzwerke: WM 2026 als Herausforderung und Inspiration
Aktuelles, A, Experten, Service, Wichtige Adressen - Jan. 13, 2026 1:08 - noch keine Kommentare
Registrierung bei ELEFAND: Krisen- und Katastrophenvorsorge bei Auslandsaufenthalten
weitere Beiträge in Service
- DigiCert-Umfrage: Manuelle Zertifikatsprozesse führen zu Ausfällen, Compliance-Fehlern und hohen Verlusten im Unternehmen
- Threat Hunting: Bedeutung und Wertschätzung steigt
- Umfrage: 71 Prozent der IT-Entscheidungsträger besorgt über Mehrfachnutzung von Passwörtern
- Fast die Hälfte der Unternehmen ohne geeignete Sicherheitsrichtlinien für Remote-Arbeit
- Umfrage: Bedeutung der Konsolidierung von IT-Sicherheitslösungen



Kommentieren